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Pantoffel-Portfolio mit Beimischung: Reicht der MSCI World? Mehr Chancen für Ihr Depot

Дата публикации: 18-08-2026 23:00:47

Die Anla­gestrategie der Stiftung Warentest ist bequem – und bewährt. Beimischungen können aber mehr Leben ins Pantoffel-Portfolio bringen. Wir haben 12 Ideen getestet.

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Geld­anlage kann so einfach sein: Im Grunde reicht als Aktien­investment ein ETF auf den MSCI World oder einen anderen Welt­aktien­index aus. Zusammen mit Zins­anlagen ergibt sich ein über­sicht­liches Portfolio mit guten Rendite­chancen und über­schaubarem Risiko. Tatsäch­lich wollen viele Anle­gerinnen und Anleger aber mehr. Sie haben Spaß am Anlegen − und möchten die eine oder andere Chance ergreifen, die sich am Finanzmarkt bietet.

Verführerisch ist vieles, ange­fangen bei Gold über das Hype-Thema Künst­liche Intelligenz bis hin zu deutschen oder Schwellenländer­aktien. In diesem Test stellen wir Ihnen zwölf beliebte Beimischungen vor. Wir zeigen, was sie in den vergangenen drei Jahr­zehnten gebracht haben, und stellen Renditen und Risiken dar.

Beimischungen fürs Pantoffel-Portfolio − warum sich unser Test für Sie lohnt
Test­ergeb­nisse

Unsere Anla­gestrategie lässt sich ganz unterschiedlich ergänzen. Ob mit Gold, deutschen Aktien, Schwellenländern oder Aktien mit hohen Dividenden: Wir zeigen, wie zwölf beliebte Anlageideen als Beimischung für unser Pantoffel-Portfolio abge­schnitten haben – monatlich aktuell.

Portfolio zusammen­stellen und pflegen

Von vorsichtig bis mutig: Wir zeigen, wie hoch der Anteil der Beimischungen je nach Ihrer persönlichen Risikoneigung sein kann und welche Regeln wichtig sind, wenn Sie ETF kaufen und verkaufen. Wir erklären, wie Sie den Mix lang­fristig pflegen − und für wen sich ein Depot mit und ohne Ergän­zungen am besten eignet.

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Pantoffel-Portfolio mit Beimischung Reicht der MSCI World? Mehr Chancen für Ihr Depot freischalten

Zwölf Beimischungen im Test

Wir haben zwölf Möglich­keiten durch­gespielt, mit denen Sie Ihr Portfolio ergänzen können.

  • Deutsche Aktien
  • Schwellenländer­aktien
  • Gold
  • Rohstoffe
  • erneuer­bare Energien (Clean Energy)
  • Dividenden­titel
  • Aktien mit Erfolgs­strähne (Momentum)
  • Growth-Aktien (Wachs­tums­werte)
  • Value-Aktien (Substanz­werte)
  • Qualitäts­aktien (Quality)
  • schwankungs­arme Aktien (low oder minimum volatility)
  • Small Caps (kleine Werte)

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Depot gezielt aufpeppen. Ausgangs­punkt ist unsere Anla­gestrategie, das Pantoffel-Portfolio – so bequem wie ein Paar Hausschuhe und für verschiedene Risiko­typen geeignet. Vorsichtige Menschen können die Variante „Defensiv“ wählen, flexiblere “Ausgewogen“ und risikofreudigere „Offensiv“ (siehe Grafik unten). Während das Basis-Portfolio lediglich aus einem Welt-ETF und Zins­anlagen besteht, werden die aufgepeppten Portfolios noch um eine oder mehrere der oben genannten Beimischungen ergänzt.

Pantoffel-Portfolio mit Beimischung - Reicht der MSCI World? Mehr Chancen für Ihr Depot

© Stiftung Warentest

Bis zu vier Ergän­zungen zum MSCI World hand­habbar

Für Anlegende, die wenig Risiko eingehen wollen, kommt aus unserer Sicht nur Gold als Beimischung infrage. Gold ist zwar keine sichere Geld­anlage, weil sein Wert mitunter stark schwankt – doch hat es sich im Zusammen­spiel mit Aktien in der Vergangenheit als Sicher­heits­anker erwiesen und das Gesamt­risiko der Geld­anlage verringert. Wer mehr wagen will, kann auch riskantere Produkte beimischen – Rohstoff-ETF etwa, Wachs­tums­werte oder Branchenfonds.

Bei kleineren Depots reicht eine einzelne Beimischung völlig aus. Je nach Aktien­anteil und Gesamt­größe des Depots können auch mehrere Ergän­zungen gleich­zeitig noch vernünftig gehand­habt werden. Wir stellen Ergän­zungs­möglich­keiten mit zwei, drei oder sogar vier Beimischungen vor.

Wie erfolg­reich waren Beimischungen bislang?

