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Alle Bisherigen wollen nochmals: Was macht die SVP, die seit 2019 aussen vor ist?

Дата публикации: 03-07-2026 14:50:00

Seit der Abwahl von Andreas Elliker vor sieben Jahren hat die SVP als wählerstärkste Frauenfelder Partei in der Exekutive das Nachsehen. Bei der letzten Ausmarchung im Mai 2025 unterlag SVP-Kandidat Hanspeter Gubler. Für die Erneuerungswahlen 2027 treten alle bisherigen Stadtratsmitglieder wieder an. Wen schickt die SVP?

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Ein Polizeiauto fährt am Frauenfelder Rathaus vorbei.

Ein Polizeiauto fährt am Frauenfelder Rathaus vorbei.

Bild: Andrea Tina Stalder

38'931 Stimmen hat die SVP bei den letzten Gesamterneuerungswahlen für den Frauenfelder Gemeinderat im April 2023 für sich gutgeschrieben, so viele wie keine andere Partei. Trotzdem bleibt die wählerstärkste Kraft in der Kantonshauptstadt in der fünfköpfigen Exekutive aussen vor.

Das soll laut den bisherigen Stadtratsmitgliedern um Präsident Claudio Bernold (FDP), Vizepräsidentin Barbara Dätwyler Weber (SP), Andrea Hofmann Kolb (CH), Regine Siegenthaler (Mitte) und Stefan Leuthold (GLP) auch so bleiben. Alle fünf haben vor wenigen Tagen ihre Hüte für eine weitere Legislatur in den Ring geworfen, worüber die Stimmberechtigten am 28. Februar 2027 im ersten Wahlgang entscheiden.

Der amtierende Frauenfelder Stadtrat mit Stadtpräsident Claudio Bernold, Vizepräsidentin Barbara Dätwyler Weber, Regine Siegenthaler, Andrea Hofmann Kolb und Stefan Leuthold.

Der amtierende Frauenfelder Stadtrat mit Stadtpräsident Claudio Bernold, Vizepräsidentin Barbara Dätwyler Weber, Regine Siegenthaler, Andrea Hofmann Kolb und Stefan Leuthold.

Bild: Ralph Ribi

Seit Andreas Elliker nicht mehr drin

Da stellt sich die Frage, was die SVP-Stadtpartei dagegen unternehmen will. Seit der Nichtwiederwahl von Andreas Elliker 2019 ist sie nicht mehr im Stadtrat vertreten. Nach dem Rücktritt von FDP-Stadtrat Fabrizio Hugentobler schickte die Volkspartei ihren damaligen Gemeinderatspräsidenten Hanspeter Gubler ins Rennen um die Nachfolge, scheiterte aber an GLP-Kontrahent Leuthold.

Nach der Wahlniederlage drückte SVP-Präsidentin Lisa Badertscher ihren Ärger aus und kündigte Gespräche sowie eine vertiefte Analyse an. «Es sind sicher Fehler passiert», sagt sie heute und spricht von einer zu kurzen Vorbereitungszeit ebenso wie von einer Kampagne, die nicht den Ansprüchen genügt habe. «Wir waren nicht parat für eine stringente Kommunikation», sagt Badertscher.

Lisa Badertscher, Präsidentin SVP Stadtpartei.

Lisa Badertscher, Präsidentin SVP Stadtpartei.

Bild: zvg

Dass Gubler als Kandidat bei SVP-Wählern nicht nur auf Sukkurs stiess, davon habe Badertscher nichts gehört. Von einem Schnellschuss will sie nichts wissen. Vielmehr zöge man bei der Partei seine Lehren daraus, zu wenig die Werbetrommel gerührt zu haben. «Wir haben ‹Hampi› Gublers Qualitäten zu wenig hervorgehoben», meint Badertscher selbstkritisch.

Kandidatur soll bis im Herbst stehen

Das will man bei der SVP in den nächsten Monaten besser machen. «Wir wollen definitiv unseren Sitz im Stadtrat zurück», meint Badertscher angriffig. Wer dafür infrage kommt, bleibt noch offen. Erste Gespräche fänden statt, spruchreif soll eine Kandidatur aber erst zwischen Sommer- und Herbstferien werden. «Unser Ziel ist es, dass wir jemanden stellen», meint Badertscher, lässt Fragen zu möglichen Namen aber unbeantwortet.

Den wohl bekanntesten Namen aus den Reihen der SVP-Stadtpartei trägt Hermann Lei, Rechtsanwalt, Altgemeinderat und SVP-Fraktionspräsident im Grossen Rat. Aus Frauenfeld als die wohl vielversprechendsten Kandidaturen aus den SVP-Reihen kommen Christa Zahnd (KV), Daniel Geeler (Bezirksrichter) und Thomas Schwarz (Wirtschaftsprüfer) hinzu. Die amtierende Kantonsrätin und frühere Gemeinderätin Severine Hänni wohnt mittlerweile in Warth.

Badertscher nimmt sich für eine Kandidatur gleich selbst aus dem Rennen. Es brauche auch die Vereinbarkeit mit dem Beruf, erklärt sie und ergänzt: «Eine Kandidatur ist anspruchsvoll, weil es beruflich einen Plan B braucht, falls es mit der Wahl wider Erwarten nicht klappt.»

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