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Tickets, Trikots, Wetten: So werden Fans der WM 2026 abgezockt

Дата публикации: 05-06-2026 07:35:00

Zur Fußball-WM 2026 haben Betrüger Hochsaison: Mit Fake-Tickets, falschen Shops und Phishing-Angriffen wollen sie Fans um Geld und Daten bringen.

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Üble Fouls: Betrugsmaschen rund ums Fußballfest

Rund um die Fußball-WM 2026 gibt es viele Betrugsmaschen. Wir verraten, worauf Sie achten müssen.

Foto: Dan Mullan/Getty Images

Zur Fußball-WM 2026 haben Betrüger Hochsaison: Mit Fake-Tickets, falschen Shops und Phishing-Angriffen wollen sie Fans um Geld und Daten bringen.

Die Fußball-WM 2026 rückt näher – und Cyberkriminelle sind bereits in Stellung. Mit gefälschten Tickets, Fake Shops für Fanartikel und täuschend echten Phishing-Nachrichten versuchen sie, die Begeisterung der Fans auszunutzen. Ihr Ziel: Geld, Zugangsdaten und persönliche Informationen. COMPUTER BILD erklärt die häufigsten Betrugsmaschen rund um das Turnier und zeigt, wie Sie sich wirksam schützen können.

Verbraucherschutz warnt vor Trikot-Falle

Verbraucherschützer warnen vor einer Welle unseriöser Online-Shops für Nationalmannschaftstrikots. Laut

Verbraucherzentrale Niedersachsen

locken viele Anbieter mit extrem günstigen Preisen – liefern aber entweder gar nicht oder verschicken minderwertige Fälschungen aus dem Nicht-EU-Ausland. Diese können nicht nur qualitativ schlecht sein, sondern im schlimmsten Fall sogar Schadstoffe enthalten. Zudem drohen zusätzliche Kosten durch Zollgebühren, während Gewährleistungsrechte oder Rückgaben kaum durchsetzbar sind. Ein fehlendes oder unvollständiges Impressum gilt als wichtiges Warnsignal – wobei selbst professionell gestaltete Webseiten täuschen können, da Angaben häufig gefälscht sind. Zur schnellen Überprüfung empfiehlt die Verbraucherzentrale ihren KI-gestützten

Fakeshop-Finder

.

Warum die WM 2026 Betrüger anzieht

Wie

Norton

beobachtet hat, sind Gauner schon jetzt dabei, mit Betrugsmaschen rund um die Fußball-WM 2026 auf Beutefang zu gehen. "Jedes Großereignis zieht Cyberkriminelle an. Sie nutzen die Ablenkung und Begeisterung der Fans aus, um sie anfälliger zu machen", erklärt Iskander Sanchez-Rola, Director of AI and Innovation bei Norton. "Während der Fußballspiele in Nordamerika können die Bedrohungen von gefälschten Ticketverkaufs-Websites bis hin zu Social-Media-Profilen reichen, die bösartige Links oder betrügerische Online-Gewinnspiele verbreiten."

Laut

NordVPN

wurde schon in den Jahren 2024 und 2025 jeder Zehnte Opfer von Betrug im Fußball-Umfeld. Das dürfte sich rund um die WM verschärfen. "Betrug im Zusammenhang mit Fußball funktioniert so gut, weil er auf Emotionen und Dringlichkeit setzt", erklärt Adrianus Warmenhoven, Cybersicherheitsexperte bei NordVPN. "Wenn die Fans sich besonders auf ein Spiel freuen, nach Tickets suchen, Wett-Tipps abgeben oder in letzter Minute einen Livestream finden wollen, handeln sie viel eher unbesonnen und klicken, ohne genau hinzuschauen – darauf spekulieren die Betrüger."

Fans gehen Risiken ein

Laut

McAfee

sind sich 62 Prozent der Fußballfans bewusst, dass es Ticketbetrug gibt, ein Viertel würde trotzdem den Kauf bei inoffiziellen Anbietern in Betracht ziehen, um bei dem Großereignis dabei zu sein. 58 Prozent wären bereit, dafür bis zu 500 Euro auszugeben. Diese hohe Nachfrage und das begrenzte Angebot treiben viele in die Arme von Kriminellen. "Betrüger nutzen diese Begeisterung, um immer glaubwürdigere Betrugsmaschen umzusetzen, vom Verkauf gefälschter Tickets bis hin zu Gewinnversprechen auf illegalen Wettplattformen", erklärt Vonny Gamot, Head of EMEA bei McAfee.

Fake-Jobangebote im FIFA-Look

Nicht nur Ticketkäufer geraten ins Visier von Betrügern. Sicherheitsforscher von

Norton

haben zuletzt mehrere gefälschte Karriere-Webseiten entdeckt, die mit FIFA-Logos und angeblichen Recruitern für Stellen rund um die WM 2026 werben. Die Seiten sehen echten Bewerbungsportalen täuschend ähnlich: Interessenten sollen einen Gesprächstermin buchen und sich dafür mit ihrem Google-Konto anmelden. Tatsächlich passiert die Anmeldung jedoch auf einer gefälschten Login-Seite, die Zugangsdaten abgreift. Besonders auffällig: Einige Seiten fordern ausdrücklich geschäftliche E-Mail-Adressen statt privater Gmail-Konten an. Offenbar haben es die Täter auf Firmenzugänge abgesehen, die sich später für weitere Angriffe missbrauchen lassen.

