Neubau statt Seitenlage: Mit ihrer Entscheidung hat die Taskforce eine der wichtigsten Weichen für die Region gestellt. Was jetzt auf Autofahrer, Anwohner, Unternehmen und Pendler zukommt.
Stand: 29.09.2026, 18:30 Uhr

Neubau statt Seitenlage: Mit ihrer Entscheidung hat die Taskforce eine der wichtigsten Weichen für die Region gestellt. Was jetzt auf Autofahrer, Anwohner, Unternehmen und Pendler zukommt.
Aalen. Die Entscheidung ist gefallen: Die neue Kochertalbrücke soll an derselben Stelle entstehen wie das bestehende Bauwerk. Für viele Menschen in der Region bleiben dennoch Fragen offen. Die wichtigsten Antworten finden Sie nachfolgend im Überblick.
Was hat die Taskforce in Sachen Kochertalbrücke entschieden?Die bestehende Kochertalbrücke zwischen Unterkochen und Oberkochen wird abgerissen und an derselben Stelle neu gebaut. Ein Neubau neben der heutigen Brücke – die sogenannte Seitenlage – wird nicht weiterverfolgt. Die Stadt Aalen hatte sich für diese Variante eingesetzt, das Regierungspräsidium aber andere Pläne verfolgt.
Welche Personen gehören der Taskforce an?Die Entscheidung fiel am Montag, 28. September, in einer eigens eingerichteten Taskforce von Verkehrsministerin Nicole Razavi (CDU). Vertreten waren unter anderem Regierungspräsidentin Susanne Bay (Grüne), die Landtagsabgeordneten Winfried Mack (CDU), Tim Bückner (CDU) und Michael Kolb (CDU), die beiden Landräte Dr. Joachim Bläse (CDU) und Peter Polta (parteilos), Aalens Oberbürgermeister Frederick Brütting (SPD), Unterkochens Ortsvorsteher Hans Peter Stütz (CDU), Oberkochens Bürgermeister Marcel Winter (parteilos) und Stadtbaumeister Johannes Thalheimer, die IHK Ostwürttemberg mit Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler sowie weitere Fachleute von Land und Regierungspräsidium.
Kommentar zur Kochertalbrücke: Eine Entscheidung mit Geschmäckle
Warum fiel die Entscheidung gegen die Seitenlage?Nach Angaben des Regierungspräsidiums ist der Ersatzneubau die schnellste Lösung. Für einen Neubau an gleicher Stelle ist kein zusätzliches Planfeststellungsverfahren nötig. Dadurch lassen sich mehrere Jahre Planungs- und Genehmigungszeit sparen. Zudem wären bei einer Seitenlage größere Eingriffe in Natur und Umwelt notwendig gewesen.
Warum wurde die Seitenlage trotzdem in der Region bevorzugt?Viele Kommunalpolitiker und Wirtschaftsvertreter hatten sich für einen Neubau neben der bestehenden Brücke ausgesprochen. Der Vorteil: Die alte Brücke hätte während eines großen Teils der Bauzeit weiter genutzt werden können. Dadurch wäre die Vollsperrung vermutlich kürzer ausgefallen.
Wann beginnt der Neubau – und wie lange soll er dauern?Einen verbindlichen Baubeginn gibt es noch nicht. Das Regierungspräsidium nennt derzeit das Jahr 2028 als mögliches Baufenster. Ziel ist es, Abriss und Neubau innerhalb eines Jahres abzuschließen.
Wie soll eine fast 400 Meter lange Brücke in nur einem Jahr entstehen?Das Regierungspräsidium setzt auf eine funktionale Ausschreibung. Dabei gibt die Behörde die Anforderungen vor, die Bauunternehmen können jedoch eigene technische Lösungen einbringen. Durch innovative Bauverfahren und einen hohen Vorfertigungsgrad soll die Bauzeit möglichst stark verkürzt werden.

