Georgia Stathpoulous und Olga Chaski haben das Cateringunternehmen «Ach Re Mána» gegründet. Mit hausgemachten griechischen Spezialitäten für Feste aller Art lassen die beiden Frauen traditionelle Familienrezepte aufleben.
«Ach Re Mána» heisst der neue Cateringservice von Olga Chaski und Georgia Stathopoulou (v.l.).Kim Wyttenbach
In der Küche von Georgia Stathopoulou in Erlinsbach SO riecht es nach Gewürzen und frisch gebackenem Brot. Gemeinsam mit Olga Chaski räumt sie die letzten Küchenutensilien weg. Dann setzen sich die beiden Frauen an den Tisch. Jetzt müssen die Pita-Brote auskühlen.
Stathopoulou und Chaski haben diesen Herbst gemeinsam das Cateringunternehmen «Ach re Mána « eröffnet. Sie bieten griechische Spezialitäten nach überlieferten Familienrezepten an. «Wir kochen so, wie wir es von unseren Müttern und Grossmüttern gelernt haben», sagt Stathopoulou.
Die 39-jährige ist in Erlinsbach aufgewachsen, ihre Eltern stammen aus Griechenland. Seit bald 20 Jahren führt sie an der Aarauerstrasse 2 ihren Coiffeursalon Georgia. Mit ihrem Mann hat sie zwei Kinder. Chaski (44) stammt aus Athen und lebt seit acht Jahren in der Schweiz. «Ich bin der Liebe wegen hierhergezogen», erzählt sie. Die gelernte Pflegefachfrau hat drei erwachsene Kinder. Heute arbeitet sie als Postzustellerin und wohnt in Stetten.
Die beiden Frauen lernten sich über Chaskis Partner kennen. Bei gemeinsamen Essen und gegenseitigen Einladungen entwickelte sich eine Freundschaft. Sie kochten füreinander, tauschten Rezepte aus und gaben sich Tipps, wie sich die Gerichte noch verfeinern liessen.
Die Liebe zum Kochen begann in ihrer KindheitDie Begeisterung fürs Kochen begleitet beide Frauen seit ihrer Kindheit. Chaski lernte es von ihren beiden Grossmüttern. «In der Küche zu stehen und zu kochen war Teil des Familienlebens und spielte eine grosse Rolle», erzählt sie.
Auch Stathopoulou verbindet viele Erinnerungen mit dem Kochen. Während der Sommerferien in Griechenland half sie ihrer Grossmutter, für die grosse Verwandtschaft zu kochen. «Meine Mutter hatte sieben Geschwister, da kamen bei uns viele Leute zusammen», sagt sie lachend. Auch später bereitete sie gemeinsam mit ihrer Schwiegermutter Gerichte für die Familie zu.
Diese Gastfreundschaft prägt die beiden Frauen bis heute. An einem gewöhnlichen Sonntag sitzen schon einmal 20 Personen gemeinsam am Tisch. Vorsichtshalber wird immer für ein paar Gäste mehr gekocht. «Bei uns sind alle willkommen», sagt Chaski.
Erfolg an der Fasnacht gab den AnstossAus dem Kochen für Familie und Freunde entstand schliesslich die Idee, ihre griechischen Spezialitäten auch anderen anzubieten. «Ich begann damit, meiner Kundschaft zur Weihnachtszeit griechisches Gebäck zu schenken», erinnert sich Stathopoulou. Zur Osterzeit bot sie in ihrem Coiffeursalon auch griechischen Osterzopf und Biskuits zum Verkauf an.
«Vor eineinhalb Jahren war ich dann erstmals mit einem Essensstand an der Erlinsbacher Fasnacht», erzählt Stathopoulou. Dieses Jahr stand Chaski mit ihr hinter dem Stand. Gemeinsam boten sie unter anderem Souvlaki, Tzatziki, Pita-Brot, verschiedene Kuchen und Loukoumades an. «Das sind frittierte Teigbällchen, die wir entweder mit Honig oder mit Schokoladenglasur servieren», erklärt Chaski.
Dass alles hausgemacht war, sei bei den Besucherinnen und Besuchern besonders gut angekommen, erzählt Chaski. Stathopoulou nickt zustimmend. «Die positiven Rückmeldungen an der Fasnacht haben uns ermutigt, unser eigenes Catering zu gründen.»
Gekocht wird in der gut ausgestatteten Küche von Stathopoulou. Sie schaut sich um: «Mein Mann sagt jeweils, ich hätte schon ein Restaurant.» Einzig Wärmeplatten mussten die beiden zusätzlich anschaffen. In der Küche sind sie ein eingespieltes Team. Sie teilen die Aufgaben untereinander auf und wissen, was gerade ansteht.
Von Apéro-Platten bis MoussakaOb Geburtstag, Taufe, Hochzeit oder Familienfest: Mit ihren griechischen Spezialitäten möchten Stathopoulou und Chaski dazu beitragen, dass ihre Kundschaft besondere Momente gemeinsam geniessen kann. Auch für Jubiläen und Trauerfeiern bereiten sie Speisen zu. «Auf Wunsch begleiten wir den Anlass direkt vor Ort», fügt Chaski an. Das Angebot reicht von griechischem Teiggebäck über Apéro-Platten bis hin zu gefüllten Weinblättern und Chabiswickeln mit Reis. «Dazu kommen Klassiker wie Moussaka, Souvlaki und griechische Salate», ergänzt Stathopoulou. Auch saisonale Spezialitäten für Weihnachten und Ostern sind vorgesehen. Wein, Bier und weitere Getränke können ebenfalls bestellt werden.
Inzwischen sind die frisch gebackenen Pita-Brote abgekühlt und bereit. Stathopoulou richtet sie auf einem Teller an und stellt ein Schälchen Tzatziki dazu. Dabei erzählt sie: «Den Namen Ach re Mána haben wir bewusst gewählt.» Sinngemäss bedeutet er «Ach, Mama!» - ein Ausruf, mit dem sich die Familie bei der Mutter für das wunderbare Essen bedankt. Diese Liebe zum Essen und die Verbundenheit mit der Familie möchten die beiden Frauen weitergeben. «Unsere Gerichte sind hausgemacht, authentisch und schmecken wie zu Hause in Griechenland.»
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