Thermomix TM6 oder TM7? COMPUTER BILD nimmt die beiden Küchenmaschinen von Vorwerk im Praxistest unter die Lupe, und zwar bei Pizzateig, Sahne und einem Lachsgericht. Lohnt sich der Umstieg auf den TM7?

Im Vergleich: der etablierte Thermomix TM6 (links) und der neue TM7.
Foto: COMPUTER BILD/Christian Lohse
Thermomix TM6 oder TM7? COMPUTER BILD nimmt die beiden Küchenmaschinen von Vorwerk im Praxistest unter die Lupe, und zwar bei Pizzateig, Sahne und einem Lachsgericht. Lohnt sich der Umstieg auf den TM7?
Multifunktionsgeräte sind aus modernen Küchen kaum noch wegzudenken. Sie dämpfen, braten, zerkleinern, kneten Teig und führen oft mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen durch Rezepte. Diese Küchenmaschinen vereinen mehrere Geräte in einem und automatisieren vielerlei Arbeitsschritte.
Im Mittelpunkt dieses Tests stehen zwei Modelle, die den Markt maßgeblich geprägt haben: der Thermomix TM6 und sein Nachfolger, der Thermomix TM7. Mit einem Preis von 1.549 Euro ist das neue Modell aktuell deutlich teurer als sein Vorgänger. Doch was bietet der TM7 wirklich mehr, abgesehen von größerem Display, neuem Verriegelungssystem und modernisiertem Design? COMPUTER BILD hat beide Küchenmaschinen mit Kochfunktion im direkten Vergleich getestet. Sahneschlagen, Pizzateigkneten, Suppengrundstock und ein Lachsgericht mussten beide Geräte unter identischen Bedingungen meistern, ohne Zusatzwissen aus Foren oder von Vorwerk-Repräsentantinnen. Die zentrale Frage lautet daher: Lohnt sich der Umstieg auf den TM7 oder bleibt der TM6 die bessere Wahl?
Das Wichtigste in KürzeVorwerk
Der erste Blick auf den Thermomix TM7 sorgte bei uns für gemischte Gefühle. Einerseits wirkt das neue Design in Schwarz mit klaren Linien moderner und aufgeräumter, andererseits auch ein bisschen urnenhaft. Die Optik ist am Ende aber Geschmackssache. Unstrittig ist jedoch, dass Vorwerk seine Küchenmaschine mit Kochfunktion sichtbar weiterentwickelt hat.

Der neue TM7-Mixtopf bringt ohne Deckel mit 1.740 Gramm gut 600 Gramm mehr auf die Waage als der TM6-Topf. Das liegt an der plissierten Verschalung, die ihn zwar ausgezeichnet isoliert, das Handling aber erschwert.
Foto: COMPUTER BILD/Christian Lohse
Das flachere Gehäuse steht auf drei Füßen, zwei davon gummiert. Das verbessert die Standfestigkeit und erleichtert das Verschieben auf der Arbeitsplatte. Ein separates Ausziehtablett, wie es beim TM6 sinnvoll war, ist damit nicht mehr nötig.
Beim Mixtopf bleibt das Volumen mit 2,2 Litern unverändert. Die neue, plissierte Isolierung schützt besser vor Hitze, bringt aber etwas mehr Gewicht mit sich. Einen echten Ausguss gibt es weiterhin nicht, lediglich eine abgeflachte Stelle. Flüssigkeiten erfordern daher nach wie vor etwas Vorsicht beim Umfüllen.
Zubehör im Wandel: Was passt noch, was nicht?Beim Zubehör trennt Vorwerk klar zwischen alten und neuen Lösungen. Alles, was direkt im Mixtopf verwendet wird, wie Rühraufsatz oder Schälerwelle, ist weiterhin kompatibel. Aufsätze, die auf den Deckel kommen, etwa der "Gemüse Styler", passen hingegen nicht mehr zum neuen Verriegelungssystem des TM7. Um Gemüse zu Raspeln oder in Scheiben zu schneiden werden beim neuen Modell rund 160 Euro zusätzlich fällig (130 Euro beim TM6).

Weiß trifft Schwarz: Im direkten Vergleich wirkt der neue TM7 (rechts) deutlich moderner. Das schlanke, matte Design mit Rippenstruktur hebt sich vom runderen, glänzenden Look des TM6 ab.
Foto: COMPUTER BILD/Christian Lohse
Der Deckel selbst wurde ebenfalls verändert. Der Mini-Messbecher mit Sichtfenster entfällt, stattdessen bleibt nur eine kleine Öffnung. Dafür wächst der Varoma deutlich. Mit bis zu 6,8 Litern bietet er fast doppelt so viel Volumen wie beim TM6. Für große Portionen oder längeres Gemüse ist das ein klarer Vorteil. Der Deckel bleibt blickdicht, was im Alltag jedoch kaum stört, da durch Kondenswasser ohnehin wenig zu erkennen wäre.

