Saugen und Wischen in einem Zug – die absolute Wunderwaffe gegen den Putzstress? Wir haben die neuesten Modelle gnadenlos im Labor gequält. Das Ergebnis deckt schonungslos auf, wer Böden wirklich porentief reinigt – und wer nur den Schmutz verteilt!
Saugen und Wischen in einem Zug – die absolute Wunderwaffe gegen den Putzstress? Wir haben die neuesten Modelle gnadenlos im Labor gequält. Das Ergebnis deckt schonungslos auf, wer Böden wirklich porentief reinigt – und wer nur den Schmutz verteilt!
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Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Staubsaugen und Wischen in einem Rutsch – Saugwischer sollen gleich zwei Aufgaben auf einmal erledigen und so den Hausputz spürbar erleichtern. Kein Wunder, dass der Markt wächst: Immer mehr Hersteller setzen auf smarte Technik mit App-Steuerung, KI-Unterstützung oder Heißwasserfunktion. Doch wie gut arbeiten die Kombigeräte wirklich im Alltag? COMPUTER BILD hat sechs aktuelle Modelle getestet – mit teils überraschenden Unterschieden bei Reinigung, Handhabung und Komfort.
Testsieger: Roborock F25 ACE ProRoborock
399,00 EUR
Im Test punktete der Roborock F25 ACE Pro mit einem besonderen Feature: Statt nur Wasser aufzutragen, erzeugt das Gerät auf Knopfdruck einen Reinigungsschaum. Dieser verteilt sich gleichmäßig auf dem Boden und löst selbst eingetrocknete Verschmutzungen zuverlässig an. Ob Kaffee, angetrocknete Marmelade oder Ketchup – im Vergleich entfernte der F25 ACE Pro hartnäckige Flecken sichtbar schneller als viele Konkurrenzmodelle. Der Schaum bindet den Schmutz, die hohe Saugleistung nimmt ihn direkt wieder auf. Das Ergebnis sind gründlich gereinigte Böden ohne störende Schlieren.
Auch beim Bedienkomfort sammelte der Testsieger Pluspunkte. Die automatische Selbstreinigung arbeitete effektiv: In der Station wird die Walze gründlich gespült und anschließend getrocknet. Das reduziert den Pflegeaufwand und beugt Geruchsbildung vor. Über die App lassen sich Einstellungen anpassen, Programme starten und das Gerät bequem steuern.
Ganz ohne Kritik bleibt der F25 ACE Pro jedoch nicht. Eine LED-Beleuchtung an der Düse fehlt, wodurch dunkle Bereiche schlechter ausgeleuchtet sind. Zudem gibt es keinen reinen Saugmodus – Saugen ohne gleichzeitiges Wischen ist nicht möglich.
Preistipp: Mova X4 ProMOVA
X4 Pro
234,99 EUR
Der Mova X4 Pro überzeugte mit starker Reinigungsleistung und solider Ausstattung zum fairen Preis. Im Test entfernte er nahezu alle Flecken zuverlässig, nur angetrocknete Marmelade verlangte zwei Durchgänge, angetrockneter Kaffee drei. Milch, Öl und Ketchup waren dagegen nach einem Wisch Geschichte. Praktisch: Eine LED-Beleuchtung an der Düse macht Staub und Krümel selbst in dunklen Ecken sichtbar. Der Saug- und Wischroboter arbeitet leise (69 bis 71 dB), läuft rund 45 Minuten auf niedrigster Stufe und passt dank 12 Zentimeter Bauhöhe bequem unter niedrige Möbel. Einziger Nachteil: Ein eigener Antrieb fehlt – auf großen Flächen merkt man das Gewicht nach einiger Zeit deutlich. Trotzdem bietet der X4 Pro ein rundes Gesamtpaket aus Leistung, Komfort und Preis.
So haben wir getestetWie gut ein Saugwischer wirklich putzt, zeigt sich erst, wenn es ernst wird – mit Milch, Ketchup & Co. Um das herauszufinden, hat COMPUTER BILD alle Modelle im Labor und im Alltag antreten lassen. Die Testflächen bestanden aus Fliesen und Vinyl, präpariert mit allem, was im Haushalt nervt: angetrockneter Kaffee, Joghurt, Marmelade, Öl, Agavendicksaft und Haferflocken mit Milch. Besondere Aufmerksamkeit galt der Reinigungsleistung – denn sie entscheidet am Ende, ob das Gerät glänzt oder durchfällt. Zusätzlich maßen wir die Lautstärke in der Lautheitsbox, die Laufzeit auf hoher und niedriger Stufe, die Trocknungszeit, die Kantenreinigung und die Streifenfreiheit. Extrapunkte gab es für Heißwasser- oder Dampfmodus, App-Steuerung, große Tanks und eine Selbstreinigung, die ihren Namen verdient.

