Noch vier Spieltage sind in der Bundesliga zu absolvieren, zehn Vereine stehen besonders im Fokus. Alle wollen den Gang ins Unterhaus abwenden – doch nicht für jedes Team sieht die Lage gut aus.
20.04.2026 · 11:55 Uhr
Welche Mannschaften werden auch in der kommenden Saison noch in der Bundesliga zu sehen sein?
Foto: dpa/Harry LangerDüsseldorf · Noch vier Spieltage sind in der Bundesliga zu absolvieren, zehn Vereine stehen besonders im Fokus. Alle wollen den Gang ins Unterhaus abwenden – doch nicht für jedes Team sieht die Lage gut aus.
Der Abstiegskampf bleibt ein enges Gedränge: Während Augsburg nach dem überraschenden Sieg in Leverkusen sowie Mainz mit dem späten Punktgewinn in Gladbach fast gerettet sind, liegen zwischen Union Berlin auf Platz elf und dem Relegationsrang, den der FC St. Pauli belegt, nur sechs Punkte. Dazu warten im Endspurt zahlreiche direkte Duelle. Gerade die Kellerklubs Wolfsburg und Heidenheim brauchen an den letzten vier Spieltagen dringend Siege, um das Blatt noch zu wenden.
Der FCA hat sich stabilisiert und ein ordentliches Polster auf die Abstiegsplätze erspielt. Schon am vorletzten Freitag gegen Hoffenheim zeigten die Fuggerstädter beim 2:2, was möglich ist. Einziger Wermutstropfen: Vor eigenem Publikum hatten sie schon 2:0 geführt. Am Samstag folgte dann der – wenn auch glückliche – 2:1-Sieg bei Bayer Leverkusen. Dass das Team von Trainer Manuel Baum den Zehn-Punkte-Abstand auf Rang 16 den Vorsprung noch verspielt, ist unwahrscheinlich.
Das Restprogramm
Werder Bremen (A)
Union Berlin (A)
Die Mainzer bekommen es im Bundesliga-Endspurt mit vielen direkten Konkurrenten zu tun. Gegen drei der vier Gegner hat Mainz laut der Tabelle die Nase vorne, doch auch gegen die Bayern sind Punkte möglich, wie sich bereits im Hinspiel in München zeigte. Zudem haben sich die Rheinhessen seit dem Trainerwechsel zu Urs Fischer deutlich gesteigert. In der Rückrundentabelle stehen Sie aktuell auf Platz fünf und gehören damit zu den formstärksten Teams. Parallel dazu war der FSV lange international vertreten und kam bis ins Viertelfinale der UEFA Conference League, was die starke Entwicklung der Mannschaft in dieser Saison zusätzlich unterstreicht. Zuletzt gelang ein wichtiger Punktgewinn in Mönchengladbach.
Das Restprogramm
Bayern München (H)
Union Berlin (H)
Alles neu bei den Eisernen: Nach dem enttäuschenden 1:3 in Heidenheim musste Steffen Baumgart seinen Hut nehmen und wird von Marie-Louise Eta bis zum Saisonende abgelöst. Die 34-Jährige ist die erste weibliche Cheftrainerin der Bundesliga und steht vor einer kniffligen Aufgabe. Nach der Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg bei ihrem Debüt beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz vier Spieltage vor Schluss nur noch sechs Punkte. Auffällig ist vor allem die Auswärtsschwäche, die noch zum Problem werden könnte – die Köpenicker müssen noch bei zwei starken Gegnern ran. Umso wichtiger wird es sein, die Heimspiele erfolgreich zu gestalten, um sich entscheidenden Vorsprung auf den Tabellenkeller zu verschaffen.
Das Restprogramm
RB Leipzig (A)
FSV Mainz 05 (A)
Die Domstädter sammelten am Wochenende mit einem 1:1 bei St. Pauli einen weiteren wichtigen Punkt im Abstiegskampf und sprangen auf Platz zwölf, weil die Konkurrenz patzte. Nach der Entlassung von Lukas Kwasniok holten die Kölner unter dem neuen Trainer René Wagner nun fünf Punkte in drei Spielen. In den verbleibenden vier Spielen trifft Köln noch auf zwei direkte Konkurrenten. Der FC braucht weiterhin Zähler, wenn der direkte Wiederabstieg abgewendet werden soll.
