Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Nachrangdarlehen: Anleger vor Totalverlust

Дата публикации: 10-02-2026 13:52:23

Stiftung Warentest warnte vor den Produkten der Luana-Gruppe und setzte diese 2023 auf die Warn­liste Geld­anlage. Nun wurde die vorläufige Insolvenz­verwaltung ange­ordnet.

Основное содержимое страницы с новостью.

Das Amts­gericht Schwarzenbek hat kurz vor Weih­nachten die Reiß­leine gezogen: Über das Vermögen der Luana AG wurde die vorläufige Insolvenz­verwaltung ange­ordnet. Für Zeichner von Anleihen und digitalen Wert­papieren steht viel auf dem Spiel. Immerhin geht es ein Investment von 38 Millionen Euro (Stand 2023). Die Hamburger Luana-Gruppe positionierte sich seit 2008 im wachsenden Markt für Nach­haltig­keit und Klima­schutz. Das Unternehmen warb mit Investments in Block­heiz­kraft­werken Geld von Anle­gerinnen und Anlegern ein. Immerhin

Das Amts­gericht Schwarzenbek ordnete nun am 23. Dezember 2025 die vorläufige Insolvenz­verwaltung über das Vermögen der Luana AG an (Az. 1 IN 195/25) an. Das Unternehmen mit Sitz in Geest­hacht wird durch den Vorstand Marcus Florek vertreten. Zum vorläufigen Insolvenz­verwalter bestellte das Gericht den Hamburger Rechts­anwalt Vanja Alexander Kovacev.

Ziel dieser Maßnahme ist die Sicherung der noch vorhandenen Vermögens­masse. Verfügungen der Luana AG sind ab sofort nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Verwalters wirk­sam; dies gilt ausdrück­lich auch für den Einzug von Außen­ständen. Gläubiger müssen sich nun gedulden, bis das Insolvenz­verfahren voraus­sicht­lich in einigen Monaten regulär eröffnet wird, um ihre Forderungen anzu­melden.

Chronik eines Ausfalls

Bereits im August 2025 berichteten wir über das Insolvenzverfahren der ausgegliederten Luana Energy GmbH (Amts­gericht Hamburg). Nun hat es die Luana AG, getroffen, die in der Luana-Gruppe als Muttergesell­schaft fungiert. Die Rück­zahlung der Anleihe (ISIN: DE000A2YPES6) stockte bereits im Oktober 2024. Auf Nach­frage hatte das Unternehmen dies damals mit einem „Liquiditäts­engpass“ begründet und Anleger mehr­fach vertröstete. Im vergangenen Jahr versuchte die Luana AG noch Liquidität mit der Neuemission „9,5% crbn changer 2025/2030“ zu beschaffen (ISIN: DE000A4DE917). Aufgrund intrans­parenter Geschäfts­gebaren und riskanter Beteiligungs­modelle führen wir Luana seit 2023 auf unserer Warnliste Geldanlage.

Hohes Risiko für Anleger

Besonders gefährdet sind Inhaber der nach­rangigen Papiere, wie etwa der tokenbasierten Schuld­verschreibung „LAG1 Token“. Diese sind mit einer vorinsolvenzlichen Durch­setzungs­sperre versehen. Das bedeutet: Ansprüche können nicht geltend gemacht werden, wenn dies die Insolvenz der Emitten­tin herbeiführen würde. Im nun einge­tretenen Insolvenzfall werden diese Forderungen nach­rangig bedient – was faktisch oft einem Total­verlust gleich­kommt.

Über­fällige Vermögens­anlagen

Noch unklar ist, wie sich die Insolvenz der Luana AG auf die noch laufenden Vermögens­anlagen auswirkt. Diese wurden unter der Bezeichnung LCF Block­heiz­kraft­werke als unbe­sicherte Nach­rangdarlehen aufgelegt. Zahlreiche Verschmel­zungen konnten nicht verhindern, dass es bei der aufnehmenden Luana Energieversorgung Deutsch­land GmbH bereits zu einem Zahlungs­verzug kam. Zuletzt gehörte diese Firma einer M&M Holding GmbH, die auch die Aktien der Luana AG hält. Weder Vertreter von Luana noch der Insolvenz­verwalter reagierten auf unsere Anfragen.

