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Verbraucherschützer warnen vor WhatsApp-Betrug – hier dürfen Sie keine Fotos versenden

Дата публикации: 03-09-2025 04:54:00

Kriminelle nutzen gefälschte Identifizierungsverfahren, um sensible Daten zu erlangen. Sie verschicken dafür täuschend echte Anwaltsschreiben.

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Kriminelle nutzen gefälschte Identifizierungsverfahren, um sensible Daten zu erlangen. Sie verschicken dafür täuschend echte Anwaltsschreiben.

Die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) alarmiert die Öffentlichkeit vor einer besonders hinterlistigen Betrugsmasche. Hierbei werden den Betroffenen hohe Geldbeträge in Aussicht gestellt, sofern sie bereit sind, ihre Identität offenzulegen. Die Betrüger tarnen sich als Vertreter von Banken, Anwaltskanzleien oder Kryptowährungsplattformen.

Betroffene werden dazu verleitet zu glauben, dass ihnen eine erhebliche Entschädigung nach vermeintlichen Betrugsfällen mit Gewinnspielen oder Kryptowährungen zusteht. In Wirklichkeit zielen die Täter jedoch auf die persönlichen Daten der Opfer ab. Wer diesen Forderungen nachkommt, läuft Gefahr, Opfer von Identitätsdiebstahl zu werden.

  • Im Video: Dringende WhatsApp-Warnung - Nutzer müssen handeln, um persönliche Daten zu schützen

Betrügerische WhatsApp-Nachricht: Vorsicht vor gefälschten Anwaltsbriefen

Im Umlauf befinden sich derzeit vor allem Schreiben, die angeblich von Schweizer Anwaltskanzleien stammen. Diese versprechen Schadenersatz, der jedoch erst nach einer aufwändigen Identitätsüberprüfung via WhatsApp, Telefon oder E-Mail ausgezahlt werden soll. Zudem wird ein Foto des Personalausweises gefordert.

Joshua Jahn, Pressesprecher der VZB, spricht eine klare Warnung aus: "Wer sich Abzockern gegenüber mit dem Personalausweis identifiziert, riskiert, dass die eigene Identität für kriminelle Machenschaften genutzt wird." Er weist darauf hin, dass es generell nicht ratsam ist, persönliche Informationen oder Ausweiskopien über WhatsApp zu versenden.

Ein Screenshot des gefälschten Anwaltsschreibens liegt der VZB vor.

Ein Screenshot des gefälschten Anwaltsschreibens liegt der VZB vor. Verbraucherzentrale Brandenburg

Betrügerische Kryptoplattformen locken mit falschen E-Mails

Die VZB warnt darüber hinaus vor unseriösen Jobinseraten und scheinbar lukrativen Angeboten auf Kryptowährungsplattformen. Bewerber sollten skeptisch gegenüber schnellen, positiven Rückmeldungen über Messenger-Dienste sein. 

Oftmals treten die Betrüger als vermeintlich offizielle Plattformen auf. Derzeit ist beispielsweise eine gefälschte E-Mail von Trade Republic im Umlauf. Ein besonders ausgeklügelter Fall, über den die Polizei Mecklenburg-Vorpommern berichtet, zeigt, wie ein Betrugsopfer Geld auf sein Konto überwiesen bekam, um Vertrauen zu gewinnen.

Joshua Jahn empfiehlt, stets aufmerksam zu bleiben und verlockend erscheinende Angebote kritisch zu hinterfragen. "Wer von Betrügern aufgefordert wird, sich zu identifizieren, sollte Strafanzeige erstatten", fasst der Pressesprecher der VZB zusammen.

Identitätsdiebstahl: So schützen Sie Ihre persönlichen Daten

Identitätsdiebstahl ist eine ernste Bedrohung, vor der sich Betroffene schützen sollten. Bei Verdacht sollte sofort gehandelt werden. 

  • Die erste Maßnahme ist eine Anzeige bei der Polizei, da viele Formen des Diebstahls strafbar sind.
  • Wenn Bankkontodaten betroffen sind, sollte die entsprechende Bank informiert werden, um Konten sperren zu lassen. Außerdem sollten Kreditauskunfteien wie die Schufa über den Betrugsfall unterrichtet werden.
  • In sozialen Netzwerken kann man bei einem Fake-Profil den Betreiber um dessen Sperrung bitten.
  • Betroffene sollten zudem Freunde und Familie informieren und gegebenenfalls rechtlichen Beistand, etwa durch einen Anwalt, in Anspruch nehmen.
  • Um Identitätsdiebstahl vorzubeugen, sind starke Passwörter essenziell. Diese sollten aus mindestens zehn Zeichen bestehen und Sonderzeichen sowie Zahlen beinhalten.
  • Man sollte vermeiden, Login-Daten in öffentlichen WLAN-Netzwerken einzugeben und das eigene WLAN-Netzwerk absichern.
  • Zudem ist es ratsam, regelmäßig Kontoauszüge zu prüfen, um unautorisierte Kontobewegungen frühzeitig zu erkennen. Besonders EC-Karten mit NFC-Technologie können ein Sicherheitsrisiko darstellen, weshalb weitere Schutzmaßnahmen getroffen werden sollten.

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