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Wandel bei den Bestäubern: Wildbienen in Europa werden seltener

Дата публикации: 19-10-2026 19:00:00

Viele Wildbienenarten werden in Europa seltener, während einige andere Bestäuber mehr werden. Eine neue Studie zeigt, wie sich die Artenwelt innerhalb eines Jahrhunderts verändert hat.

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Männchen der Rostroten Mauerbiene ruht auf Blüten der Gämswurz

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Bestäuber

Jahrhundertstudie: Europas Wildbienen werden seltener

Stand: 19.10.2026 21:00 Uhr

Eine Jahrhundertanalyse mit mehr als vier Millionen Funddaten zeigt: Viele Wildbienenarten kommen heute in Europa seltener vor als früher. Bei Schwebfliegen zeichnet sich allerdings ein anderer Trend ab. Die Forschenden sehen in dem Rückgang zwar keinen flächendeckenden Artenschwund, aber einen deutlichen Wandel unter den Bestäubern.

von MDR WISSEN

Wildbienen haben es in Europa in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend schwer gehabt. Das zeigt eine europaweite Studie unter Leitung des Spanischen Forschungsrats. Demnach sank die Wahrscheinlichkeit, eine Bienenart in einem bestimmten Gebiet nachzuweisen, innerhalb von 100 Jahren im Schnitt um rund ein Drittel.

Kein Aussterben, aber ein Wandel

Für seine Analyse hat das Forschungsteam mehr als vier Millionen Funddaten aus den Jahren 1921 bis 2020 ausgewertet. Erfasst wurden damit rund 88 Prozent der europäischen Bienen- und Schwebfliegenarten. Bei den Schwebfliegen zeigt sich ein anderes Bild: Ihre Vorkommen nahmen im untersuchten Zeitraum im Durchschnitt zu. Die Forschenden weisen allerdings darauf hin, dass dieser Trend mit Unsicherheiten behaftet ist.

Honigerzeugung ein Imker hat seine Bienenvölker am Rand eines blühenden Rapsfeldes abgestellt.

Die Zahl der Arten beider Insektengruppen blieb in vielen europäischen Regionen vergleichsweise stabil. Regional gibt es jedoch deutliche Unterschiede: In den Gegenden am Atlantik gingen die Artenzahlen bei Bienen und Schwebfliegen zurück. In den Alpen nahm die Vielfalt der Bienen dagegen sogar zu – möglicherweise, weil wärmeliebende Arten infolge des Klimawandels in höhere Lagen vordringen. Insgesamt fanden die Forschenden bei rund 91 Prozent der untersuchten Arten noch Nachweise aus den Jahren 2001 bis 2020. Hinweise auf ein großflächiges Aussterben von Bestäuberarten in Europa gibt es demnach nicht.

Warum der Naturschutz wichtig bleibt

Dass viele Arten weiterhin vorkommen, bedeutet nicht, dass es ihnen gut geht. Während manche Bestäuber seltener werden, breiten sich andere aus, bilanzieren die Forschenden. Besonders empfindliche Arten geraten allerdings unter Druck. Dadurch verändert sich die Zusammensetzung der Bestäubergemeinschaften – mit möglichen Folgen für die Bestäubung von Pflanzen. Die Forschenden sehen deshalb Handlungsbedarf: Natürliche Lebensräume müssen besser geschützt und geschädigte Flächen wiederhergestellt werden.

Martínez-Núñez, Carlos et al.: Historical trends show more declining than increasing species among European pollinators. In: PNAS Vol. 123, Iss. 0 (2026). DOI: 10.1073/pnas.2600774123.

(PM/kie)

Eine Biene sitzt auf Lavendel der teilweise bereits verblueht (verblüht) ist.

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Ein Bienenschwarm, in deren Mitte eine Königin zu sehen ist
Furchenbiene oder auch Schmal-Biene (Lasioglossum cf. costulatum, Lasioglossum spec), beim Blüenbesuch
Eine Biene fliegt in einem Garten zu einer Löwenzahnpflanze.

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