Ein bullisher Analysten-Kommentar lässt die AMD-Aktie kräftig steigen. Grund ist der Boom bei Server-Prozessoren für KI-Agenten.
Ein bullisher Analysten-Kommentar lässt die AMD-Aktie kräftig steigen. Grund ist der Boom bei Server-Prozessoren für KI-Agenten.
Während an der Wall Street am Mittwoch alle Augen auf die Quartalszahlen von Nvidia gerichtet sind, sorgt ausgerechnet ein Konkurrent für Schlagzeilen. Raymond James hat AMD am Dienstag von Outperform auf Strong Buy hochgestuft und das Kursziel von 565 auf 641 US-Dollar angehoben, fast 40 Prozent über dem aktuellen Kurs.
Die Aktie ging am Dienstag mit einem kräftigen Kursplus von 5 Prozent aus dem Handel. Nvidia-Papiere legten um 2,2 Prozent zu. Analyst Simon Leopold liegt mit seinem Ziel sogar über dem Wall-Street-Konsens von 613 US-Dollar. Rund 72 Prozent der AMD-Analysten vergeben derzeit ein Kauf-Rating.
Sein Optimismus speist sich aus einem Bereich, der im KI-Boom bisher im Schatten der Grafikchips steht: Server-Prozessoren. Dieser Markt soll laut Leopold in den kommenden fünf Jahren jährlich um 44 Prozent wachsen und bis 2030 ein Volumen von 201 Milliarden US-Dollar erreichen, getrieben von klassischer Rechenzentrumsnachfrage sowie Prozessoren, die Beschleuniger koordinieren und Aufgaben für KI-Agenten übernehmen.
Während Grafikchips die eigentliche Rechenlast stemmen, kümmern sich CPUs zunehmend um Datenbankzugriffe, Sicherheit und Steuerung der Beschleuniger. AMD biete die stärkste Kombination aus Gewinnhebel, Datacenter-Positionierung und Marktanteilsgewinnen, so Leopold.
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Rückenwind liefern auch die jüngsten Zahlen. Im zweiten Quartal übertraf AMD die Erwartungen: Der Umsatz stieg um 50 Prozent auf ein Rekordniveau von 11,5 Milliarden US-Dollar. Das Rechenzentrumsgeschäft verdoppelte sich auf 6,7 Milliarden US-Dollar. Für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet AMD bei Server-CPUs ein Umsatzplus von 80 Prozent.
Hinzu kommt die neue Chipgeneration: Microsoft integriert die Geräte der Serie Helios ab der zweiten Jahreshälfte 2026 in seine Azure-Cloud. Noch gewichtiger ist der Deal mit Anthropic: Das Unternehmen plant, ab 2027 bis zu 2 Gigawatt an MI450-Chips einzusetzen, ein Geschäft im potenziell zweistelligen Milliardenbereich. Im Gegenzug investiert AMD bis zu 5 Milliarden US-Dollar in Anthropic.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Von wallstreetONLINE Redaktion
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