Mobile.de fährt seit Jahren unverschämt hohe Renditen ein. Die Eigentümer hinter Deutschlands größter Autoplattform wollen ihr Investment nun vergolden. Warum ausgerechnet vor einem möglichen IPO einiges ins Wanken gerät, erfahren Sie in diesem Podcast.
529 Millionen Euro Umsatz, 321 Millionen Euro Nachsteuergewinn. Diese Fabelbilanz legte im Jahr 2024 Deutschlands größte Autoplattform Mobile.de hin. Das weckt Begehrlichkeiten; hinter der Mobile-Mutter Adevinta steht seit 2024 ein Investorenkonsortium, angeführt von Blackstone und Permira. Und die sehen in Mobile.de ihre größte Chance, ihr Investment zu vergolden. Die Autobörse soll am liebsten selbst an die Börse, kolportierte Wunschbewertung: 10 Milliarden Euro.
Ein Selbstläufer? Könnte man bei den Zahlen meinen. Hinter den Kulissen gerät bei Mobile.de aber ausgerechnet unmittelbar vor dem geplanten Mega-Exit einiges aus den Fugen. Zahlreiche prominente Beschäftigte haben die Firma in letzter Zeit verlassen, Insider berichten von mieser Stimmung in der Firma. Und die wichtigste Kundengruppe der Plattform, gewerbliche Automobilhändler, rebelliert, getriezt von immer neuen, satten Preiserhöhungen, mehr und mehr gegen Mobile.de.
Zu den Streitigkeiten kommt die Frage: Wie weit kann Mobile.de sein Geschäftsmodell eigentlich noch treiben? Künstliche Intelligenz wird auch dieses Feld verändern, schon jetzt drängen Player wie Amazon oder Google in den Markt.
Wie angespannt die Lage bei Mobile.de ist, darüber spricht in diesem Podcast Christoph Seyerlein, Redakteur des manager magazins, mit Chefredakteurin Isabell Hülsen.