Deutlich zu erkennen: Die Öffnung im Deckel des Thermomix TM7 (rechts) ist quasi geschlossen. Das verhindert zwar Spritzer, aber man kann nicht mehr in den Topf schauen, was beim TM6 möglich war.
Foto: COMPUTER BILD/Christian Lohse
Der neue Spatel fällt länger aus und besitzt eine flexible Silikonfläche sowie eine integrierte Drehhilfe. Das erleichtert das Lösen von Teigresten und das sichere Herausnehmen des Gareinsatzes, auch wenn sich die Handhabung zunächst ungewohnt anfühlt.

Der Spatel des TM7 (links) hat eine längere Silikonfläche und ist damit besser zum Abschaben geeignet. Außerdem lässt sich der Messereinsatz des "Thermis" mit dem unteren Ende des neuen Spatels bewegen. Der TM6-Spatel besitzt hingegen einen cleveren Tropfschutz, den wir etwas vermissen. Aber mit beiden Versionen kann der User den Dampfgareinsatz aus dem Mixtopf heben.
Foto: COMPUTER BILD/Christian Lohse
Ein Spritzschutz oder ein gedrucktes Kochbuch liegen dem TM7 nicht mehr bei. Während der TM6 noch das Buch "Einfach. Selbst. Gemacht" mitlieferte, setzt Vorwerk nun vollständig auf Cookidoo. Nach der ersten Internetverbindung sind etwa 200 Rezepte auch ohne Abo nutzbar.
Vorwerk
Mit dem TM7 verabschiedet sich Vorwerk vom Drehregler. Gesteuert wird die Küchenmaschine mit Kochfunktion ausschließlich über das 10-Zoll-Touchdisplay. Im Test reagiert es zuverlässig, auch mit nassen oder öligen Fingern. Die Bedienung erinnert an Smartphone oder Tablet und wirkt modern, erfordert für TM6-Umsteiger aber etwas Eingewöhnung.
Die Ersteinrichtung gelingt schnell. WLAN, Sprache und Cookidoo-Konto sind zügig eingerichtet. Guided Cooking bleibt das zentrale Element und erlaubt nun eine flexible Anpassung der Portionsgrößen.

Cookidoo fehlt natürlich auch beim frischen Mitglied der Vorwerk-Familie nicht. Neu ist die verbesserte Sortierung nach Zeit, Portionen und Kategorie direkt im Gerät – und optisch macht es auch mehr her.
Foto: COMPUTER BILD/Christian Lohse
Parallel zum neuen Gerät wurde Cookidoo überarbeitet. Der Wochenplaner ist übersichtlicher, die Filtersuche präziser. Eine KI soll Rezepte künftig individueller sortieren. Neu ist der digitale Zwilling, der Zutaten im Mixtopf erkennt und den Fortschritt auf dem Display anzeigt. Für erfahrene Nutzerinnen und Nutzer bleibt das eher ein nettes Extra.

Der TM7 zeigt mit dem "digitalen Zwilling" (rechts), was genau zu tun ist, etwa den Deckel abnehmen, aufsetzen oder Zutaten einfüllen. Praktisch: Gibt man die Zutaten in den Topf, erkennt das Gerät sie automatisch und hakt sie in der Liste ab.
Foto: COMPUTER BILD/Niels Starnick
Vorwerk bewirbt den TM7 als leisesten Thermomix aller Zeiten. In niedrigen Stufen bestätigt sich dieser Eindruck. Beim sanften Rühren oder Mixen arbeitet die Küchenmaschine mit Kochfunktion deutlich leiser als der TM6, die Geräusche wirken dumpfer und weniger hochfrequent.
Sobald jedoch mehr Leistung gefragt ist, etwa beim Zerkleinern von Suppengemüse, steigt auch beim TM7 die Lautstärke auf über 80 Dezibel. In diesem Bereich unterscheidet er sich kaum vom TM6. Flüsterleise bleibt also relativ.

Im Test misst die Redaktion die Betriebslautstärke beider Modelle. Der TM7 (rechts) läuft auf Stufe 2 leiser als der TM6, sogar deutlich. Die Werte in der App zeigen dies nicht wirklich, da selbst das Geräusch des Blitzes lauter war als der TM7 im Betrieb.
Foto: COMPUTER BILD/Christian Lohse
Eine der wichtigsten Neuerungen ist das offene Kochen. Bis Stufe 2 kann der TM7 ohne verriegelten Deckel betrieben werden. Zutaten lassen sich während des Laufens ergänzen, Umrühren und Abschmecken sind einfacher. Im Alltag ist das ein klarer Vorteil gegenüber dem TM6.

