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Falsche KI-Erweiterungen spähen Ihre Daten aus - so schützen Sie sich

Дата публикации: 23-02-2026 12:01:00

Falsche KI-Erweiterungen werden massenhaft installiert. Woran sich schädliche Apps und Add-ons erkennen lassen, bevor Daten abfließen.

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Falsche KI-Erweiterungen werden massenhaft installiert. Woran sich schädliche Apps und Add-ons erkennen lassen, bevor Daten abfließen.

Kürzlich haben Sicherheitsforscher eine Kampagne mit falschen KI-Browsererweiterungen beschrieben, die sich als Assistenten zum Chatten, Zusammenfassen oder Schreiben ausgaben – und in Summe über 260.000 Mal installiert wurden. Trotz seriöser Aufmachung waren es keine harmlosen Produktivitätshelfer: Teile der Funktionalität wurden von entfernten Servern nachgeladen, sodass sich das Verhalten der Programme später unauffällig ändern konnte, ohne dass der Nutzer dies bemerkte. In den Analysen finden sich außerdem Funktionen, die Inhalte aus geöffneten Tabs auslesen und bei E-Mail-Diensten sogar Nachrichtentexte erfassen können.

Prof. Dr. Dennis-Kenji Kipker forscht und berät als Direktor des cyberintelligence.institute international zu Cybersicherheit, digitaler Resilienz sowie IT-Recht in China und den USA. Er ist Teil unseres Expertennetzwerks EXPERTS Circle.

Warum gefährliche Browser-Erweiterungen ein Sicherheitsrisiko sind

Der Kern des Problems ist schnell erklärt: Apps und Erweiterungen sind kleine Programme mit Rechten. Je mehr Rechte sie erhalten, desto mehr sehen sie auch. Im Browser ist das besonders heikel, weil manche Berechtigungen den Zugriff auf Daten auf allen besuchten Websites erlauben – also potenziell auch auf Login-Seiten, Webmail, Online-Banking oder interne Portale. Auf dem Smartphone gilt Ähnliches: Der Zugriff auf Kontakte, SMS, Dateien, Mikrofon oder Bedienungshilfen ist im Zweifel ein Generalschlüssel für das digitale Leben.

Wenn KI-Erweiterungen nach der Installation manipuliert werden können

App-Stores prüfen die bei ihnen angebotenen Programme zwar grundsätzlich, doch der eingangs geschilderte Fall zeigt eine Schwachstelle: Wenn sich ein Programm nach der Installation aus dem Netz durch den Anbieter verändern lässt, ist seine Funktionalität nur schwer kontrollierbar. Schlimmer noch: Sollte eine Schadsoftware einmal enttarnt worden sein, taucht sie oft unter neuem Namen und neuer Kennung als Variante wieder zum Download auf.

Betrugs-Apps und falsche KI-Erweiterungen erkennen – die wichtigsten Warnsignale

Dennoch gibt es einige Hinweise und Tipps, woran man solche trojanischen Apps und Extensions erkennen kann:

  1. Ein erstes Warnsignal sind Rechte, die nicht zum Nutzenversprechen passen. Eine Taschenlampen-App, die SMS lesen will, eine Foto-App mit dauerhaftem Standortzugriff oder eine KI-Erweiterung, die alle Webseiten mitlesen und verändern darf, passt selten zusammen. Seriöse Anbieter erklären, warum ein Zugriff nötig ist – und bieten oft eine abgespeckte Variante. In manchen Browsern lassen sich Berechtigungen außerdem teils auf bestimmte Seiten begrenzen; wo das nicht möglich ist, steigt das Risiko.
  2. Auch Herkunft und Pflege einer App sagen viel. Auffällig sind brandneue Entwicklerkonten ohne nachvollziehbare Historie, fehlende Kontaktmöglichkeiten, keine Datenschutzerklärung oder ein Impressum, das sich nicht verifizieren lässt. Misstrauen ist ebenfalls angebracht, wenn Name, Icon oder Beschreibung stark an bekannte Marken angelehnt sind, aber kleine Fehler enthalten, wie verdrehte Buchstaben, wechselnde Logos, holprige Texte. Gerade bei Trendthemen wie KI wird Aufmerksamkeit gerne als Köder genutzt, um Nutzer mit angeblich kostenlosen Produkten in die Irre zu führen.
  3. Oft zur Entscheidung über den Download herangezogene Bewertungen und Downloadzahlen helfen zwar, sind aber nur als Puzzleteil. Viele sehr kurze, gleich klingende Rezensionen, auffällige Fünf-Sterne-Wellen oder extrem schnelle Download-Sprünge können gekauft sein. Umgekehrt sind ein paar kritische Kommentare oft wertvoller: Häufen sich Hinweise auf Werbung, Weiterleitungen, ungewöhnliche Anmeldefenster oder plötzlich neue Berechtigungen nach einem Update, ist Vorsicht geboten.

So schützen Sie sich vor gefälschten KI-Erweiterungen und Schadsoftware

Als Grundregel gilt immer: möglichst wenige Zusatz-Apps und Erweiterungen installieren, um nicht den Überblick zu verlieren, regelmäßige Updates und ein kleiner Frühjahrsputz in jedem Jahr, bei dem ungenutzte Tools entfernt werden. Auf dem Betriebssystem Android, das aufgrund der hohen Nutzerzahlen besonders oft von schädlichen Apps geplagt ist, kann die Funktion „Play Protect“ Apps prüfen und vor schädlichem Verhalten warnen oder sie entfernen. 

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