Hansi Kraus wurde als „Lausbub“ zum Kinderstar und verdiente mit seinen Filmen schon als Jugendlicher viel Geld. Davon hatte er selbst aber nichts.
Hansi Kraus wurde als „Lausbub“ zum Kinderstar und verdiente mit seinen Filmen schon als Jugendlicher viel Geld. Davon hatte er selbst aber nichts.
„Meine Eltern haben mich als – oder meine Mutter vor allem – als Goldesel betrachtet“, sagt Kraus im Gespräch mit SWR-Moderator Jörg Assenheimer im Podcast „Assenheimers Promitalk“.
Kraus schildert weiter, dass seine Eltern seine Einnahmen verwalteten. Von den hohen Summen, die er als junger Schauspieler verdiente, habe er selbst zunächst wenig gehabt.
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Kraus wurde 1964 durch die „Lausbubengeschichten“ bekannt. Wenig später übernahm er die Rolle des Pepe Nietnagel in der Reihe „Die Lümmel von der ersten Bank“. Die Filme machten ihn zu einem der bekanntesten deutschen Kinderstars seiner Generation.
Wie hoch seine Gagen damals waren, hatte Kraus bereits früher selbst erzählt. Im Gespräch mit der „Abendzeitung“ berichtete er, für seinen ersten „Lausbuben“-Film 3.000 Mark für 30 Drehtage bekommen zu haben. Beim zweiten Film seien es bereits 8.000 Mark gewesen. Seine höchste Gage innerhalb der „Lümmel“-Reihe habe schließlich 35.000 Mark betragen.
Für einen Jugendlichen waren das erhebliche Summen. Kraus hatte allerdings keinen eigenen Überblick darüber, was mit seinen Einnahmen geschah.
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Besonders deutlich beschrieb Kraus die Situation bereits 2017 im Gespräch mit der „tz“. Seine Eltern hätten ihm seine Filmgagen vorenthalten und für eigene Zwecke verwendet, sagte er damals. Als er später selbst eine Familie gegründet hatte, habe er seine Eltern gefragt, wo sein Geld sei.
Die Antwort seiner Mutter, die er auch im aktuellen Podcast wiederholt, sei gewesen: „Dir gehört gar nichts.“ Zu diesem Zeitpunkt hätten seine Eltern bereits ein Reihenhaus in Taufkirchen gekauft, so Kraus. Er habe daraufhin einen Rechtsanwalt eingeschaltet, der die finanziellen Vorgänge für ihn aufarbeitete.
Auch an seine erste Gage erinnert sich Kraus bis heute. Gegenüber der „Abendzeitung“ sagte er 2012: „Meine Eltern haben sich einen Farbfernseher gekauft.“ Erst später habe er selbst von angespartem Geld sein erstes Auto finanziert.
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