Auch beim TM7 ist die Auswahl der Programme einfach und intuitiv. Die neue Funktion "Offenes Kochen" erlaubt erstmals das Arbeiten ohne Deckel.
Foto: COMPUTER BILD/Christian Lohse
Ebenfalls neu ist die frei einstellbare Brattemperatur von bis zu 160 Grad Celsius im manuellen Modus. Beim TM6 ist diese Temperatur nur innerhalb geführter Rezepte möglich. Der TM7 liefert hier bessere Röstergebnisse, etwa bei Zwiebeln, Fleisch oder Gemüse.
Viele bekannte Programme bleiben erhalten, darunter Sous-vide-Garen, Slow Cooking, Fermentieren und Dampfgaren. Laut Hersteller wurden einige Funktionen leicht optimiert, etwa der Reinigungsmodus. Beim Dampfgaren passt sich das Programm jetzt automatisch dem größeren Varoma an. Für Funktionen wie Reiben, Schneiden oder Spiralschneiden braucht es weiterhin Zubehör.
Reinigung: Zwischen Komfort und NervereiBei der Reinigung zeigen sich beide Küchenmaschinen mit Kochfunktion ähnlich. Alle abnehmbaren Teile sind spülmaschinenfest. Das Basisgerät wird per Hand gereinigt. Die neue Messerlösung des TM7 ist komfortabler: Beim TM6 muss der untere Mixtopffuß gedreht und abgezogen werden, um das Messer zu entfernen. Beim TM7 genügt dafür das Verschieben des seitlichen Hebels – einfach und bequem.

Praktisches Detail beim TM7: Über einen Schieberegler an der Unterseite des Mixtopfs lässt sich das Messer jetzt bequem entnehmen – das erleichtert die Reinigung deutlich.
Foto: COMPUTER BILD/Niels Starnick
Beide Modelle, TM6 und TM7, bringen automatisierte Reinigungsprogramme mit. Sie heißen zum Beipiel etwa "Teig" oder "Basisreinigung". Beim TM7 stört allerdings etwas, dass die Info, dass Wasser vorab eingefüllt werden muss, sich unter den "Tipps" versteckt. Bei der eigentlichen Programmauswahl ist nicht die Rede davon, dass Wasser eingefüllt werden soll. Auch in der gedruckten Schnellstart-Anleitung fehlt dieser Hinweis.
Online gibt es ein Erklärvideo, aber wer schaut das schon freiwillig vor dem Saubermachen an? Zugegeben, hier kommen am Ende wahrscheinlich Tipps und Hinweise der Markenrepräsentantinnen und -repräsentanten zum Tragen, die beim Einstieg in die Thermomix-Welt helfen.

Klickt man auf den Modus "Vorspülen", kommt in unserem Test beim TM6 die Info, dass man vor Start des Programms Wasser und Spülmittel hinzugeben soll. Diese Nachricht kann deaktiviert werden, wenn das Vorgehen bekannt ist.
Foto: COMPUTER BILD/Christian Lohse

