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Bayern schlagen Union locker: Ärger bei Keller-Duell – Bremen stürzt Wolfsburg noch tiefer in die Krise

Дата публикации: 21-03-2026 16:45:00




Der Abstiegskampf spitzt sich immer weiter zu. Werder Bremen holt drei wichtige Punkte, der VfL Wolfsburg verliert erneut. Schon vor dem Spiel kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und Polizei. Derweil hat der FCB leichtes Spiel gegen die Berliner.



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Bayern schlagen Union locker Ärger bei Keller-Duell – Bremen stürzt Wolfsburg noch tiefer in die Krise

21.03.2026 · 17:45 Uhr

Christian Eriksen (r, VfL Wolfsburg) kämpft gegen Cameron Puertas (l, SV Werder Bremen) um den Ball.

Foto: Andreas Gora/dpa/Andreas Gora

Düsseldorf · Der Abstiegskampf spitzt sich immer weiter zu. Werder Bremen holt drei wichtige Punkte, der VfL Wolfsburg verliert erneut. Schon vor dem Spiel kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und Polizei. Derweil hat der FCB leichtes Spiel gegen die Berliner.

VfL Wolfsburg - Werder Bremen 0:1 (0:0)

Der VfL Wolfsburg hat im Abstiegsgipfel der Fußball-Bundesliga gegen den ebenfalls bedrohten Konkurrenten Werder Bremen den nächsten Rückschlag kassiert. Beim Heim-Debüt von Rückkehrer Dieter Hecking mussten sich die Niedersachsen mit 0:1 (0:0) geschlagen geben - nach zehn Spielen ohne Sieg wird die Lage in der Autostadt immer brenzliger.

Justin Njinmah (68.) traf für die Bremer, die sich mit nun 28 Zählern auf dem Konto etwas Luft zu den Abstiegsrängen verschafften. Für ein Aufatmen ist es aber noch zu früh. Die Wolfsburger, bei denen Moritz Jenz mit Gelb-Rot vom Platz flog (90.+2), stecken derweil tief in der Gefahrenzone. Als Tabellen-17. droht mit 21 Punkten der Absturz in die Zweitklassigkeit. Auf den lang ersehnten Befreiungsschlag muss der VfL dabei weiter warten, Hecking bleiben für seine Rettungsmission nur noch sieben reguläre Partien.

Seinen ersten großen Aufreger hatte dieses Kellerduell schon vor dem Anpfiff. Nach Angaben des VfL versuchten Werder-Anhänger, nicht genehmigte Fan-Utensilien in den Gästeblock zu schmuggeln. Als Ordner dies verhindert hätten, seien sie zum Teil tätlich angegriffen worden. Die Polizei rückte mit mehreren Mannschaftswagen an und hinderte zahlreiche Werder-Ultras am Betreten des Stadions. Die Wolfsburger Polizei bestätigte auf Anfrage die Festnahme mehrerer Anhänger. Die Fanhilfe beklagte in einer Stellungnahme ein völlig überzogenes und „aggressives Vorgehen“ der Polizei.

Diese Vorfälle haben gleich mehrere Vorgeschichten. 2022 reisten Werder-Fans nach massiven Polizeikontrollen am Wolfsburger Hauptbahnhof schon vor dem Spiel aus Protest wieder nach Bremen zurück. Vor dieser Partie wiederum versuchten tausende Werder-Anhänger an zusätzliche Karten für die Volkswagen Arena zu gelangen, was der VfL größtenteils unterband. Die Wolfsburger gaben nur noch Tickets für Mitglieder in den Verkauf.

In dieser aufgeheizten Atmosphäre war am Ende nicht einmal der Gästeblock der Bremer komplett voll. Es gab keine Banner, Fahnen und größtenteils auch keinen Support der Werder-Fans. Die offizielle Zuschauerzahl betrug lediglich 28.917 Besucher. Auf der anderen Seite empfing die gut gefüllte Nordkurve im ersten Heimspiel nach den Fan-Tumulten die Wolfsburger Mannschaft, machte mit zahlreichen Bannern ihr Anliegen aber deutlich. „Nicht für irgendwelche Spieler - wir singen nur für unseren Verein“, war dort unter anderem zu lesen.

