Wo Energieeffizienz beim Wohnungskauf am teuersten ist: In Miesbach, Garmisch-Partenkirchen und Emden sind die Aufpreise besonders hoch.
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Eine energetische Sanierung verbessert die Energieeffizienz Ihres Hauses und kann dazu beitragen, Ihre Heizkosten zu senken. imago images / McPHOTO Dienstag, 08.09.2026, 08:04
Gut gedämmte Häuser mit hoher Energieeffizienzklasse kosten im Schnitt 759 Euro mehr pro Quadratmeter. In einigen Regionen ist der Aufpreis aber deutlich im vierstelligen Bereich.
Wer ein gut gedämmtes Haus kauft, spart später Heizkosten. Doch Häuser mit den Energieeffizienzklassen A, B, C und D sind auch deutlich teurer als ihre Pendants mit den schlechteren Klassen E, F, G und H. Im Schnitt zahlen Wohnungskäufer bundesweit einen Aufpreis von 759 Euro pro Quadratmeter. Das meldet der Postbank Wohnatlas 2026. Das sind etwa 30 Prozent extra für eine gute Energieeffizienz. Bei einer Eigentumswohnung mit 100 Quadratmetern macht das 75.900 Euro extra aus.
Das sind aber nur die Durchschnittswerte. Je nach Region schwanken die Aufpreise. Hier zahlen Sie am meisten extra:
- Landkreis Miesbach (Bayern): Der Landkreis Miesbach gehört mit Quadratmeterpreisen von rund 7700 Euro sowieso schon zu den teuersten Regionen Deutschlands. Dabei gibt es aber einen großen Unterschied je nach Energieeffizienz. Für Wohnungen mit den Klassen A, B, C und D werden im Schnitt 9500 Euro fällig. Das ist ein Aufpreis von 3133 Euro gegenüber Wohnungen mit den Klassen E-H. Diese kosten nur 6400 Euro pro Quadratmeter im Schnitt. Nirgendwo in Deutschland ist der Aufpreis höher. Er macht rund 49 Prozent aus. Das wiederum ist zwar überdurchschnittlich, aber deutlich von der Spitzengruppe entfernt.
- Landkreis Garmisch-Partenkirchen (Bayern): Im Feriengebiet in den Alpen kostet der Quadratmeter rund 6000 Euro. Mit einer schlechten Energieeffizienzklasse sind es aber nur rund 5800 Euro. Für eine gute Effizienz zahlen Sie hingegen einen Aufpreis von rund 2200 Euro und landen so bei 8000 Euro pro Quadratmeter. Relativ gesehen sind das etwa 39 Prozent extra.
- Landkreis Schleswig-Flensburg (Schleswig-Holstein): Rund um die Stadt Flensburg an der dänischen Grenze liegen die Kosten für den Quadratmeter mit 3300 Euro weit unter dem Niveau nahe der bayerischen Alpen. Doch wer hier Energieeffizienz haben möchte, muss ordentlich draufzahlen. In den Klassen E-H kosten Eigentumswohnungen im Schnitt nur knapp 2000 Euro pro Quadratmeter. In den Klassen A bis D sind es 4100 Euro. Mit 107,5 Prozent (oder 2100 Euro) ist das zugleich der dritthöchste relative Aufpreis Deutschlands.
Noch extremer werden die Unterschiede, wenn man den Aufpreis ins Verhältnis zum Preis schlechterer Wohnungen setzt. Dann liegen zwei andere Regionen ganz vorne.
- Werra-Meißner-Kreis (Hessen): Der Werra-Meißner-Kreis liegt am östlichen Rand Hessen zwischen der Großstadt Kassel und der Grenze zu Thüringen. Auf rund 1000 Quadratkilometern leben hier nur knapp 100.000 Menschen. Diejenigen, die hier eine Wohnung mit guter Energieeffizienz haben wollen, müssen aber ordentlich draufzahlen. In den Klassen A bis D kostet der Quadratmeter im Schnitt 2800 Euro. Das ist bereits weit über dem Durchschnitt des Landkreises. Der liegt bei 1700 Euro pro Quadratmeter. In den schlechteren Klassen E bis H gibt es Wohneigentum hingegen sogar schon ab 1350 Euro pro Quadratmeter. Der absolute Aufpreis von 1450 Euro ist bundesweit nicht an der Spitze. Der relative Aufpreis von 108,5 Prozent hingegen ist der zweithöchste bundesweit.
- Emden (Niedersachsen): Den höchsten relativen Aufpreis besitzt aber Emden. Die Mittelstadt nahe der niederländischen Grenze weist einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von rund 2000 Euro aus. Das ist bundesweit gesehen günstig. Während Wohnungen in schlechten Energieeffizienzklassen durchschnittlich für knapp 1500 Euro angeboten werden, sind es bei den guten Klassen jedoch rund 3200 Euro. Das ist ein Aufpreis von 1700 Euro oder 115,4 Prozent. Damit führt Emden das deutschlandweite Ranking an.
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