Die grünen Wegweiser an saarländischen Radwegen sollen 2029 neuen weißen Schildern weichen. Die saarländische Verkehrsministerin Petra Berg (SPD) muss die geplante Steuergeldverschwendung durch den Austausch von Radwege-Schildern stoppen, meint unser Autor Florian Rech.
Meinung | Saarbrücken · Die grünen Wegweiser an saarländischen Radwegen sollen 2029 neuen weißen Schildern weichen. Die saarländische Verkehrsministerin Petra Berg (SPD) muss die geplante Steuergeldverschwendung durch den Austausch von Radwege-Schildern stoppen, meint unser Autor Florian Rech.
11.10.2026 , 20:30 Uhr
Ist der geplante Austausch von Tausenden Schildern an saarländischen Radwegen sinnvoll? Unser Autor sagt klar nein.
Foto: BeckerBredelSehr geehrte Frau Ministerin Berg, wir müssen über Radwege-Schilder reden. Es ist kein Beinbruch, wenn man einen Plan aufgibt, sobald man merkt, das dieser, sagen wir mal, nicht allzu gut durchdacht ist. Ihr Beschluss, mehrere Tausend grüne Radwege-Schilder, die noch völlig in Ordnung sind, wegzuschmeißen und durch neue weiße Wegweiser zu ersetzen, ist so ein unausgegorener Plan. Gerade einer Umweltministerin sollte klar sein, dass dieses Vorhaben weder nachhaltig ist, noch dass so Steuergelder sinnvoll und sparsam eingesetzt werden.
„Ja, aber die Einheitlichkeit“, heißt es immer wieder aus dem Ministerium, „grüne und weiße Schilder, über Jahre gleichzeitig im saarländischen Radverkehr, das geht doch nicht.“ Warum eigentlich nicht?
Das geplante, noch unbeschilderte Alltagsradverkehrs-Netz und das schon mit grünen Wegweisern ausgewiesene touristische Radrouten-Netz sind doch im Grunde unterschiedliche Systeme mit nur wenigen Überschneidungen. Wäre es wirklich so schlimm, wenn im touristischen Netz die Schilder erst mal hängen bleiben? Würde das wirklich dazu führen, dass zig Radfahrer, irritiert durch die Farbe der Wegweiser, durch das Saarland irren? Sicher nicht.
Um weiteren Schaden vom Steuerzahler abzuwenden, empfiehlt das Verkehrsministerium den Kommunen inzwischen sogar, gar keine Wegweiser an neuen Radwegen bis zum großen Schilder-Tausch 2029 aufzustellen. Frei nach dem Motto: Lieber gar nicht als in der falschen Farbe beschildern. Tolle Idee, das hilft Radfahrern ganz sicher bei der Orientierung.
Wer als Politiker eine ganz offensichtlich schlechte Entscheidung fällt, Gelder der Bürger verschwendet und trotz zahlreicher deutlicher Warnhinweise auf dem falschen Weg bleibt, zeigt nur eins: Man hat völlig die Richtung verloren. Noch kann Ministerin Berg das Gegenteil beweisen. Und den Schilder-Tausch-Irrsinn einfach abblasen.