Der Neubau der Kochertalbrücke wird an Ort und Stelle der bestehenden gebaut. Die Reaktionen von fünf Teilnehmern der Taskforce.
Stand: 30.09.2026, 09:30 Uhr

Der Neubau der Kochertalbrücke wird an Ort und Stelle der bestehenden gebaut. Die Reaktionen von fünf Teilnehmern der Taskforce.
Aalen. Wie ist die Entscheidung der "Taskforce Kochertalbrücke" zu bewerten? Die bevorzugte Variante der Stadt Aalen, der "Ersatzbau in Seitenlage" wird nicht weiterverfolgt, obwohl bereits Grundstücke gekauft wurden. Ist die Entscheidung pro Neubau auf der bestehenden Trasse sogar eine "Entscheidung mit Geschmäckle"? Wir haben fünf Teilnehmer der Taskforce um eine Reaktion gebeten.
Frederick Brütting (Oberbürgermeister Stadt Aalen): „Es ist gut, dass jetzt Klarheit herrscht über die Art der Bauweise und den Zeitraum für den Neubau. Entscheidend ist für uns die Zusage, die Bauzeit und die Sperrung so kurz wie möglich zu halten und die Umleitungsstrecken so zu gestalten, dass die Belastung für die Menschen in Aalen und der Region möglichst gering bleibt.“
Marcel Winter (Bürgermeister Oberkochen): „Der Neubau an Ort und Stelle der aktuellen Kochertalbrücke ist die beste von zwei schlechten Varianten, die wir jetzt haben. Die derzeitige Verkehrssituation ist für die Region nicht zufriedenstellend. Umso wichtiger ist eine Ausweichroute, die den Verkehr während der Bauzeit möglichst gut aufnehmen kann."
Dr. Joachim Bläse (Landrat Ostalbkreis): „Die Diskussion darüber, ob die Sanierung der Brücke nicht früher hätte beginnen müssen, ist müßig. In meiner Wahrnehmung zeigt Ministerin Razavi, dass sie vorangehen will. Ich bin zufrieden mit der Entscheidung für den Neubau an Ort und Stelle der bestehenden Kochertalbrücke. Wir können jetzt volle Fahrt aufnehmen. Jeder Tag der Verzögerung ist nicht zu rechtfertigen. Klar ist leider auch: Die Arbeiten werden eine Belastung für die gesamte Region.“
Thilo Rentschler (IHK Ostwürttemberg): „Die Hoffnung war, dass es eine Möglichkeit gibt, es schlank und pragmatisch in Seitenlage zu bauen. Aber auch in dieser Variante hätte die Vollsperrung angeblich drei, vier Monate gedauert. Man hatte Sorge, dass gegen die Maßnahme hätte geklagt werden können. Insofern kann ich mich mit der Entscheidung arrangieren. Jetzt heißt es, sich auf gute Umleitungsoptionen zu konzentrieren.“
Winfried Mack (CDU-Landtagsabgeordneter): „Auf diese Art und Weise kann die Brücke relativ schnell erneuert werden. Insofern bin ich zufrieden. Auch deswegen, weil die Verwaltung zugesagt hat, auch bei hoffentlich nicht eintretenden Worst-Case-Szenarien flexibel zu sein. Ich habe den Eindruck, dass die Arbeiten mit der nötigen Priorität angegangen werden. Mit der angestrebten Express-Bauweise sind wir Vorreiter in Baden-Württemberg.“
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