Auf Fliesen und Vinyl müssen die Geräte zeigen, wie gut sie Schmutz, Flecken und Staub wirklich beseitigen.
Foto: COMPUTER BILD
In der Ausstattung zeigen die Saugwischer im Test, wie unterschiedlich sie auf den Alltag vorbereitet sind. Alle Modelle haben Anzeigen für den Modus und Akkustand – mit einer Ausnahme: Der Rowenta X-Clean 10 verzichtet auf eine Akkuanzeige. Praktisch sind die Sprachansagen, die bei allen Geräten informieren, wenn Frischwasser fehlt oder der Schmutzwassertank voll ist. Unterschiede gibt es bei der Beleuchtung: Nur der Roborock F25 Ultra und der Mova X4 Pro besitzen eine LED-Leuchte an der Düse, die Schmutz unter Möbeln und in dunklen Ecken sichtbar macht.
Bei den Reinigungsmodi liegen Dreame H15 Pro Heat, Rowenta X-Clean 10 und Roborock F25 ACE Pro vorn – alle drei bieten fünf Programme. Der Dreame setzt mit Heißwasser-Modus, Turbostufe und intelligenter Schmutzerkennung das stärkste Technik-Statement. Der Roborock kontert ohne Heißwasserfunktion, dafür mit Max-, Eco-, Schwamm-, Bodentrocknungs- und Auto-Modus – also Programmen für Power, Sparbetrieb und gezielte Pflege.
Der Roborock F25 Ultra und der Mova X4 Pro müssen sich mit vier Modi begnügen. Technisch spannend wird es beim Mova trotzdem: Sein Ultra-Modus bereitet das Wasser elektrolytisch auf und erhitzt es auf bis zu 80 Grad – das verspricht eine besonders hygienische Reinigung.

Die LED-Leuchte an der Düse wirft Licht in dunkle Ecken und unter Möbel – dort, wo der Staub sonst verborgen bleibt.
Foto: Stefan Beetz / BILD
Vier der sechs Testgeräte lassen sich per App steuern – doch der Funktionsumfang unterscheidet sich deutlich. Der Dreame H15 Pro Heat und der Roborock F25 Ultra sowie F25 ACE Pro bieten hier die meisten Möglichkeiten. Neben Statusanzeigen und Einstellungen für Wasser- und Saugleistung lassen sich beide sogar fernsteuern: Legt man den Sauger flach auf den Boden, kann man ihn über virtuelle Pfeiltasten auf dem Smartphone bewegen – fast wie in einem Videospiel. Im Alltag ist das zwar mehr Spielerei als Notwendigkeit, aber nützlich, wenn man Staub unter Bett oder Sofa beseitigen will, ohne sich zu verrenken.
Beim Mova M50 und dem Tineco Floor One S9 bleiben die Apps auf einfache Basisfunktionen beschränkt. Sie zeigen den Akkustand, den aktuellen Reinigungsmodus und warnen, wenn Frischwasser fehlt oder der Schmutzwassertank voll ist. Der Rowenta X-Clean 10 und der Mova X4 Pro kommen komplett ohne Anwendung aus – was im Alltag kaum stört, da sich beide bequem über Tasten am Griff bedienen lassen.

Dreame bietet in der App den größten Funktionsumfang – von präziser Einstellung der Wasser- und Saugleistung bis hin zur Fernsteuerung unter Sofas oder Betten.
Foto: COMPUTER BILD / Screenshot
Wenn Saugwischer eines beweisen, dann, dass Putzen längst kein Kraftakt mehr sein muss. Alle Modelle liegen gut in der Hand, gleiten geschmeidig über den Boden und kommen dank flachem 180-Grad-Design auch fast überall hin, wo sonst nur Wollmäuse wohnen – unter Sofas, Betten und Kommoden. Der Tineco Floor One S9 legt mit einem 90-Grad-Gelenk noch eine Drehung drauf: Er biegt mühelos um Stuhlbeine und wischt selbst in engen Ecken souverän durch. Am schlanksten zeigen sich der Tineco Floor One S9 Artist, der Roborock F25 Ultra, der F25 ACE Pro und der Mova X4 Pro mit 12 Zentimeter Bauhöhe. Der Dreame H15 Pro Heat misst 13 Zentimeter, Mova M50 und Rowenta X-Clean 10 rund 14 – das ist immer noch flach genug für den Hausputz unter dem Couchtisch.
Der klappbare Griff des M50 erwies sich im Alltag als praktisches Detail. Damit lässt sich der Sauger noch flacher kippen und kommt unter Möbel, wo andere längst aufgeben. Das schont den Rücken und spart lästiges Nacharbeiten – im Test gab es dafür Extrapunkte.
Fast alle Modelle haben außerdem einen eigenen Antrieb, der die Bürsten mitschiebt und das Gerät fast von selbst über den Boden zieht. Das ist besonders angenehm bei längeren Reinigungsrunden oder großen Flächen – der Sauger schiebt, man lenkt. Nur der X4 Pro bleibt auf Muskelkraft angewiesen – das merkt man spätestens, wenn der Wohnzimmerboden zur kleinen Fitness-Einheit wird.

