Ein ukrainischer Drohnenangriff hat nach Angaben von Branchenquellen zwei wichtige Getreideterminals im russischen Noworossijsk beschädigt. Der Betrieb wurde vorerst eingestellt.
Ein ukrainischer Drohnenangriff hat nach Angaben von Branchenquellen zwei wichtige Getreideterminals im russischen Noworossijsk beschädigt. Der Betrieb wurde vorerst eingestellt.
Ein ukrainischer Drohnenangriff hat am Mittwoch, 12. August 2026, den Betrieb zweier großer Getreideterminals im russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk unterbrochen. Das berichten vier Branchenquellen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Beteiligten prüften die Schäden zunächst. Noworossijsk ist einer der wichtigsten russischen Häfen für den Export von Getreide. Russland gilt als weltweit führender Weizenexporteur. Ein großer Teil der Lieferungen läuft über Häfen am Schwarzen Meer, darunter Noworossijsk.
Der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, sprach auf Telegram von einer „massiven“ Angriffswelle. Dabei seien mindestens zwei Menschen getötet worden, darunter ein achtjähriges Kind, berichtete Reuters.
Der Angriff traf dabei auch das Getreideterminal von Demetra Holding. Die Anlage verfügt über eine jährliche Exportkapazität von etwa 8,5 Millionen Tonnen. Das Unternehmen bestätigte Schäden, machte aber zunächst keine weiteren Angaben. Auch NKHP stellte den Betrieb ein. Das Unternehmen kann pro Jahr rund 7,1 Millionen Tonnen Getreide umschlagen. Der Eigentümer OZK erklärte, das Terminal sei beschädigt worden. Unter den Beschäftigten habe es keine Verletzten gegeben.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte nach Angaben der französischen Zeitung „L’Indépendant“, dass ukrainische Kräfte hinter dem Angriff standen. Das Blatt berichtete, die Attacke habe Drohnen aus der Luft, unbemannte Boote und Raketen umfasst.
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Der russische Getreideverband warnte bereits im Vormonat, weitere ukrainische Drohnenangriffe könnten die Getreideausfuhren über das Schwarze Meer erheblich beeinträchtigen, schreibt Reuters.
Ein längerer Ausfall der Terminals könnte den weltweiten Handel belasten und die Weizenpreise steigen lassen. Besonders importabhängige Staaten in Afrika und im Nahen Osten könnten betroffen sein. Die vorliegenden Quellen belegen jedoch noch keine konkreten Preissteigerungen oder Versorgungsengpässe.
Noworossijsk beherbergt außerdem Anlagen für den Export von Öl. Dazu gehört Infrastruktur des Caspian Pipeline Consortium, über die kasachisches Öl auf den Weltmarkt gelangt. Für diese Anlagen oder die dort anlegenden Tanker gab es laut Reuters nach dem Angriff zunächst keine Hinweise auf Schäden.