Was passiert rund um die deutsche Nationalmannschaft nach dem WM-Debakel? Alle News und Entwicklungen beim DFB-Team im Newsblog.
Wird es das Abschieds-Outfit von Adidas? Laut dem Portal Footy Headlines setzt der Sportartikel-Gigant bei seinem letzten DFB-Trikot auf einen Look in elegantem Schwarz. Auf Bildern ist zu sehen, dass das Shirt im Retro-Look mit goldenen Längsstreifen verziert ist. Die drei weißen Adidas-Streifen sind auf den Schultern zu sehen, der V-Ausschnitt ist in Weiß und Gold umrandet. Statt des klassischen Adidas-Logos prangt das Trefoil-Logo auf der Brust, das Dreiblatt-Zeichen des Herstellers aus Herzogenaurach. Ab 2027 wird Nike den DFB ausrüsten.
Ehrenpräsident Uli Hoeneß vom FC Bayern hat sich für ein Engagement von Per Mertesacker beim DFB starkgemacht. „Wenn man acht Jahre lang bei Arsenal war, muss man etwas können – und genau das ist es, was wir jetzt brauchen“, sagte der Münchner Patron der Bild. Mertesacker habe als ehemaliger Profi „große internationale Erfahrung“, betonte Hoeneß: „Er hat immer gezeigt, wie gut er mit Menschen umgehen kann. Und: Er würde es niemals des Geldes wegen machen, sondern weil es ihn reizt, mit seiner Leidenschaft etwas aufzubauen und voranzubringen. Genau diese Leute, die sich selbst hochgedient haben und bereit sind, hart zu arbeiten, brauchen wir jetzt.“ Der Weltmeister von 2014 hat acht Jahre lang erfolgreich die Akademie des englischen Meisters FC Arsenal geleitet. Ein ähnlicher Posten wird beim DFB bald frei: Zum Jahresende gibt Andreas Rettig seinen Job als Geschäftsführer Sport, zuständig für die Bereiche Nationalmannschaften und Akademie, ab.
Für Ligapräsident und DFB-Vize Hans-Joachim Watzke ist die Verpflichtung von Jürgen Klopp als Bundestrainer kein Selbstläufer, auch wenn sich der Verband und der 59-Jährige sehr deutlich zu einer Zusammenarbeit bekannt haben. "Das ist definitiv noch nicht abgehakt. Das muss man alleine schon vor dem Hintergrund des RB-Engagements so sehen", sagte der 67-Jährige im Interview mit dem ZDF. Watzke hob damit ab auf das bis 2029 geschlossene Arbeitsverhältnis von Klopp als Head of Global Soccer beim österreichischen Getränke-Konzern Red Bull. Watzke verwies im übrigen auch darauf, dass es in der Vergangenheit beim Deutschen Fußball-Bund immer wieder Situationen gegeben habe, in denen man sich einer Personalie zu sicher gewesen sei.
Der ehemalige Trainer Arsène Wenger ist von Top-Kandidat Jürgen Klopp als neuem Fußball-Bundestrainer überzeugt. «Der Name Klopp gibt Deutschland die Hoffnung zurück, wieder aufs höchste Niveau zu kommen», sagte der 76 Jahre alte Franzose in der TikTok-Live-Show «Kroos und Kroos: Die WM unter der Lupe» von Weltmeister Toni Kroos. «Aber ob sich dadurch alles verändert, da bin ich mir nicht sicher. Du hast in Deutschland größere Probleme.»
Wenger sieht nach dem vorzeitigen WM-Aus im Sechzehntelfinale in den USA, Kanada und Mexiko vor allem ein Qualitätsproblem im deutschen Team. Daher macht er den Grund für das vorzeitige Scheitern nicht nur am bisherigen Bundestrainer Julian Nagelsmann fest. «Ich glaube nicht, dass er große Fehler in diesem Turnier gemacht hat», sagte der Elsässer.
«Im Moment fehlt Deutschland etwas - man sieht in diesem Turnier, wie wichtig ein richtiger Goalgetter ist», meinte er weiter. Man brauche einen Spieler, der in entscheidenden Momenten trifft, «so wie Harry Kane in England. Aber den gibt es derzeit in Deutschland nicht.»
Wenger brachte es auf die Formel: «Gute Spieler brauchen einen großartigen Trainer. Und großartige Manager brauchen gute Spieler. Man braucht beides zusammen.»