Der TM7 visualisiert die Reinigungsprogramme anschaulicher als sein Vorgänger. Kritikpunkt: Man sieht zwar Wasser und Schaum bei einigen Symbolen, aber nicht, wie viel benötigt wird. Diese Info versteckt sich oben rechts in der Ecke unter dem Punkt "Tipps anzeigen". Ein Pop-up wie beim TM6 gab es beim Testgerät nicht.
Foto: COMPUTER BILD/Christian Lohse
Wie beim TM6 zieht sich auch beim TM7 das Stromkabel nicht automatisch zurück, es muss händisch verstaut werden. Bei einem Premiumgerät hätte man hier durchaus etwas mehr erwarten können. Uns nervt das ungemein, allerdings sehen wir im großen
Vergleich der Küchenmaschinen mit Kochfunktion, dass die meisten
Thermomix-Alternativenleider nicht mehr Komfort liefern …
Wie schon den TM6 haben wir den TM7 in der Praxis getestet, und zwar mit den exakt gleichen Gerichten. Wir haben uns ausschließlich an die offiziellen Cookidoo-Rezepte gehalten, so wie sie auf dem jeweiligen Gerät angezeigt werden. Tipps und Tricks aus der Community oder von Thermomix-Repräsentantinnen und -repräsentanten haben wir bewusst nicht berücksichtigt: Wenn also im Rezept kein Hinweis auf Gehenlassen im Varoma-Behälter oder die Nutzung eines bestimmten Modus oder Programms enthalten ist, dann gehörte das auch nicht zum Test.
Unterm Strich zeigt der Thermomix TM7 bei unseren Alltagstests eine durchaus vergleichbare Leistung wie sein Vorgänger – mit leichten Vorteilen beim Handling und beim Garen und mit leichten Nachteilen beim Sahneschlagen.
Vorwerk
Thermomix TM6
Vorwerk
Thermomix TM7
Mit dem Thermomix TM7 bringt Vorwerk ein spürbar weiterentwickeltes Modell auf den Markt, das in vielen Details nachlegt. Das größere Touchdisplay, das aufgeräumtere Design, die neue Verriegelung und vor allem das offene Kochen sorgen im Alltag für mehr Flexibilität. Auch die höhere manuell einstellbare Temperatur von bis zu 160 Grad Celsius ist ein klarer Fortschritt und macht das Anbraten deutlich einfacher als beim TM6.
Trotzdem bleibt der grundsätzliche Charakter der Küchenmaschine mit Kochfunktion erhalten. Viele Funktionen, Programme und Ergebnisse sind bei beiden Modellen sehr ähnlich. Der TM6 liefert weiterhin überzeugende Ergebnisse beim Kneten, Dampfgaren, Zerkleinern und Kochen und wird laut Hersteller noch lange mit Software-Updates versorgt. Einschränkungen bleiben dennoch bestehen, etwa beim fehlenden Ausguss, beim weiterhin manuellen Kabelmanagement oder bei der aktuell eingeschränkten Zubehör-Auswahl. Unterm Strich ist der TM7 eine gelungene Weiterentwicklung, während der TM6 auch 2026 eine starke und nach wie vor konkurrenzfähige Alternative bleibt – und laut Vorwerk seit Ende Februar 2026 auch als professionell wiederaufbereitete ReNewed-Version direkt beim Hersteller erhältlich ist, je nach Qualitätsstufe für 949 Euro oder 1.099 Euro.
Wir finden: Für bestehende TM6-Besitzerinnen und -Besitzer besteht kein zwingender Wechselbedarf. Die Unterschiede sind im Alltag spürbar, aber keine Revolution. Wer hingegen neu in die Welt der Küchenmaschinen mit Kochfunktion einsteigt oder von einem deutlich älteren Thermomix-Modell kommt, erhält mit dem TM7 das modernere und komfortablere Gesamtpaket.
Der TM7 kommt mit einer Grundausstattung. Darin enthalten sind das Grundgerät mit Mixtopf, Deckel und Varoma-Behälter, ein Dampfgareinsatz, ein Spatel sowie der Rühraufsatz. Außerdem sind die ersten drei Monate Cookidoo auch hier kostenlos inkludiert.
Ich habe eine Allergie. Kann ich beim TM7 endlich bei den Rezepten ein spezielles Lebensmittel ausklammern?Leider ist dies in der Cookidoo-App immer noch nicht möglich. Vorwerk macht aber Hoffnung und verspricht hier eine Anpassung – auch weil das von der ziemlich lebendigen Thermomix-Community schon lange gefordert werde.
Was genau ist der sogenannte digitale Zwilling?Der TM7 ist mit einem tabletartigen Display ausgestattet. Hier sieht man dank des eingebauten Sensors in Echtzeit, wenn neue Zutaten im Mixtopf landen. Sprich: Die Anzeige spiegelt das wider, was in den Topf kommt. Vorwerk nennt dies den digitalen Zwilling.
Gibt es den TM7 nur in Schwarz?Ja, Vorwerk hat hier auf einen Wunsch der Community reagiert und dieses Modell ausschließlich in Schwarz geplant. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass es limitierte Modelle in anderen Farben geben könnte. So war es schließlich auch beim Vorgänger TM6.
Sind die neuen KI-Funktionen kostenpflichtig?Für die neuen Cookidoo-Funktionen hat Vorwerk bislang keine zusätzlichen Kosten angekündigt. Der KI-gestützte Cookidoo-Assistant soll die Suche nach Rezepten, Kochideen und Menüvorschlägen erleichtern, während die Rezept-Übersetzung internationale Cookidoo-Rezepte in weiteren Sprachen zugänglich macht. Beide Neuerungen werden als Teil des bestehenden Cookidoo-Ökosystems eingeführt. Für die Nutzung ist weiterhin ein aktives Cookidoo-Abonnement erforderlich.
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