Anstatt sein Studium zu beenden, setzte ein US-Amerikaner auf den Verkauf von Pokémon-Karten. Heute erzielt sein eigenes Unternehmen damit Millionenumsätze.
Anstatt sein Studium zu beenden, setzte ein US-Amerikaner auf den Verkauf von Pokémon-Karten. Heute erzielt sein eigenes Unternehmen damit Millionenumsätze.
Andres Fernandez brach sein BWL-Studium in Florida nach nur einem Semester ab und setzte stattdessen auf Pokémon-Karten. Mit seinem Unternehmen MintlyCollects erzielte er 2024 bereits 3,7 Millionen Dollar (etwa 3,2 Millionen Euro) Umsatz. 2025 waren es 7,8 Millionen Dollar (6,7 Millionen Euro), wie er dem „Business Insider“ verrät.
Neben seinem Studium und seinem Job in einer Bar begann er, Inhalte rund um Pokémon zu produzieren und die Karten später auch über Livestreams zu verkaufen. Ende 2020 stieg er bei der Live-Shopping- und Auktionsplattform Whatnot ein und gehörte dort zu den ersten Pokémon-Streamern. Inzwischen kommen die beiden Accounts seines Unternehmens dort zusammen auf rund 500.000 Follower.
„Ich erkannte das Potenzial sofort. Ich bin mit Youtube und Twitch aufgewachsen, also dachte ich: ,Stell dir vor, du wärst bei Youtube dabei gewesen, als Youtube gerade anfing'“, erzählt Andres. „Wenn man dranbleibt, wird man Erfolg haben, denn während die Plattform wächst, wächst man mit ihr.“
Zu Beginn stemmte Andres den gesamten Betrieb allein und arbeitete sechs Tage pro Woche – vom Livestream über das Verpacken bis zum Versand der Bestellungen. „Irgendwann setzte sich mein Onkel mit mir zusammen und sagte: ,Du bist auf etwas gestoßen. Kündige deinen Job. Hör mit dem Studium auf und zieh das durch'“, sagt Andres gegenüber „Business Insider“.
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In den ersten Jahren kümmerte Andres sich allein um Streams, Bestellungen und Versand und zahlte sich zweieinhalb Jahre kein Gehalt. Später holte er Freunde und Familienmitglieder ins Unternehmen und beschäftigt inzwischen zehn Streamer, die täglich live Pokémon-Karten verkaufen. Für 2026 peilt Andres mit seinem Unternehmen einen Umsatz von mehr als zehn Millionen Dollar (circa 8,6 Millionen Euro) an.
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Das Geschäft mit Pokémon-Karten boomt, doch für ihren Wert sind vor allem Emotion, Seltenheit und Zustand entscheidend. Symbole am unteren Kartenrand zeigen bei Pokémon an, wie häufig eine Karte gedruckt wurde – von einem schwarzen Kreis für häufige Karten bis zum schwarzen Stern mit Glitzerfolie für besonders seltene Exemplare. Zusätzliche Sterne in neueren Sets können ebenfalls auf eine höhere Seltenheit und damit einen größeren Wert hindeuten, während bereits kleine Kratzer, Verfärbungen oder Knicke den Preis deutlich beeinflussen können.
Wer alte Karten zu Hause findet oder welche kaufen möchte, sollte zunächst den Kartennamen und die Nummer der Erweiterung prüfen und Preise vergleichen. Eine weitere Möglichkeit bietet das sogenannte Grading, bei dem der Zustand von einem spezialisierten Anbieter bewertet wird und eine besonders gut erhaltene Karte dadurch deutlich mehr wert sein kann. Beim Verkauf sind eine genaue Beschreibung, hochauflösende Fotos und ein sicherer Versand wichtig, damit die Karte keinen Schaden nimmt und dadurch an Wert verliert.