Bayern-Star Jamal Musiala ist nach der Rückkehr von einer enttäuschenden Fußball-Weltmeisterschaft nochmal operiert worden. Das gab der deutsche Rekordmeister bekannt. Demnach wurde beim 23-Jährigen «ein kleiner, geplanter Routine-Eingriff vorgenommen».
Diese Maßnahme gehöre zum normalen medizinischen Ablauf nach seiner schweren Verletzung im vergangenen Sommer, hieß es. Die Operation sei «seit langem für die Zeit nach dem Turnier in Nordamerika festgesetzt» gewesen. Laut «Bild» wurde bei dem Eingriff in der vergangenen Woche in der Unfall-Klinik in Murnau die Metallplatte aus Musialas linkem Fuß entfernt.
Im Juli 2025 hatte sich Musiala einer Operation am linken Bein unterziehen müssen, bei der sein gebrochenes Wadenbein gerichtet und eine schwere Verletzung des Sprunggelenks versorgt wurden. Die Verletzung hatte sich Musiala im Zusammenprall im Viertelfinale der Club-WM 2025 mit Paris-Torwart Gianluigi Donnarumma zugezogen.
Weil Deutschland bei der laufenden Weltmeisterschaft weit unter den Erwartungen geblieben ist, könne Musiala problemlos in die Bayern-Vorbereitung einsteigen. «Durch den Eingriff kann der Offensivspieler die Saisonvorbereitung nach einem klar strukturierten Plan absolvieren, so dass der Auftakt der Pflichtspiele des FC Bayern gewährleistet ist», hieß es.

Der womöglich künftige Bundestrainer Jürgen Klopp ist nach Berichten über eine angebliche Einflussnahme von US-Präsident Donald Trump vor dem WM-Achtelfinale der USA gegen Belgien außer sich. "Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel", sagte Klopp als MagentaTV-Experte.
Der Fußball-Weltverband FIFA hatte die Rot-Sperre von US-Torjäger Folarin Balogun aufgehoben. Der 25-Jährige hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen, nachdem er unabsichtlich auf dem Knöchel seines Gegners Tarik Muharemovic gelandet war. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll Trump bei FIFA-Boss Gianni Infantino angerufen und Druck ausgeübt haben, die Sperre zu überprüfen.
Klopp: "Das stellt alles infrage"
"Wenn das wirklich Trump und Infantino miteinander ausgemacht haben, das ist verrückt. Das stellt alles infrage", sagte Klopp weiter und meinte: "Diese beiden Menschen, die beide keine Ahnung von Fußball haben, sollten gar nichts damit zu tun haben."
Auch inhaltlich kann Klopp, der zurzeit mit dem DFB darüber verhandelt, neuer Bundestrainer zu werden, das Aufheben der Sperre nicht nachvollziehen. "Da gibt es gar keine zwei Meinungen. Das ist eine Rote Karte. So leid uns das tut, weil der Balogun das nicht will. Das sind die Regeln", sagte Klopp.
Der 59-Jährige erinnerte daran, dass die Entscheidung selbst dann schwierig sei, wenn man die Rote Karte als falsch einordnen würde: "Unser Spiel, da leiden wir alle unter Fehlentscheidungen. Trotzdem lernen wir im Laufe des Lebens damit zu leben. Das ist einfach eine Tatsachenentscheidung."
Jürgen Klopp will nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann Bundestrainer werden, doch noch steht die mit Spannung erwartete Entscheidung aus. „Es gibt nichts zu berichten. Sobald es etwas gibt, erfahrt ihr es als Erstes“, sagte der Wunschkandidat des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Sonntag vor dem WM-Achtelfinale zwischen Brasilien und Norwegen in seiner Funktion als MagentaTV-Experte. DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Liga-Präsident Hans-Joachim Watzke werden in Kürze in die USA reisen, um gegenseitige Vorstellungen auszutauschen. Klopp hatte bereits sein grundsätzliches Interesse an dem Job signalisiert. Der Meistermacher von Borussia Dortmund und des FC Liverpool ist bis 2029 allerdings noch als „Head of Global Soccer“ an Red Bull gebunden, eine Ausstiegsklausel gibt es nicht.
