Nach außen geben sich Formel-1-Rennstall Aston Martin und Motorenlieferant Honda gerne als gegenseitig vertrauenswürdige Partner aus, doch hinter den Kulissen ist die Lage angeblich anders. In Silverstone sollen langsam die Geduldsfäden reißen.

Aston Martin ist mit dem Formel-1-Motor von Honda nicht zufrieden
Foto: © IMAGO/Grgoire PLACCA
17. September 2026, 13:01

sport.de
Nach außen geben sich Formel-1-Rennstall Aston Martin und Motorenlieferant Honda gerne als gegenseitig vertrauenswürdige Partner aus, doch hinter den Kulissen ist die Lage angeblich anders. In Silverstone sollen langsam die Geduldsfäden reißen.
Aston Martin verliert mehr und mehr die Hoffnung, von Honda einen konkurrenzfähigen Formel-1-Motor bekommen zu können. Das berichtet das spanische Fachportal "Autonocion". In der eigenen Fabrik in Silverstone wachse die Skepsis an einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem japanischen Hersteller, heißt es.
Dem Bericht zufolge macht sich diese Einschätzung mittlerweile auch im Paddock breit. Nachdem Honda seine verbesserte Version der Powerunit beim Großen Preis der Niederlande in Zandvoort erstmals präsentierte, seien viele der Konkurrenten mittlerweile nicht mehr davon überzeugt, dass die Japaner das Zeug dazu haben, ein ähnlich gutes Produkt wie Mercedes, Ferrari und Co. liefern zu können - weder jetzt noch in Zukunft.
Newey zählt Honda öffentlich anSchon zu Saisonbeginn war ein Brodeln zwischen dem Team und dem Motorenlieferanten spür- und hörbar gewesen. Adrian Newey nahm beim Saisonauftakt in Melbourne kein Blatt vor den Mund und zählte Honda öffentlich an. Laut "Autonacion" hat Aston Martin im Anschluss daran entschlossen, Newey besser keine Statements mehr abgeben zu lassen, um das Verhältnis zu den Japanern nicht zu belasten.
Newey war seitdem nur selten überhaupt an der Strecke. Und wenn doch, wie etwa in Ungarn, gab sich der Top-Ingenieur eher diplomatisch. Die Öffentlichkeitsarbeit hat zu großen Teilen längst Mike Krack übernommen.
Dass bei Honda nicht viel nach Plan läuft, zeigt auch der jüngste Schritt, der im Hauptquartier in Sakura unternommen wurde. Der für die Entwicklung des F1-Motors verantwortliche Tetsushi Kakuda wurde abgesetzt, schon ab dem 1. Oktober übernimmt Yoichiro Fukao das Ruder. Dass dieser Wechsel mit den fehlenden Fortschritten in der Motorenentwicklung zusammenhängt, hat Honda in dieser Form zwar nicht bestätigt, gleichwohl aber doch unmissverständlich angedeutet.
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