Windkraftbetrüger Hendrik Holt befindet sich auf der Flucht. Nach ihm wird weltweit gefahndet. Den leitenden Ermittler hat die Flucht dagegen „persönlich nicht groß überrascht“.
Windkraftbetrüger Hendrik Holt befindet sich auf der Flucht. Nach ihm wird weltweit gefahndet. Den leitenden Ermittler hat die Flucht dagegen „persönlich nicht groß überrascht“.
Das sagte der Osnabrücker Oberstaatsanwalt Nils Leimbrock der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. In dem Fall „mit seinen zahllosen Absurditäten kann einen nämlich nichts mehr überraschen“.
Der Ermittler muss Holt erneut aufspüren, nachdem er ihn bereits 2020 das erste Mal gefasst hatte. Leimbrock ist sich sicher, Erfolg zu haben. Er glaube kaum, „dass sich dieser konkrete Verurteilte aufgrund seines Geltungsbedürfnisses und seines Finanzbedarfs langfristig erfolgreich der Strafverfolgung entziehen kann“, sagte er der Zeitung.
Zudem betonte der Oberstaatsanwalt: „Flucht“ ist ein sehr anstrengender und belastender Zustand.„ Jüngst war bekanntgeworden, dass Holt bei seiner Flucht seine Ehefrau und sein Kind zurückgelassen hat.
Der aus dem emsländischen Haselünne stammende Holt wurde 2022 vom Landgericht Osnabrück zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt. Es ging um bandenmäßigen Betrug, Bestechung und Urkundenfälschung.
Holt, über den es auch eine ARD-Doku gibt („Holt - Der Windkraft-Schwindler“), hatte unter anderem angeblich existierende Windparks an ausländische Stromkonzerne verkauft, die es in Wahrheit gar nicht gab. Zudem hatte er ausländische Diplomaten bestochen, um sich mit einem Diplomatenpass gegen deutsche Strafverfolger immun zu machen.
dpa