Die Wall Street profitiert am Montag von neuen Aussichten auf eine Lösung bei der Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Doch Analysten warnen vor zu eiligem Optimismus.
New York. Die US-Börsen zeigen zum Auftakt der neuen Handelswoche kein einheitliches Bild. Das Ende der fast zweiwöchigen Angriffsserie zwischen dem Iran und den USA gab der Wall Street am Montag Aufwind, doch schlechte Tech-Werte, insbesondere bei den Chip-Unternehmen, ziehen die großen US-Indizes nach unten.
Der Grund für den schwächelnden S&P 500 und den Nasdaq sind die negativen Börsenkurse einiger Tech-Konzerne. So verlor auch der enger gefasste Tech-Index, der Nasdaq 100, 0,7 Prozent – angeführt von den Verlusten der Chiphersteller wie SanDisk und ASML. Der Chipindex Philadelphia Semiconductor Index fiel um rund fünf Prozent.
Der Preis der Rohölreferenzsorte WTI ist zum Wochenstart im frühen Handel gefallen. Auffällig sei das trotzdem anhaltend hohe Niveau der Renditen langlaufender US-Staatsanleihen, sagt Markus Koch.
Grund dafür ist ein Bericht des Online-Portals „The Information“, wonach ein staatlich gefördertes chinesisches Unternehmen in Shanghai mit der Produktion spezieller Chipfertigungsmaschinen begonnen hat, die noch in diesem Jahr ausgeliefert werden sollen.
Die Maschinen nutzen die sogenannte Deep-Ultraviolet-Lithografie (DUV). Von der möglichen chinesischen Konkurrenz wäre vor allem der niederländische Konzern ASML betroffen, der bisher als führend im Bau dieser Maschinen galt. Sie werden etwa benötigt, um Chips von Nvidia zu entwickeln. Die ASML-Titel fielen im Handelsverlauf um über acht Prozent.