Neue Osnabrücker Zeitung: Osnabrück (ots) - Die Industrie hat Bereitschaft signalisiert, im Gegenzug für Reformen und Bürokratieabbau eine Anhebung der Erbschaftsteuer zu akzeptieren. "Wenn ein Gesamtpaket steht, in dem jeder seine Last trägt, wo auch der Staat liefert, ...
02.10.2026 – 01:00
BDI signalisiert Bereitschaft zu ErbschaftsteuerreformOsnabrück (ots)
Die Industrie hat Bereitschaft signalisiert, im Gegenzug für Reformen und Bürokratieabbau eine Anhebung der Erbschaftsteuer zu akzeptieren. "Wenn ein Gesamtpaket steht, in dem jeder seine Last trägt, wo auch der Staat liefert, mit Bürokratieabbau und Staatsmodernisierung, dann sind wir bereit, unseren Teil zu leisten", sagte BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner auf die Frage der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz), ob höhere Steuern auf extrem hohe Erbschaften die Akzeptanz für Reformen stärken könnten. "Das Bundesverfassungsgericht wird demnächst ein Urteil zur Erbschaftssteuer fällen. Lassen Sie uns das Urteil abwarten und danach eine Lösung finden", sagte Gönner in dem "noz"-Interview.
Zugleich betonte sie: "Der BDI wird sich dafür einsetzen, dass Unternehmen weiterhin steuerbegünstigt vererbt werden können, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben und diese Unternehmen in die Zukunft geführt werden." Das Betriebsvermögen liege häufig in Maschinen, in Gebäuden und in Anlagen. "Kann die Erbschaftsteuer nicht aus privatem Vermögen finanziert werden, muss Geld aus dem Unternehmen gezogen werden. Das schwächt die finanzielle Basis des Unternehmens, erschwert Investitionen und kann die Unternehmensnachfolge und Arbeitsplätze gefährden."
Die SPD pocht seit Langem auf höhere Steuern für besonders hohe Erbschaften. Die CDU ist in der Frage gespalten.
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