Sportlich war der Druck für beide Teams im Vorfeld groß gewesen. Dieser gehöre jedoch „in der Situation dazu, den können wir auch nicht wegreden, der ist da“, erklärte VfL-Coach Hecking. Druck könne aber „auch Kräfte freisetzen“. Auf dem Rasen versuchten die Gastgeber, den Worten ihres Trainers Taten folgen zu lassen, und ließen den Ball durch die eigenen Reihen laufen. Richtig gefährlich wurden beide Teams in der Anfangsphase aber nicht.

Eine gute Freistoßposition für die Bremer konnte Cameron Puertas nicht nutzen. Wolfsburg-Keeper Kamil Grabara parierte nicht nur dessen direkten Versuch, sondern auch den Nachschuss von Yukinari Sugawara (12.). Auf der anderen Seite bewahrte Werder-Torhüter Mio Backhaus (16.) nach einer Ecke sein Team vor einem Rückstand.

Beide Teams waren bemüht, offensive Akzente zu setzen, scheuten aber das letzte Risiko. Vor allem im letzten Drittel fehlte es an Präzision. Wolfsburg machte zunehmend Druck, ließ aber die entscheidende Durchschlagskraft vermissen, Mohamed Amoura (60.) verfehlte zudem knapp. Stattdessen ließ Njinmah den Bremer Anhang jubeln. Wolfsburg versuchte in der Schlussphase, Schadensbegrenzung zu betreiben.

Bayern München - 1. FC Union Berlin 4:0 (2:0)

Die „Crunchtime“ kann kommen: Dank seiner überragenden Offensive hat der FC Bayern vor dem Start in den heißen April seine komfortable Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga gefestigt. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany gewann ihr Heimspiel gegen Union Berlin souverän mit 4:0 (2:0) und geht mit einem Polster von mindestens neun Punkten vor Verfolger Borussia Dortmund in die entscheidende Phase ihrer Triple-Jagd.

Nach der zweiwöchigen Länderspielpause stehen für den Rekordmeister unter anderem die Giganten-Duelle in der Champions League mit Real Madrid (7. und 15. April) und das DFB-Pokal-Halbfinale in Leverkusen (22. April) auf dem Programm. Solange die Münchner vom Verletzungspech verschont bleiben, können sie dieser Zeit recht zuversichtlich entgegenblicken.

Michael Olise (43.), Serge Gnabry (45.+1, 67.) und Harry Kane (49.) unterstrichen am Samstag einmal mehr die Vormachtstellung der Bayern in der Liga. Nach 27 Spieltagen haben die Münchner bereits 97 Tore erzielt - der Rekord von 101 Treffern aus der Saison 1971/72 wird nicht mehr lange Bestand haben.

Die Bayern, die gegen Union auf die gesperrten Jonathan Tah, Luis Díaz und Nicolas Jackson sowie Aleksandar Pavlovic (Hüftbeschwerden), verzichten mussten, bestimmten gegen Union von Beginn an das Geschehen. Viele Lücken taten sich in der stabilen Berliner Defensive zunächst jedoch nicht auf. Auch die zahlreichen langen Bälle, die die Bayern in den Rücken der Abwehr schlugen, hatten wenig Ertrag.

Ein Chipball von Olise in den Lauf von Kane (9.) blieb lange die gefährlichste Aktion - auch, weil Lennart Karl (16.) und Gnabry (21.) bei ihren Abschlüssen zu ungenau blieben. Oder zu genau: Nach einem flüssig vorgetragenen Angriff kam Karl (29.) frei vor Union-Keeper Frederik Rönnow zum Abschluss, schob den Ball aber an den Pfosten.

Dennoch: Die Bayern wirkten wacher, zogen das Tempo an - und machten rund um die Halbzeitpause kurzen Prozess mit nun wehrlosen Berlinern. Nachdem Olise, Kane (beide 39.) und Leon Goretzka (42.) noch aussichtsreiche Chancen liegen gelassen hatten, traf der Franzose sehenswert per Schlenzer ins lange Eck. Gnabry erhöhte mit dem Pausenpfiff, Kane ließ kurz nach dem Wiederanpfiff den dritten Treffer folgen - es war sein 31. Saisontor in der Liga.

Die Münchner ließen im Anschluss keinesfalls nach. Union versuchte noch, über Konter Nadelstiche zu setzen, öffnete dabei aber auch immer wieder Räume für die Bayern. Gnabry nutzte diese für seinen zweiten Treffer, Olise (78.) traf nur den Pfosten.

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