Das Restprogramm
Bayer Leverkusen (H)
Union Berlin (A)
1. FC Heidenheim (H)
Bayern München (A)
Die Fohlenelf steckt weiterhin in der unteren Tabellenhälfte fest, hat aber aktuell fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Spielerisch läuft bei den Gladbachern in dieser Spielzeit wenig zusammen, weshalb sie vor allem über Einsatz und Pragmatismus kommen müssen. Das Restprogramm gilt als anspruchsvoll, insbesondere das kommende Auswärtsspiel in Wolfsburg könnte eine Schlüsselrolle im Abstiegskampf einnehmen.
Das Restprogramm
VfL Wolfsburg (A)
FC Augsburg (A)
TSG Hoffenheim (H)
Der HSV spielt nach seiner Rückkehr in die Bundesliga eine insgesamt solide Saison, rutschte aber zuletzt auf Rang 14 ab. Am vergangenen Wochenende verlor man das wichtige Nord-Derby bei Werder Bremen mit 1:3. Nun warten vermehrt Gegner aus der oberen Tabellenregion auf die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin, das Restprogramm hat es in sich.
TSG Hoffenheim (H)
Eintracht Frankfurt (A)
SC Freiburg (H)
Bayer Leverkusen (A)
Für Werder wurde die Luft zuletzt immer dünner, nun folgte der Befreiungsschlag gegen den HSV. Aus den vergangenen sieben Spielen holte die Mannschaft von Ex-Fortuna-Coach Daniel Thioune vier Siege, häufig gegen direkte Konkurrenten. Trotzdem beträgt der Abstand auf Rang 16 nur fünf Punkte. Vier Spieltage vor Ende der Saison liegt Bremen gleichauf mit Köln, Hamburg und Gladbach.
Das Restprogramm
VfB Stuttgart (A)
FC Augsburg (H)
TSG Hoffenheim (A)
Borussia Dortmund (H)
Die Kiezkicker stehen aktuell auf dem Relegationsplatz und kämpfen unmittelbar um den direkten Klassenerhalt. Die Mannschaft von Alexander Blessin benötigt dringend Punkte, um sich noch über den Strich zu schieben. Gerade zuhause hofft St. Pauli auf wichtige Erfolge im Saisonendspurt. Gegen die Über-Mannschaft Bayern München klappte das am vorletzten Spieltag aber nicht, als man mit 5:0 unterging. Am Freitag gelang immerhin ein Punktgewinn gegen Köln.
Das Restprogramm
1. FC Heidenheim (A)
FSV Mainz 05 (H)
RB Leipzig (A)
VfL Wolfsburg (H)
In Wolfsburg wird die Lage immer düsterer, trotz Trainerwechsel kommt der Klub aus der Autostadt überhaupt nicht von der Stelle. Die Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt (1:2) verschärfte die Lage zusehends. Nun konnte das Team von Dieter Hecking mit einem Auswärtssieg bei Union Berlin mal wieder dreifach punkten. Der Abstand auf St. Pauli beträgt nur noch zwei Zähler. Um den Abstieg noch zu vermeiden, braucht der VfL in den letzten Spielen zwingend eine Serie von positiven Ergebnissen. Stand jetzt steigt Wolfsburg erstmals in seiner Vereinsgeschichte ab und hat momentan mit die schlechteste Abwehr der Liga.
Das Restprogramm
Borussia Mönchengladbach (H)
SC Freiburg (A)
Bayern München (H)
FC St. Pauli (A)
Der 1. FC Heidenheim ist das Schlusslicht der Bundesliga, eigentlich scheint der Abstieg schon besiegelt. Der Rückstand auf die Konkurrenz ist nach der 2:1-Niederlage in Freiburg weiter angewachsen. Für das Team von Trainer Frank Schmidt bestehen nur noch minimale Chancen auf den Klassenerhalt. Sieben Punkte fehlen auf Platz 16.
Das Restprogramm
FC St. Pauli (H)
Bayern München (A)
1. FC Köln (A)
FSV Mainz 05 (H)
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