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„Nicht mal Hunde leben so“: Djamila Rowe erinnert sich an Tortur in DDR-Zelle

Дата публикации: 26-09-2026 17:08:00

Djamila Rowe spricht über ihre Jugend in der DDR und ihre Zeit im Jugendwerkhof. Besonders eindringlich erinnert sie sich an eine Zelle, in der sie isoliert wurde.

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Djamila Rowe spricht über ihre Jugend in der DDR und ihre Zeit im Jugendwerkhof. Besonders eindringlich erinnert sie sich an eine Zelle, in der sie isoliert wurde.

„Man hat abends – wie so ein Hund, also nicht mal meine Hunde leben so – hat man eine Matratze reingeschmissen bekommen in diese Zelle“, erzählt Djamila Rowe in einem Ausschnitt aus dem Gesprächsformat „Wendepunkt Reportage“. Die ehemalige Dschungelkönigin spricht darin über ihre Zeit im Jugendwerkhof Crimmitschau und einen Raum, in dem sie nach eigener Erinnerung isoliert wurde.

Auch die Erinnerungen an die Zelle beschreibt die ehemalige Dschungelcamp-Gewinnerin eindringlich: „Es war nur Beton, ohne Bett, ohne Sitzmöglichkeiten, nichts, graue Wände“, sagt Rowe.

Djamila Rowe landet nach der Flucht ihrer Mutter im Jugendwerkhof

Rowe, die kürzlich eine Typveränderung gemacht hat, erklärt in dem Gespräch auch, wie sie überhaupt in den Jugendwerkhof kam. Ihre Mutter war aus der DDR geflohen, während Rowe dort zurückblieb. Im August 2026 berichtete sie dem „Berliner KURIER“, dass sie deshalb in den Jugendwerkhof eingewiesen worden sei. „Mich haben sie deswegen weggesperrt, weil mein Mutter republikflüchtig war“, sagte sie damals. Diese Information stehe auch in ihrer Stasi-Akte, erklärte Rowe.

Im Jugendwerkhof Crimmitschau verbrachte Rowe nach eigenen Angaben 18 Monate. Bereits zuvor hatte sie mehrere Kinderheime durchlaufen. Über ihre Erfahrungen dort berichtete sie ebenfalls, unter anderem von psychischer und physischer Gewalt durch Erzieher und Arbeit im Dreischicht-System.

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Dschungelkönigin Djamila Rowe spricht über ihre Zeit in der DDR.

Dschungelkönigin Djamila Rowe spricht über ihre Zeit in der DDR. picture alliance / Sportpics | Marc Schueler
„Ich war da und das war Endstufe“

Die Zelle, von der Rowe nun berichtet, sei während ihres Aufenthalts im Jugendwerkhof gebaut worden. Sie sei die erste Jugendliche gewesen, die dort eingesperrt wurde. Warum ausgerechnet sie dort landete, könne sie bis heute nicht erklären. Auch ihre Stasi-Akte habe ihr darauf keine Antwort gegeben.

„Ich weiß nur, dass irgendwann die Heimleitung, mit dem Finger auf mich gezeigt hat und dann war ich weg“, erinnert sich Rowe. Anschließend habe sie allein in dem Raum bleiben müssen. „Allein schon diese Willkür macht ja was mit einem Jugendlichen“, sagt sie im Gespräch.

Nächtliche Kontrollen und eine vorgeschriebene Meldung

Die Tür sei alle paar Stunden aufgeschlossen worden. Dann hätten Erzieher vor ihr gestanden und sie habe aufstehen und gerade stehen müssen. Anschließend habe sie ihren Namen nennen und erklären müssen: „Mein Name ist Djamila Rowe, keine besonderen Vorkommnisse.“

„Aber was sollen da für Vorkommnisse in so einer Zelle sein, wo nichts ist“, sagt Rowe weiter.

Historisch ist dokumentiert, dass Jugendwerkhöfe in der DDR zur Heimerziehung und zur „Umerziehung“ von Jugendlichen dienten. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beschreibt Zwang, Gewalt, Freiheitsbeschränkung, erzwungene Arbeit und entwürdigende Strafen als Erfahrungen, die für viele Betroffene zum Alltag in den Einrichtungen gehörten. Heute startet die ehemalige Dschungelkönigin beruflich nochmal neu durch, Djamila Rowe hat sich bei OnlyFans angemeldet.

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