Jürgen Klopp soll dem Deutschen Fußball-Bund für das Amt als Bundestrainer zugesagt haben. Das berichtet zumindest Transfer-Experte Fabrizio Romano. Man müsse Details zum Vertrag und auch zu einem Ausstieg als Chefstratege bei Red Bull aber erst noch besprechen, hieß es in einem X-Beitrag Romanos. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht. Und es empfiehlt sich, den Post von Romano genau zu lesen. Neue und belastbare Fakten beinhaltet er nicht.
Der 59-jährige Klopp ist Wunschkandidat des DFB und großer Favorit auf die Nachfolge von Julian Nagelsmann, der nach dem viel zu frühen WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay in der ersten K.-o.-Runde das Amt aufgegeben hatte. Klopp hat danach seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert. Allerdings müsste erst noch sein Vertrag als sogenannter Head of Global Soccer bei Red Bull aufgelöst werden.
Klopps Vertrag bei RB läuft bis 2029. Der DFB muss sich wohl auf eine Ablöse für die Trainer-Ikone einstellen. Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hält sich am Wochenende in England beim Formel-1-Rennen in Silverstone auf.
Fußball-Manager Christian Heidel sieht seinen früheren Weggefährten und langjährigen Freund Jürgen Klopp «wie geschaffen» für das Amt des Bundestrainers. «Jürgen Klopps größte Stärke ist doch, dass er mit Menschen umgehen kann. Er ist ein Menschenfänger», sagte der Sportvorstand des FSV Mainz 05 am Rande eines Testspiels des Bundesligisten mehreren Medien.
«Bei der Nationalmannschaft kommt es in erster Linie auf zwei Dinge an: Du musst die richtigen Spieler auswählen. Und du musst diese Spieler und in der Außenkommunikation die Menschen einfach mitreißen können. Wenn das einer kann, ist das Jürgen Klopp», sagte Heidel weiter.
Der 63-Jährige gilt als der Entdecker des Fußball-Lehrers Klopp, der von 2001 bis 2008 die Rheinhessen trainierte, ehe er seine steile Karriere bei Borussia Dortmund und beim FC Liverpool fortsetzte. Heidel und er gelten seitdem als enge Vertraute. «Und das sage ich jetzt mal außerhalb dieser Freundschaft, dass er ganz sicher die beste Wahl wäre, die überhaupt machbar ist», sagte Heidel. Er halte auch Julian Nagelsmann, der nach dem WM-Debakel der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten ist, für einen überragenden Trainer, aber: «Und ich würde sagen, Empathie, Ausstrahlung, das Emotionale, das ist jetzt nicht unbedingt die große Stärke von Julian, das ist aber die große Stärke von Jürgen Klopp. Deswegen glaube ich auch, dass er ein perfekter Bundestrainer sein könnte.»
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat viele Fehler bei Julian Nagelsmann ausgemacht. Das gesamte Projekt sei «krachend gescheitert», schrieb der 65-Jährige in der «Bild». Die Nationalmannschaft hatte «keine Führung auf dem Platz, keine spielerische Qualität, kein gutes Abwehrverhalten, kein Miteinander. Das war ein reiner Hühnerhaufen.»
Nach dem WM-Aus in der ersten K.-o.-Runde gegen Paraguay war Nagelsmann nach einiger Überlegung von seinem Amt als Bundestrainer zurückgetreten. Nachfolger soll der frühere Liverpool- und BVB-Coach Jürgen Klopp werden. «Mit Klopp als Bundestrainer würde im deutschen Fußball ein anderer Wind wehen», prognostizierte Matthäus.
Nagelsmann habe «zu viele Fehler gemacht», sagte der Weltmeister von 1990. «Mit der Aufstellung, mit der Taktik, auch schon mit der Nominierung für diese WM. Er hatte keinen Plan B, er hat seine Linie stur durchgezogen. Gut gemeinte Ratschläge von außen (was noch verständlich und in Ordnung ist), aber leider auch von innen, ignorierte er offenbar. Und sein Trainerstab bestand nur aus kleinen Nagelsmännern ohne Widerspruch.»
Ein besonderes Manko sieht Matthäus in der Kommunikation des ehemaligen Bundestrainers. «Lieber Nachrichten per WhatsApp als persönliche Gespräche? Eigentlich undenkbar für eine Führungskraft. Nagelsmann war auch viel zu selten bei Vereinsspielen in den Stadien. Oder bei der U21», kritisierte Matthäus.
