Eine Paket-Regel fällt: DHL erlaubt seit dem 11. September Versandtaschen statt Kartons. Für Kleidung ist das praktisch, doch nicht jede Verpackung wird akzeptiert.
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Eine Paket-Regel fällt: DHL erlaubt seit dem 11. September Versandtaschen statt Kartons. Für Kleidung ist das praktisch, doch nicht jede Verpackung wird akzeptiert.

Seit dem 11. September 2026 braucht ihr für ein DHL-Paket nicht mehr zwangsläufig einen Karton. Privatkunden dürfen Päckchen und Pakete nun auch in geeigneten Folien- beziehungsweise Versandtaschen verschicken. Praktisch etwa für Kleidung, die ihr über Kleinanzeigen oder andere Plattformen verkauft habt. Bislang akzeptierte DHL solche Folienverpackungen grundsätzlich nur bei Retouren, andere Sendungen konnten als aufpreispflichtiges Sperrgut behandelt werden.
Ganz so einfach wie "Ware in Plastiktüte, Label drauf, fertig" ist die neue Regel nicht. Die Versandtasche muss reißfest und unbeschädigt sein, den Inhalt vollständig umschließen und sicher verschlossen werden. Zudem dürfen keine spitzen oder scharfkantigen Teile herausragen. Eine dünne Einkaufstüte oder ein Müllbeutel wird nicht zur Paketverpackung. Für zerbrechliche Gegenstände bleibt ein stabiler Karton die bessere Wahl. Dass die Lockerung bei den Mitarbeitern angekommen ist, zeigt ein Beitrag im Subreddit "dhl_deutsche_post".

Der Vorteil zeigt sich vor allem bei weichen und unempfindlichen Dingen: Für einen Pullover, eine Hose oder andere Textilien müsst ihr nicht länger einen viel zu großen Karton mit zusätzlichem Füllmaterial verwenden. Wichtig ist, dass der Inhalt in der Tasche nicht stark herumrutscht und die Sendung möglichst glatt und quaderförmig bleibt, damit sie durch die Sortieranlagen kommt. Auch das Versandlabel muss gut lesbar auf der größten Fläche kleben, während alte Paketaufkleber und Barcodes entfernt oder vollständig überklebt werden müssen.

Auch bei Papierverpackungen lockert DHL die bisher oft sehr kartonlastige Praxis. Stabile Versandtaschen aus Papier oder Pappe sind bis zum Format C4 erlaubt, das mit 22,9 mal 32,4 Zentimetern etwas größer als ein DIN-A4-Blatt ist und sich etwa für flache Textilien oder andere unempfindliche Waren eignet. Ein gewöhnlicher dünner Briefumschlag zählt nicht dazu - entscheidend sind eine stabile Verpackung, ein sicherer Verschluss und ein vollständig geschützter Inhalt.
Wer die Vorgaben ignoriert, zahlt im Zweifel drauf: Weicht die Sendung zu stark von der Quaderform ab oder lässt sich wegen Verpackung oder Inhalt nicht über die Sortieranlage befördern, kann DHL sie als Sperrgut behandeln - dann wird ein zusätzlicher Aufpreis fällig.
Darum lockert DHL jetzt die RegelnFür Retouren dürfte euch das Prinzip bekannt vorkommen, denn Onlinehändler verschicken Kleidung schon lange häufig in Kunststoff- oder Papiertaschen. Genau die Erfahrungen mit solchen Rücksendungen dürfte DHL als Grund für die Lockerung sehen: Folienverpackungen aus dem Retourenversand könnten inzwischen zuverlässig von den Sortieranlagen in den Paketzentren verarbeitet werden. Bekommt ihr eine Bestellung in einer Versandtasche geliefert, kann diese für eine Retoure erneut verwendet werden, sofern sie unbeschädigt ist und alte Barcodes sowie Adressangaben entfernt oder überklebt werden.
Wer jetzt sämtliche Kartons entsorgen möchte, sollte noch warten, denn die neue Freiheit gilt nicht automatisch bei jedem Paketdienst. Hermes verlangt laut den Verpackungsregeln eine formstabile und quaderförmige Außenverpackung, während DPD und GLS Versandtüten zumindest nicht so ausdrücklich für Privatkunden freigeben wie DHL. Nicht nur bei der Verpackung lohnt sich ein genauer Blick: Bei einigen Online-Shops wird auch der Versand teurer.
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