Das Geflecht der Akteure

Interes­sant sind die historischen Verflechtungen in den genossenschaftlichen Sektor, die nun im Rahmen der Insolvenz­auf­arbeitung in den Fokus rücken könnten. Marcus Florek war nicht nur Vorstand der Luana AG, sondern bis Oktober 2023 auch Vorstand der „Vereinte Energiegenossenschaft eG“ (VEG). Diese Genossenschaft firmierte im Oktober 2024 in „Planet U eG“ um.

In der Vergangenheit fielen Trans­aktionen zwischen der Luana-Gruppe und dieser Genossenschaft auf. So wurden Block­heiz­kraft­werke (BHKW) aus Fonds­beständen der Luana an die von Florek und seinem Geschäfts­partner Marc Banasiak gegründete Genossenschaft verkauft – ohne externe Wert­gut­achten und trotz der personellen Identität in den Führungs­etagen. Banasiak schied im Juli 2025 aus dem Vorstand der Genossenschaft aus und ist seitdem als Aufsichts­rat tätig.

Neue Mitglieder werden geworben

Die wichtige Tochtergesell­schaft „VEG 2. Energieversorgungs GmbH“ befindet sich bereits seit Februar 2025 im vorläufigen Insolvenz­verfahren (Az. 67h IN 58/25). Trotz dieser erheblichen wirt­schaftlichen Belastung wirbt die Planet U eG auf ihrer Webseite weiterhin um neue Mitglieder und Genossen­schafts­anteile. Es stellt sich die Frage, ob noch wechselseitige Forderungen oder Haftungs­risiken bestehen, die nun die Insolvenzmasse oder die Genossenschaft belasten könnten.

Banasiak teilte der Stiftung Warentest mit, es sei „sehr bedauerlich, dass die Luana AG Insolvenz anmelden musste“. Auswirkungen auf die Genossenschaft habe „dies nicht, da keine Verbindung zwischen diesen Gesell­schaften besteht und mir auch keine nennens­werten Forderungen und oder Haftungs­risiken zwischen der Luana AG und der Genossenschaft bekannt sind“.

Anleger sollten ihre Unterlagen ordnen und die Eröff­nung des Verfahrens abwarten. Mitglieder der Planet U eG (ehemals VEG) sollten vom aktuellen Vorstand Aufklärung darüber verlangen, ob und gegebenenfalls wie stark die Genossenschaft finanziell in den Fall Luana invol­viert ist.

Hinweis zur Warn­liste Geld­anlage der Stiftung Warentest

Die Warn­liste Geld­anlage listet alle Unternehmen, Geld­anlage­angebote und Dienst­leistungen der vergangenen zwei Jahre auf, die die Stiftung Warentest negativ bewertet hat. Sie lässt sich kostenlos im Format PDF herunterladen. Sie umfasst mehrere Seiten und wird in der Regel einmal im Monat aktualisiert. Wenn zwei Jahre vergangen sind, werden Einträge gelöscht, wenn in der Zwischen­zeit nicht erneut negativ berichtet wurde. Einträge, die älter als zwei Jahre sind und ohne Folgebe­richt­erstattung blieben, sind ab dann nicht mehr auf der aktuellen Warn­liste zu finden.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Zahlungsausfall bei 123 Invest: Unternehmensgruppe droht Insolvenzverfahren022.718-08-2026
2Seit 2020 auf Warnliste: Deutsche Edelfisch stellt Insolvenzantrag011.7701-11-2024
3Project-Gruppe: Auszahlungen an Anleger gestoppt020.3412-03-2024
4Immobilien: Deutsche-Finance-Fonds offenbar vor Pleite013.9913-08-2026
5ProReal 9 und 10: Anlegern droht bei zwei Angeboten der One Group ein Totalverlust016.8303-06-2025
6Anlageprodukt Cannabis: Plåntz AG zahlt nicht024.0401-11-2024
7Krise bei Degag: Degag setzt Zahlungen aus017.1409-01-2025
8GSC Medical Anleihe: Vorsicht vor der Green Solutions Gruppe012.7817-08-2026
9Kredit ohne Schufa: Dubiose Kreditangebote im Netz016.921-01-2026
10Finanzland AG: Kein Angebot der ING Bank05.7415-07-2026

Классификация: Экономика. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 21.16. Источник: www.test.de.