Diese Tricks nutzen die Kriminellen

Bereits jetzt nutzen die Verbrecher fiese Kniffe, um Sie hereinzulegen. Dazu gehört:

  • Suchmaschinen-Manipulation: Mit Tricks versuchen die Kriminellen, ihre Seiten weit oben in den Suchergebnissen zu platzieren und darüber Malware zu verbreiten.
  • Gefakte Social-Media-Konten: Die Gangster nutzen gefälschte Konten und versprechen darüber Werbeaktionen, Tickets oder exklusive Inhalte. In Wirklichkeit stehen dahinter nur Betrugsseiten, die persönliche Daten abgreifen.
  • Pseudo-Online-Gewinnspiele: Sie versprechen Preise für die Teilnahme, sind aber darauf ausgelegt, sensible Daten zu sammeln.
  • Fake Tickets: Der offizielle Ticketverkauf ist kompliziert und nur zu bestimmten Zeiten geöffnet. Die Betrüger nutzen das aus und bieten dauerhaft günstige Tickets an. Die sind allerdings gefälscht, oder Sie erhalten nach der Zahlung gar nichts. Zudem gibt es Wiederverkaufsbörsen, wo falsche, ungültige Tickets zum Verkauf stehen.
  • Phishing- und Malware-Kampagnen: E-Mails und Anzeigen geben sich als Turniernachrichten aus; sie leiten Sie aber zu Malware-Downloads.
  • Betrug bei Reisebuchungen: Wer ein Ticket hat, braucht natürlich eine Unterkunft. Betrüger stehen mit Fake-Seiten bereit, die Ferienwohnungen zu Spottpreisen anbieten. Wer auf diesen Seiten eine Bleibe bucht, verliert nur Geld – einen Schlafplatz gibt es nicht.
  • Fake Shops und gefälschte Fanartikel: Kriminelle verkaufen im Internet nachgemachte Fanartikel von geringer Qualität oder liefern nach der Bezahlung gar nichts.
  • Wettbetrug: Manche Wett-Websites gaukeln nur vor, dass sich darüber etwas gewinnen ließe. In Wirklichkeit stehlen ihre Betreiber einfach den Wetteinsatz. Zudem gibt es echte Wettplattformen, die angeblich sichere Tipps mit 90 Prozent Gewinnquote geben – doch die sind wertlos oder zufällig.
  • Fake-Mails im Namen von WM-Partnern: Betrüger verschicken täuschend echte E-Mails von angeblichen FIFA-Partnern oder Airlines. Sie locken mit Tickets oder Angeboten – zielen aber auf Datenklau oder Zahlungen ab.
  • Fake-WM-Visa: Kriminelle bieten angebliche Spezialvisa für die WM 2026 an. Laut Malwarebytes existiert ein solches offizielles "WM-Visum" jedoch gar nicht. Die Seiten sollen vor allem persönliche Daten und Geld abgreifen.

So schützen Sie sich

Damit Sie nicht auf die Betrugsversuche hereinfallen, sollten Sie folgende Tipps befolgen:

  • Überprüfen Sie URLs von Suchergebnissen oder Werbeanzeigen sorgfältig, bevor Sie darauf klicken. Achten Sie auf subtile Warnsignale wie Rechtschreibfehler ("amaz0n.com" statt "amazon.com"), zusätzliche Zeichen oder unbekannte Domain-Endungen.
  • Gehen Sie niemals über Links, die Sie per E-Mail, SMS oder über soziale Medien erhalten, auf Ticket- oder Wettseiten. Tippen Sie die Adresse immer direkt ein.
  • Seien Sie vorsichtig bei Online-Interaktionen und -Käufen. Kaufen Sie keine Tickets, die außerhalb der offiziellen Kanäle angeboten werden. Und vermeiden Sie Käufe über soziale Medien, WhatsApp-Gruppen oder verdächtige Links.
  • Geben Sie niemals persönliche Daten oder Bankdaten als Antwort auf eine unaufgeforderte Nachricht an, und nutzen Sie nur sichere Zahlungsmethoden.
  • Seien Sie vorsichtig bei gedruckten Tickets oder QR-Codes. Denn diese Formate lassen sich leicht kopieren. Um Betrügern nicht auf den Leim zu gehen, entscheiden Sie sich lieber für digitale Tickets. Stellen Sie sicher, dass Übertragungen nur über offizielle Plattformen erfolgen.
  • Wenn Sie wetten wollen, tun Sie das nur bei seriösen und bekannten Anbietern.
  • Überweisen Sie niemals Geld auf private Konten. Viele nicht verifizierte Wiederverkäufer bieten attraktive Preise gegen Zahlungen über inoffizielle Plattformen oder gegen eine direkte Banküberweisung. Wenn Sie jemand auffordert, außerhalb der offiziellen Plattform zu zahlen, seien Sie misstrauisch. Nur autorisierte Kanäle garantieren gültige Tickets.
  • Aktivieren Sie nach Möglichkeit die Zwei-Faktor-Authentifizierung und verwenden Sie sichere, einzigartige Passwörter oder einen Passwort-Manager, um Ihre Konten zu schützen.
  • Melden Sie sich, wenn Sie einem Betrug zum Opfer gefallen sind. Wenn Sie einen Betrugsversuch entdecken oder darauf hereingefallen sind, wenden Sie sich sofort an das offizielle Ticketunternehmen; erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
  • Ein Antivirenprogramm hilft dabei, Betrugsversuche zu erkennen, und warnt beispielsweise bei verdächtigen E-Mails oder gefälschten Internetseiten.
  • Misstrauen Sie Webseiten mit extremen Rabatten, künstlichem Zeitdruck oder Formulierungen wie "offiziell", ohne dass ein klarer Bezug zur FIFA oder zu bekannten Marken erkennbar ist.

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