Für viele ist es jetzt die gemütlichste Zeit des Jahres, für andere die teuerste. Petra aus den Niederlanden klagt, dass sie für die Winterkleidung ihrer drei Kinder tief in die Tasche greifen muss.
Für viele ist es jetzt die gemütlichste Zeit des Jahres, für andere die teuerste. Petra aus den Niederlanden klagt, dass sie für die Winterkleidung ihrer drei Kinder tief in die Tasche greifen muss.
Petra (43) aus den Niederlanden ist verheiratet, hat drei heranwachsende Söhne und arbeitet als Referentin in der Verwaltung. Sie verdient netto etwa 3000 Euro. Auf ihrem Sparkonto liegen knapp 8000 Euro. Obwohl sie regelmäßig einige hundert Euro spart und grundsätzlich froh über ihre finanzielle Rücklage ist, wächst das Guthaben nur langsam, da immer wieder Ausgaben für die Kinder anstehen. Vor allem für die kommende Jahreszeit.
„Gerade wenn ich eine ordentliche Summe beiseitegelegt habe, tauchen ‚plötzlich‘ Herbst- und Wintermäntel, Regenhosen und Stiefel auf, die wieder angeschafft werden müssen“, klagte sie gegenüber der niederländischen Plattform „Metronieuws“. Jedes Jahr unterschätze sie, wie viel das letztlich koste. „Ich brauche für die Wintergarderobe meiner Söhne mein Erspartes“.
,regionOfInterest=(799,607)&hash=357610fee24f326aeae3fdd3310acbca690478d868dc70b0cefd5119498514b9)
So hat sie letzte Woche drei winterfeste Jacken für die Jungen für rund 225 Euro gekauft. Hinzu kamen unter anderem Regenhosen, Stiefel, Mützen und Handschuhe. Sie versucht, Kosten zu reduzieren, indem sie günstigere Kleidung kauft und tragbare Sachen zwischen den Brüdern weitergibt. Allerdings funktioniere das Weitergeben von Kleidung unter den Brüdern nur „in der Theorie“, da die Kleidung in der Praxis meist Löcher oder nicht entfernbare Flecken aufweise.
ANZEIGE
ANZEIGE
„Viele Menschen denken beim Sparen an große Ziele wie ein Auto, einen Urlaub oder eine Küchenrenovierung. Aber gerade diese kleineren Käufe, ob notwendig oder nicht, summieren sich erheblich, besonders wenn man Kinder hat“, so die Dreifachmutter zu „Metronieuws“.
,regionOfInterest=(1148,716)&hash=5c1da5c6501f7f0b77516db9f59415815d720601cf7ed346fd8bb3069d9f7d2b)
Ob Kleidung, Lebensmittel oder Unterhaltung: Wie Petra leiden viele unter den steigenden Kosten in vielen Bereichen des Lebens. Um im Alltag Geld zu sparen, empfehlen Experten Einkäufe gut zu planen, Preise zu vergleichen und vorhandene Lebensmittel vollständig zu nutzen. Ein Haushaltsbuch schafft einen Überblick über die eigenen Ausgaben und hilft dabei, ein realistisches Budget aufzustellen. Dabei kann die 50-30-20-Regel Orientierung geben: 50 Prozent des Netto-Einkommens für notwendige Ausgaben, 30 Prozent für persönliche Wünsche und 20 Prozent für Rücklagen oder die Tilgung von Schulden.
Auch beim Energieverbrauch und bei laufenden Verträgen gibt es Sparpotenzial. Geräte sollten nicht unnötig im Stand-by-Modus bleiben, und Streaming- oder andere Abonnements können regelmäßig überprüft und gekündigt werden, wenn sie nicht gebraucht werden. Wer häufiger das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel nutzt und das Auto seltener fährt, kann zusätzlich Ausgaben für Benzin, Wartung und Reparaturen reduzieren.