Die Saugwischer liegen gut in der Hand und lassen sich leicht führen.
Foto: Stefan Beetz / BILD
Im Test wischte sich der Roborock F25 ACE Pro an die Spitze. Besonders bei klebrigen und eingetrockneten Verschmutzungen zeigte die Schaumfunktion ihre Stärke: Rückstände wurden sichtbar angelöst und anschließend zuverlässig aufgenommen. Milch, Öl oder Saft entfernte das Gerät meist in einem Durchgang, selbst zäher Agavendicksaft stellte kein ernsthaftes Problem dar. Auf Fliesen wie auf Vinyl hinterließ der F25 ACE Pro ein gleichmäßiges, sauberes Wischergebnis.
Knapp dahinter platzierte sich der Mova X4 Pro. Flüssigkeiten saugte er nahezu rückstandslos auf, bei stark angetrocknetem Schmutz benötigte er jedoch etwas mehr Zeit. Auch der Mova M50, der Roborock F25 Ultra und der Tineco Floor One S9 Artist reinigten gründlich, müssen sich im direkten Vergleich aber knapp geschlagen geben. Ganz anders der Rowenta X-Clean 10: Für Ketchup brauchte er bis zu neun Anläufe – das ist eher Schrubben als Wischen.
Bei der Kantenreinigung zeigte der Roborock F25 Ultra, wie es geht. Er kommt bis auf 10 Millimeter an Sockelleisten heran und nimmt Schmutz auch dort auf, wo andere Geräte kapitulieren. In Küchen und an Türrahmen hinterlässt er saubere Linien, während der Dreame H15 Pro Heat mit 25 Millimetern deutlich mehr Abstand hält – hier bleibt ein schmaler Streifen, der nach dem Trocknen an das erinnert, was eigentlich verschwinden sollte.

Der Mova X4 Pro überzeugte im Test mit der besten Reinigungsleistung. Er entfernte selbst hartnäckige Flecken in nur einem Zug.
Foto: Stefan Beetz / BILD
Streifen sind insgesamt selten, doch der X-Clean 10 und der X4 Pro hinterließen leichte Spuren. Beide verteilten etwas mehr Wasser, als sie aufnehmen, was auf dunklen Böden feine Schatten im Licht hinterlässt – wie kleine Erinnerungen ans Putzen.
Beim Trocknen gab der Floor One S9 das Tempo vor. Nach rund 170 Sekunden war der Boden wieder begehbar, ideal also, wenn Besuch schneller kommt als geplant. Der Mova X4 Pro ließ sich mit 380 Sekunden doppelt so viel Zeit – wer auf Hochglanz wartet, braucht hier ein bisschen Geduld.
WassertankBei der Tankgröße trennte sich im Test schnell das Wasser vom Schmutz – im wahrsten Sinne des Wortes. Die größten Frischwassertanks bieten der Roborock F25 Ultra, der F25 ACE Pro und der Tineco Floor One S9 mit jeweils 1.000 Millilitern. Damit lassen sich mehrere Räume in einem Durchgang reinigen, bevor nachgefüllt werden muss. Deutlich kleiner sind die Behälter des Dreame H15 Pro Heat, Rowenta X-Clean 10 und Mova X4 Pro mit jeweils 800 Millilitern – beim Großputz ist hier öfter Nachfüllen angesagt. Beim Schmutzwassertank hat der Floor One S9 mit 750 Millilitern die Nase vorn, während der H15 Pro Heat mit 650 Millilitern am schnellsten voll ist.
Praktisch: Der Roborock F25 Ultra und der Mova M50 haben ein separates Fach für Reinigungsmittel. So lässt sich das Mittel gleichmäßig dosieren, ohne dass man selbst mischen muss.
Im Test punktete der H15 Pro Heat zudem mit der besten Trennung von grobem Schmutz und Wasser. Das erleichtert das Entleeren und verhindert unliebsame Überraschungen im Waschbecken – hier landet nur das, was wirklich in den Abfluss gehört.