Nein. Die bestehende Brücke muss für Abriss und Neubau vollständig gesperrt werden. Wie lange die B19 während der eigentlichen Bauphase vollständig gesperrt werden muss und welche Verkehrsführung dann gilt, steht noch nicht endgültig fest.
Ist die bestehende Kochertalbrücke noch sicher?Nach Angaben des Regierungspräsidiums ja. Die 1965 erbaute Brücke wird engmaschig überwacht. Allerdings gilt sie als kritisches Bauwerk. Mehrere Spannstähle sind bereits beschädigt. Deshalb wird die Brücke ab November teilweise für den Schwerverkehr gesperrt. Eine frühere Vollsperrung kann das Regierungspräsidium nicht vollständig ausschließen, falls sich der Zustand verschlechtert.
Warum werden die Spannstähle nicht genauer untersucht?Nach Angaben des Regierungspräsidiums wären dafür Eingriffe in die Konstruktion notwendig. Die Fachleute wollen vermeiden, die Brücke zusätzlich zu belasten oder neue Risiken zu schaffen. Deshalb setzen sie auf regelmäßige Kontrollen und Überwachung.
Was passiert am 2. November?Ab diesem Tag dürfen Lastwagen über 7,5 Tonnen die Brücke in Fahrtrichtung Oberkochen und Heidenheim nicht mehr benutzen. Ein Teil des Verkehrs wird über die A7 umgeleitet, ein anderer Teil durch Unterkochen geführt.

Täglich fahren nach Angaben des Regierungspräsidiums rund 19.700 Fahrzeuge über die Kochertalbrücke. Etwa 8,4 Prozent davon gehören zum Schwerverkehr.
Wird die neue Brücke anders aussehen als die alte?Ja. Die neue Brücke soll etwa 60 Zentimeter breiter werden als die bestehende Konstruktion. An der Trasse ändert sich nichts. Einen Radweg auf der Brücke wird es nicht geben. Stattdessen ist eine separate Radwegeverbindung unterhalb der Brücke vorgesehen.
Sind auch Bahnverkehr und K3292 betroffen?Ja. Für bestimmte Bauphasen werden nach Angaben des Regierungspräsidiums auch Sperrungen der Bahnstrecke notwendig sein, voraussichtlich vor allem an einzelnen Wochenenden. Zudem soll der Neubau der benachbarten Kreisstraßenbrücke K3292 zeitlich mit dem Ersatzneubau der Kochertalbrücke abgestimmt werden.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Kochertalbrücke: Eine Entscheidung mit Geschmäckle | 0 | 8.62 | 29-09-2026 |
| 2 | Kochertalbrücke: „Jeder Tag der Verzögerung ist nicht zu rechtfertigen“ | 0 | 6.75 | 30-09-2026 |
| 3 | Neubau der Kochertalbrücke: Brütting spricht von Kurswechsel | 0 | 4.59 | 01-10-2026 |
| 4 | Kochertalbrücke: Taskforce hat sich für eine Variante entschieden | 0 | 5.04 | 28-09-2026 |
| 5 | Nach langer Planung geht es los: Vollsperrung für Lauchheimer Millionenprojekt | 0 | 6.64 | 02-09-2026 |
| 6 | Zbudują nową łącznicę kolejową w Kostrzynie nad Odrą. Spółka szuka projektanta | 0 | 8.48 | 07-01-2026 |
| 7 | Лобовое столкновение на мосту: в числе пострадавших двое детей | 0 | 9.03 | 01-10-2026 |
| 8 | INSÄNDARE: Återställ busshållplatserna | 0 | 8.52 | 27-09-2026 |
| 9 | Dresden: DVB kappen Schienen zur Carolabrücke – Gleisbau ab 5. Oktober | 0 | 10.83 | 30-09-2026 |
| 10 | GKV versus PKV: Unterschiede der Versicherungen werden immer größer | 0 | 7.83 | 25-09-2026 |