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Immobilien in Deutschland: Eigenheim-Traum wird steuerlich bestraft

Дата публикации: 04-07-2026 12:21:20




Wer in Deutschland sein Eigenheim selbst bewohnt, verliert gegenüber Vermietern bis zu 87.000 Euro in 15 Jahren. Eine neue Studie zeigt: Der Staat bestraft Selbstnutzer.



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Immobilien in Deutschland Eigenheim-Traum wird steuerlich bestraft

In keinem anderen Land der EU leben so wenige Menschen in den eigenen vier Wänden wie hierzulande. (Archivbild)

Foto: Peter Kneffel/dpa

Berlin · Wer in Deutschland sein Eigenheim selbst bewohnt, verliert gegenüber Vermietern bis zu 87.000 Euro in 15 Jahren. Eine neue Studie zeigt: Der Staat bestraft Selbstnutzer.

Wer sein Eigenheim oder seine Eigentumswohnung selbst bewohnt, ist in Deutschland gegenüber Vermietern laut einer Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) steuerlich stark benachteiligt. Kauft man etwa eine Wohnung in einer Metropole für 300.000 Euro und zieht selbst ein, verliert man gegenüber einem Vermieter innerhalb von 15 Jahren etwa 87.000 Euro, wie aus der Studie hervorgeht.

Die Rendite auf das eingesetzte Kapital liege in diesem Beispiel bei fast neun Prozent für Vermieter, für Selbstnutzer bei sechs Prozent. Der Grund: Vermieter können ihre Immobilie steuerlich abschreiben und Kosten wie Kreditzinsen und Instandhaltung geltend machen. Selbstnutzern bleibt das verwehrt. Außerhalb der Metropolen liegt der Steuernachteil bei der beispielhaften Wohnung demnach bei 40.000 bis 50.000 Euro.

Deutschland als Sonderfall in Europa

Die Studie vergleicht die Bundesrepublik mit sechs europäischen Ländern, darunter die Niederlande, Frankreich und Österreich. In allen Vergleichsländern begünstigt das Steuerrecht demnach die Selbstnutzung - etwa durch niedrigere Kaufnebenkosten für Eigennutzer oder eine höhere Besteuerung der Vermietung.

Anders in Deutschland: Vermieter erzielen der Auswertung zufolge im Durchschnitt mit rund sieben Prozent die höchste Rendite aller untersuchten Länder, Selbstnutzer die niedrigste.

Wohneigentumsquote in keinem anderen EU-Land so niedrig

Das zeige sich an der Wohneigentumsquote. In keinem anderen Land der Europäischen Union lebten so wenige Menschen in den eigenen vier Wänden wie in Deutschland. 2022 lag die Quote in Deutschland demnach bei nur 44 Prozent - im EU-Schnitt sind es rund 70 Prozent.

„Wohneigentum ist Vermögensaufbau und Altersvorsorge in einem - mit einem Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer für Selbstnutzer könnte der Staat das fördern“, sagte IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. „Viele Menschen träumen vom Eigenheim - doch anders als in vielen anderen europäischen Ländern legt der deutsche Staat ihnen dabei Steine in den Weg.“

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Классификация: Недвижимость. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: -5. Информативность: 6. Источник: rp-online.de.