Der H15 Pro Heat trennt Schmutz und Wasser am saubersten, was das Entleeren deutlich erleichtert.
Foto: Stefan Beetz / BILD
Nach dem Putzen übernehmen die Saugwischer die Drecksarbeit selbst – zumindest fast alle. Jede Bürste wird automatisch gespült, aber nicht jede gleich gründlich. Der Roborock F25 Ultra, der F25 ACE Pro und der Dreame H15 Pro Heat zeigen hier, wie es richtig geht: Beide reinigen ihre Walzen mit 100 Grad heißem Wasser und trocknen sie anschließend bei etwa 90 Grad – da hat Schmutz keine Chance, und auch muffige Gerüche bleiben aus. Der Mova X4 Pro spült ebenfalls mit heißem Wasser (80 Grad). Das klappt ordentlich, nur kleine Rückstände bleiben sichtbar. Der Rowenta X-Clean 10 muss ohne Heißwasserfunktion auskommen – hier ist noch Handarbeit gefragt.

Der Roborock F25 Ultra und der Dreame H15 Pro Heat reinigen ihre Bürsten mit 100 Grad heißem Wasser und trocknen sie automatisch – so bleiben keine Rückstände oder Gerüche zurück.
Foto: Stefan Beetz / BILD
Wie ausdauernd die Saugwischer wirklich sind, zeigte sich im Härtetest – auf höchster und niedrigster Stufe. Den längsten Atem bei voller Leistung bewies der Dreame H15 Pro Heat, der ganze 40 Minuten durchhielt. Dem Roborock F25 Ultra ging dagegen nach 20 Minuten die Puste aus. Im Sparmodus drehte sich das Bild: Hier zeigte der Roborock F25 Ultra Ausdauer und hielt 60 Minuten durch, während der Tineco Floor One S9 Artist mit nur 27 Minuten frühzeitig aufgab. Beim Laden entschied sich, wer schnell wieder einsatzbereit war: Der Mova M50 stand nach 165 Minuten wieder unter Strom, während der Floor One S9 Artist für eine volle Akkuladung deutlich länger an der Steckdose hing.

Der Dreame H15 Pro Heat hält im Power-Modus bis zu 40 Minuten durch – Spitzenwert im Test. Der F25 Ultra läuft im Eco-Modus am längsten, ganze 60 Minuten am Stück.
Foto: Stefan Beetz / BILD
Im Testlabor mussten alle Saugwischer in der Lautheitsbox zeigen, wie laut sie im Alltag wirklich werden. Am ruhigsten arbeiten der Dreame H15 Pro Heat und der Rowenta X-Clean 10 mit rund 65 Dezibel – etwa so laut wie ein normales Gespräch am Küchentisch. Der Roborock F25 Ultra hebt sich mit 73 Dezibel schon deutlicher hervor und klingt damit eher wie ein Föhn auf mittlerer Stufe. Der Mova X4 Pro landet mit 70 Dezibel genau dazwischen. Podcasts oder Serien kann man also auch beim Putzen noch verstehen – nur im Turbomodus wird es schwierig, da übertönt der Wischer jedes Hörspiel.

Der Dreame H15 Pro Heat und der Rowenta X-Clean 10 arbeiten mit 65 dB angenehm leise – der Roborock F25 Ultra ist mit 73 dB deutlich lauter.
Foto: COMPUTER BILD
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Moderne Saugwischer zeigten im Test, wie viel Technik inzwischen in der Bodenreinigung steckt – doch nicht jedes Gerät lieferte auch überzeugende Ergebnisse. Neuer Testsieger ist der Roborock F25 ACE Pro. Er bot die beste Reinigungsleistung im Vergleich, löste selbst hartnäckige Verschmutzungen zuverlässig und kombinierte das mit durchdachter App-Steuerung und hohem Bedienkomfort. Aktuell das stärkste Gesamtpaket im Testfeld.
Preis-Leistungs-Tipp ist der Mova X4 Pro. Er bietet viel Ausstattung, darunter LED-Beleuchtung und Heißwassermodus, zum fairen Preis. Der fehlende Eigenantrieb kostet etwas Komfort, schmälert das starke Gesamtbild aber nur gering.
Der Dreame H15 Pro Heat überzeugte technisch, wirkte im Handling jedoch etwas schwerfälliger. Der Tineco Floor One S9 Artist punktete mit Wendigkeit, verlor aber durch kurze Laufzeit und hohen Preis. Der Mova M50 eignet sich dank langer Akkulaufzeit und klappbarem Griff besonders für kleinere Wohnungen, muss jedoch auf einige Komfortfeatures verzichten. Schlusslicht bleibt der Rowenta X-Clean 10, dem im direkten Vergleich wichtige Ausstattungsmerkmale fehlen.