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Texte, Musik und ein Iso Rivolta: Das war der HomBuch-Auftakt in Homburg

Дата публикации: 13-10-2026 13:43:00




Wer hätte das gedacht? SR3-Star Susanne Wachs managte einst Mireille Mathieu im deutschsprachigen Raum. Nicht die einzige unterhaltsame Anekdote, die es zum Auftakt des Literaturfestivals zu hören gab.



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Texte, Musik und ein Iso Rivolta Das war der HomBuch-Auftakt in Homburg

Homburg · Wer hätte das gedacht? SR3-Star Susanne Wachs managte einst Mireille Mathieu im deutschsprachigen Raum. Nicht die einzige unterhaltsame Anekdote, die es zum Auftakt des Literaturfestivals zu hören gab.

13.10.2026 , 15:43 Uhr

Beim HomBuch-Auftakt im Lesefestival in Homburg gestalteten (von links) Bernhard Leonardy, Susanne Wachs und Roland Kunz den Abend.

Beim HomBuch-Auftakt im Lesefestival in Homburg gestalteten (von links) Bernhard Leonardy, Susanne Wachs und Roland Kunz den Abend.

Foto: Sebastian Dingler

Das war ein vergnüglicher und unterhaltsamer Abend, so lautete einhellig der Tenor nach dem Auftakt des diesjährigen Homburger Lesefestivals HomBuch.

HomBuch-Auftakt in Homburg: Konfuzius, volle Regale und viele Lacher

Festivalleiter Hans-Joachim Burgardt hatte dazu drei prominente Protagonisten der saarländischen Kulturszene eingeladen: SR3-Moderatorin Susanne Wachs, die durch die Radiosendung „Lieder und Chansons“ bekannt ist und über die man auch erstaunlich Neues erfuhr: Etwa dass sie 20 Jahre lang die Managerin von Mireille Mathieu war, zumindest was deren Auftritte im deutschsprachigen Raum betraf.

In Person von Roland Kunz traf sie auf einen SR-Kollegen, der sich neben seiner Arbeit als Moderator auch einen Namen als Musiker gemacht hat. Bernhard Leonardy wiederum ist der künstlerische Leiter der Musikfestspiele Saar sowie Kantor der Basilika in Saarbrücken. Ihm gehörte auch der Oldtimer, der auf dem Rasen des Siebenpfeifferhauses die Blicke auf sich zog.

Bilderstrecke zuletzt aktualisiert:

13.10.2026

Wie der Iso Rivolta auf den Rasen des Siebenpfeifferhauses kam

Dabei handelte es sich um ein Exemplar des Iso Rivolta 300, von dem es vielleicht noch 350 Stück gibt auf der ganzen Welt. Oldtimer-Sammler Leonardy hatte das schöne Coupé nicht ohne Grund mitgebracht: Im Februar dieses Jahres erschien nämlich der Roman „Villa Rivolta“ von Daniel Speck, der von der italienischen Industriellenfamilie Rivolta handelt. Daraus las der Musiker als letzten offiziellen Beitrag des Abends. „Mal ehrlich Jungs, einen Iso Rivolta kauft man im Gegensatz zu einem Ford nicht aus Sparsamkeit“, sagt darin eine Protagonistin.

Zurück an den Anfang: Da machte Burgardt mit der kurzen und launigen Eröffnungsrede gleich klar, dass es sich hier um einen kurzweiligen Abend im voll besetzten Saal des Siebenpfeifferhauses handelte. Konfuzius habe schon gesagt: Wenn deine Bücherregale voll sind, dann bau dir ein neues. Damit hatte Burgardt die Lacher auf seiner Seite.

Beim HomBuch-Lesefestival in Homburg sang das Publikum am Ende gemeinsam das Lied „Die Gedanken sind frei“. Vorne links: Hauptsponsor Dr. Peter Theiss.

Beim HomBuch-Lesefestival in Homburg sang das Publikum am Ende gemeinsam das Lied „Die Gedanken sind frei“. Vorne links: Hauptsponsor Dr. Peter Theiss.

Foto: Sebastian Dingler

Max Frisch, Ferdinand von Schirach und die Lieblingsbücher der Gäste im Trialog

Humorvoll ging es auch im Trialog weiter, etwa als Kunz zu Leonardy sagte, dieser habe nicht nur die Musikfestspiele, sondern auch die Frisur von seinem Vater übernommen. Der SR-Moderator hatte auch gleich eine Aufgabe für den Tastenmann dabei: Er lese ihm ein paar Zeilen aus dem Gedicht „Lady of Silence“ von E. E. Cummings vor, danach solle Leonardy auf dem Flügel etwas dazu improvisieren – was diesem scheinbar mühelos gelang.

Anschließend bot Kunz seine eigene Vertonung des Gedichtes dar. Dann folgte wieder etwas ganz anderes, nämlich der Text eines Stückes von Georges Moustaki – offenbar kannte Wachs den großen Chansonnier gut. Sie sprach die französische Version zur Pianobegleitung von Leonardy. Das Buch, das sie mitgebracht hatte, war Homo Faber von Max Frisch. Mit 15 sei das ihre Schullektüre gewesen, auf die sie überhaupt keine Lust gehabt, die sie aber umso mehr in ihren Bann gezogen habe.

„Lieber laut und falsch als leise und richtig“: Der Saal singt „Die Gedanken sind frei“

Kunz wiederum hatte das im vergangenen Jahr erschienene Büchlein „Regen: Eine Liebeserklärung“ von Ferdinand von Schirach dabei. Was ihn daran so fasziniert habe, seien die „Mäanderströme des Hirns“, die der Autor dabei verarbeitet habe.

Zu guter Letzt verwandelte sich das Publikum in einen großen Chor, der „Die Gedanken sind frei“ intonierte nach Leonardys Devise „lieber laut und falsch als leise und richtig“. Da machte auch der anwesende Hauptsponsor der HomBuch, Peter Theiss, mit voller Inbrunst mit. (lwg/nlk)

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