Doch Nagelsmann trage nicht alleine die Verantwortung. «Auch die Verantwortlichen beim DFB haben einiges falsch gemacht. Sie haben zu lange zugeschaut. Immer in der Überzeugung, dass Nagelsmann ein guter Trainer ist – was er rein technisch sicherlich ist. Und in der Hoffnung, dass es gutgehen würde», sagte der 150-malige Nationalspieler. «Dabei waren die Defizite schon länger zu erkennen. Trotzdem wurde sein Vertrag bis 2028 verlängert. Ohne Not!»
Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg hat in der Debatte um die Nachfolger von Julian Nagelsmann als Fußball-Bundestrainer mit Oliver Glasner einen weiteren Namen ins Spiel gebracht. Er traue dem Österreicher vollauf zu, das Ruder bei der DFB-Elf herumzureißen, schrieb der 57-Jährige in seiner Kolumne für «t-online». «Er hat als Spieler über 400 Erstligapartien bestritten, er kennt das Geschäft in- und auswendig – und hat in seinen bisherigen Stationen bewiesen, was er kann: Talentierte Mannschaften weiterentwickeln», begründete Effenberg seine Idee.
Der 51 Jahre alte Glasner hatte zuletzt Crystal Palace zum Triumph in der Conference League geführt, seinen Vertrag bei dem Premier-League-Club aber nicht verlängert. Überdies ist er übereinstimmenden Medienberichten zufolge als neuer Trainer bei Nottingham Forest vorgesehen. Der Verein hatte sich am Freitag von Chefcoach Vitor Pereira und dessen Co-Trainern getrennt. «Ich sage: Er könnte das – und wäre bereit für diese Aufgabe», meinte Effenberg über Glasner als Bundestrainer.

Rudi Völler war bei der Fußball-Weltmeisterschaft Julian Nagelsmanns Mentor und Beschützer, er trat stets auf wie ein väterlicher Freund – nun soll auch der Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) seinen Rücktritt erwägen. Dies berichtet am Samstag Sport1, eine Entscheidung könnte Völler demnach „schon in der kommenden Woche verkünden“.
Völler, 66, war zunächst nicht zu erreichen, der DFB gab keine Stellungnahme ab. Die Zukunft des Weltmeisters von 1990 dürfte in hohem Maße von den Vorstellungen des neuen Bundestrainers abhängen, allgemein erwartet wird eine Verpflichtung von Jürgen Klopp als Nagelsmanns Nachfolger.
Für Völler ist der DFB stets eine Herzensangelegenheit gewesen. Rief der Verband, war Völler da - so auch, als eine „Task Force“, der er selbst angehörte, Anfang 2023 einen Sportdirektor suchte. Sie fand: Rudi Völler, der schon 2000 - zunächst interimistisch - für den Verband an der Seitenlinie stand, letztlich bis 2004 blieb und mit dem Nationalteam bei der WM 2002 das Finale erreichte. Nach der Entlassung von Bundestrainer Hansi Flick 2023 sprang er sogar noch einmal als Trainer für ein Spiel ein, sein Vertrag läuft bis 2028.

Nach Deutschlands WM‑Aus gegen Paraguay legt TV-Experte Dietmar Hamann mehreren Nationalspielern einen Rücktritt nahe. Die Zitate gibt es hier zum Nachlesen:

DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Bundesliga-Präsident Hans-Joachim Watzke wollen Informationen der Bild-Zeitung zufolge in Kürze mit Jürgen Klopp in den USA sprechen. Ein Flug der Bosse des deutschen Fußballs zu einem Treffen mit dem Wunsch-Bundestrainer solle innerhalb der kommenden zehn Tage erfolgen, um „gegenseitige Vorstellungen auszutauschen“. Vor allem zu seinem ehemaligen BVB-Boss Watzke hat Klopp seit vielen Jahren einen engen Draht.
Der Deutsche Fußball-Bund teilte auf eine diesbezügliche am Samstagmorgen mit, „keine Wasserstandsmeldungen“ zu verkünden. Der Verband hatte am Freitag im Zuge des Rücktritts von Julian Nagelsmann Gespräche mit Klopp angekündigt. Der frühere Dortmunder und Liverpooler Meistermacher, derzeit für MagentaTV in New York als WM-Experte am Mikrofon, erklärte dann am Abend seine grundsätzliche Bereitschaft. Für eine Einigung allerdings müsste Klopp seinen Vertrag als Fußball-Chef des Red-Bull-Konzerns auflösen.
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