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Nach ukrainischen Drohnenangriffen knicken Putins Exporte ein und Russlands Wirtschaft bricht Negativ-Rekorde

Дата публикации: 06-10-2026 05:05:00

Die Ukraine greift immer wieder russische Häfen an. Darum sind Russlands Exporte eingebrochen. Jetzt stellt der Kreml mehrfache Negativ-Rekorde auf. 

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Die Ukraine greift immer wieder russische Häfen an. Darum sind Russlands Exporte eingebrochen. Jetzt stellt der Kreml mehrfache Negativ-Rekorde auf. 

Russlands Türkei-Exporte sind so schwach wie seit 2022 nicht mehr. Ukrainische Angriffe haben dafür gesorgt, dass diese wichtigen Ausfuhren im August um etwa 40 Prozent eingebrochen sind. Unter den betroffenen Gütern befinden sich zwei der wichtigsten Exporte Russlands.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Ukraine greift seit Monaten russische Infrastruktur an.
  • Seit Neuestem nimmt sie bestimmte Häfen am Schwarzen Meer und am Asowschen Meer ins Visier.
  • Von dort fährt Russland üblicherweise Waren im Milliardenwert aus.
  • Diese Exporte brechen jetzt ein.
  • Besonders schmerzlich sind die Verluste bei Getreide- und Ölexporten.
Russlands Wirtschaft verliert 1,1 Milliarden Euro beim Export

Insgesamt hatte Russland Waren im Wert von 1,93 Milliarden US-Dollar (1,71 Milliarden Euro) ausgeliefert. Für den Kreml ist das ein Verlust von um die 1,3 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 1,1 Milliarden Euro. Das geht aus Zahlen des Türkischen Statistikamts hervor, berichtete „Moscow Times“. Sie zeigen eine zunehmende Störung des russischen Handels über das Schwarze Meer sowie das Asowsche Meer – Exporteure sind immer mehr gezwungen, längere und damit teurere Routen zu nehmen, um Waren in die Türkei zu liefern.

Das ist nun das zweite Mal, dass die monatlichen Exporte von Russland in die Türkei unter die 3-Milliarden-Dollar-Marke fallen. Im Februar war das schon einmal passiert, allerdings konnten die Ausfuhren sich danach erholen. Nach China und Indien steht die Türkei auf dem dritten Platz der wichtigsten Handelspartner Russlands.

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Der Grund für diesen Verlust sind die Rückgänge verschiedenster Güter, darunter Kohle, Eisen und Stahl, Kupfer, Kraftstoffe und Getreide. Hier kommt die Ukraine ins Spiel: Im Juli hat sie verstärkt damit begonnen, russische Häfen am Schwarzen Meer und am Asowschen Meer anzugreifen. Unter anderem konnten sie Terminals zerstören, die den Transport von Getreide, Nahrungsmitteln oder Treibstoff managen. Um die 100 Schiffe wurden dabei beschädigt.

Zwei Negativrekorde für den Kreml

Mit dieser Strategie trifft die Ukraine einige der wichtigsten Exportgüter Russlands. Eines davon ist Getreide: Mit etwa 21 Prozent Anteil an den weltweiten Getreideexporten gehört Russland zu den größten Lieferanten dieses wichtigen Rohstoffs. Der Thinktank „Council of Foreign Relations“ sieht wegen dieser Exportkrise am Schwarzen Meer, kombiniert mit Ernteschäden durch El Niño in der südlichen Hemisphäre und einer Dürre in den USA, schon eine massive Nahrungsmittelkrise auf den Planeten zukommen.

Noch wichtiger ist das Öl. Aus dem Verkauf von Öl und Gas gewinnt Russland üblicherweise Milliarden. Die Haushaltsplanung des Kreml steht und fällt mit den Energieexporten – bringen die nicht genug Geld in die Staatskasse, muss die Moskauer Regierung Investitionen und Subventionen streichen. Über die vergangenen Monate hat die Ukraine es geschafft, durch Angriffe auf die Infrastruktur eine Treibstoffkrise innerhalb Russlands auszulösen. Zum Beispiel musste der Kreml Ölprodukte aus dem Ausland kaufen, die zuvor aus seinen eigenen Rohöl-Exporte produziert wurden.

Das Resultat: Im August 2026 sind Russlands Exporterlöse aus den fossilen Brennstoffen auf 604 Millionen Euro pro Tag gefallen. Das Exportvolumen schrumpfte um sieben Prozent. Laut dem „Center for Research on Energy and Clean Air“ (CREA) hat Russland hier den zweiten Negativrekord erzielt: Die Erlöse aus dem Export von Ölprodukten per Schiff fielen im Monatsvergleich um 32 Prozent. So niedrig waren sie seit Beginn der russischen Großinvasion der Ukraine nicht gewesen.

Normalisierung beim Rohöl?

Gerade vor dem Hintergrund der Krise im Nahen Osten spielt die russische Exportschwäche auch für Europa und Deutschland eine wichtige Rolle. Wenn Russland seine gewaltigen Ölreserven nicht für den Export nutzen kann, bleibt den ehemaligen Abnehmern nichts mehr übrig, als sich an andere Händler zu wenden – zum Beispiel an die USA. In einer Zeit, in der der Ölmarkt ohnehin stark unter Druck steht, führt das weltweit zu mehr Wettbewerb und damit zu höheren Preisen im Großhandel. Bei den Autofahrern kommen solche Effekte mit etwas Verzögerung ebenfalls an.

Aktuell sieht es danach aus, als ob sich zumindest ein Teil der globalen Krisen wieder normalisiert. Laut den Analysten von Kpler konnten die Golfstaaten ihre Rohölexporte wieder drastisch steigern. Mittelfristig kann das ein Stück weit den Druck vom Ölmarkt nehmen. Ölexporte aus dem Nahen Osten sind in erster Linie für die asiatischen Abnehmer wichtig. Deutschland bezieht nur geringe Mengen aus dem Persischen Golf.

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