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Geld und Leben: Absurdes Geldverbrennen

Дата публикации: 21-05-2026 10:05:00




Das Wetter wird besser, die Sonne scheint. Doch das treibt auch die Kosten in die Höhe. Grund dafür sind Solaranlagen. Die Bundeswirtschaftsministerin will diesen Unsinn beenden.



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Geld und Leben Absurdes Geldverbrennen

Wer zu viel Strom produziert, muss zahlen.

Wer zu viel Strom produziert, muss zahlen.

Foto: Elena/Shotshop/dpa

Kolumne · Das Wetter wird besser, die Sonne scheint. Doch das treibt auch die Kosten in die Höhe. Grund dafür sind Solaranlagen. Die Bundeswirtschaftsministerin will diesen Unsinn beenden.

Sollte das Wetter in Deutschland an Pfingsten wirklich so gut werden wie Meteorologen prognostizieren, wird das für uns eine sehr teure Angelegenheit. Denn dann dürften die Solaranlagen der Republik viel mehr Strom produzieren, als benötigt wird. Der muss dann teuer entsorgt werden.

Hört sich paradox an? Ist es auch. Denn sehr viele Betreiber von Solaranlagen bekommen eine fixe Vergütung für erzeugten Strom, ganz egal ob der Strom benötigt wird oder nicht. Die Netzbetreiber müssen den Strom für etwa 8 Cent pro Kilowattstunde abnehmen, teils ist die Vergütung sogar noch höher. Weil man überschüssigen Strom aber nicht einfach wegwerfen kann, müssen die Netzbetreiber Abnehmer finden, die den Strom zu nehmen bereit sind.

Am 1. Mai mussten die Netzbetreiber den Abnehmern dafür in der Mittagszeit 499 Euro zahlen. Erzeuger und Abnehmer mussten also von den Netzbetreibern zugleich bezahlt werden. Das Geld dafür kommt aus dem Bundeshaushalt. In diesem Jahr dürfte der Bund einige Milliarden Euro für diesen Unfug ausgeben. Allein am 1. Mai beliefen sich die Kosten auf über 100 Millionen Euro.

Die Anzahl der Stunden, in denen Strom teuer entsorgt werden muss, nimmt mit dem Ausbau der Solaranlagen stetig zu. Waren es im Jahr 2023 noch 301 Stunden, hatten im Jahr 2024 schon 457 Stunden negative Strompreise und im vergangenen Jahr 573 Stunden. Für dieses Jahr rechnen Experten mit 700 bis 900 Stunden. Einige Stromversorger bieten auch ihren Privatkunden bereits Geld für jede Kilowattstunde, die sie in solchen Zeiten verbrauchen. Es lohnt sich dann, mitten im Sommer die Sauna und alle Haushaltsgeräte anzuwerfen, und man bekommt Geld dafür.

Die Bundeswirtschaftsministerin will diesen Unsinn beenden. Stromerzeuger sollen nur noch dann vergütet werden, wenn für die Entsorgung des Stroms nicht zugleich bezahlt werden muss. Die Solarlobby versucht vor allem mit Schmähungen, dagegen Stimmung zu machen – wie auch sonst? Gute Argumente für dieses absurde Geldverbrennen gibt es nämlich nicht.

Unser Autor ist Professor für Wettbewerbsökonomie an der Universität Düsseldorf. Er wechselt sich hier mit der Ökonomin Ulrike Neyer, dem Energieökonomen Manuel Frondel und dem Makroökonomen Tom Krebs ab.

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Классификация: Экономика. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 10.38. Источник: www.rp-online.de.