Für beliebte Beimischungen wie einen ETF auf den Dax, einen Schwellenländer-Börsen­index oder einen Index auf Rohstoffe haben wir berechnet, wie erfolg­reich die Anlage in den letzten fünf, zehn oder 30 Jahren gewesen wäre. Auch das Risiko bilden wir ab. Dabei haben wir keine oder bis zu vier Beimischungen hinzugefügt. Nicht jede hätte etwas gebracht.

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Stets auf dem neuesten Stand: Unsere große Über­sicht­stabelle und die Charts frischen wir jeden Monat auf. Damit können Sie stets auf einer aktuellen Daten­basis entscheiden, welches Risiko Sie eingehen möchten und welche Beimischung für Sie in Frage kommt.

Pantoffel regel­mäßig pflegen

So oder so ist es ratsam, sich hin und wieder mit dem eigenen Portfolio zu beschäftigen. Auch wenn unsere Strategie sehr bequem ist, braucht sie ab und zu Aufmerk­samkeit: Wenn etwa die Aktien stark gestiegen sind und sich die Anteile im Portfolio dadurch verschoben haben, sollte die Ausgangs­mischung wieder­hergestellt werden. Sonst werden die Risiken zu groß.

Tipp: In diesem Artkel finden Sie die wichtigsten Anregungen für Beimischungen. Allen, die sich noch tiefer in das Thema einlesen wollen, empfehlen wir unser Buch Der ETF-Booster für Ihre Geldanlage.

So haben wir das Portfolio mit Beimischungen getestet
Pantoffel-Portfolio

Das Pantoffel-Portfolio ist eine Anlageidee der Stiftung Warentest. Danach wird das Portfolio in einen Sicher­heits­baustein und in einen Rendite­baustein aufgeteilt; die Gewichtungen der beiden Bausteine hängen vom Anla­gehorizont und der Risikoneigung des Anlegers ab. Bestückt werden die beiden Bausteine mit den passenden Finanz­produkten. Beim Rendite­baustein sind das Aktien-ETF oder auch ETC, etwa für Gold. Für den Sicher­heits­baustein kommen in der Regel Euro-Anleihen-ETF oder Tages­geld in Frage.

Wir simulieren die Verläufe der Portfolios über verschiedene historische Zeiträume und berechnen anschließend wichtige Finanz­statistiken für die einzelnen Portfolio­verläufe.

Risiko­profile

Es gibt das Pantoffel-Portfolio grund­sätzlich für drei Risiko­profile: Defensiv, Ausgewogen, Offensiv, außerdem im Test die Profile Sicherheit und Rendite. Für Anlage­zeiträume unter zehn Jahren sowie für risikoscheue Anleger kommen nur die Profile Sicherheit oder Defensiv in Frage.

Es gelten folgende Zielgewichtungen:

  • Sicherheit: 100 Prozent Sicher­heits­baustein
  • Defensiv: 75 Prozent Sicher­heits­baustein, 25 Prozent Rendite­baustein
  • Ausgewogen: 50 Prozent Sicher­heits­baustein, 50 Prozent Rendite­baustein
  • Offensiv: 25 Prozent Sicher­heits­baustein, 75 Prozent Rendite­baustein
  • Rendite: 100 Prozent Rendite­baustein
Kern­investment und Beimischungen

In seiner einfachsten Form besteht das Pantoffel-Portfolio aus zwei Finanz­produkten. Im Sicher­heits­baustein befindet sich Tages­geld oder ein Euro-Anleihen-ETF, im Rendite­baustein liegt ein welt­weit streuender Aktien-ETF.

Insbesondere beim Rendite­baustein können zusätzlich zum Kern­investment ETF oder ETC auf einzelne Länder, Rohstoffe oder Faktoren beigemischt werden. Die Beimischungen sollten anfäng­lich in der Summe nicht mehr als 20 Prozent vom Rendite­baustein ausmachen. Je nach Risiko­profil ergeben sich daraus folgende Zielgewichtungen:

Defensiv:

  • Kern­investment Sicher­heits­baustein: 75 Prozent
  • Kern­investment Rendite­baustein: 20 Prozent
  • Eine Beimischung Rendite­baustein: 5 Prozent

Ausgewogen

  • Kern­investment Sicher­heits­baustein: 50 Prozent
  • Kern­investment Rendite­baustein: 40 Prozent
  • Eine Beimischung Rendite­baustein: 10 Prozent
  • Oder zwei Beimischungen Rendite­baustein: jeweils 5 Prozent

Offensiv

  • Kern­investment Sicher­heits­baustein: 25 Prozent
  • Kern­investment Rendite­baustein: 60 Prozent
  • Eine Beimischung Rendite­baustein: 15 Prozent
  • Oder zwei Beimischungen: je 7,5 Prozent
  • Oder drei Beimischungen: je 5 Prozent

Rendite

  • Kern­investment Rendite­baustein 80 Prozent
  • Eine Beimischung: 20 Prozent
  • Oder zwei Beimischungen: je 10 Prozent
  • Oder drei Beimischungen: je 6,7 Prozent
  • Oder vier Beimischungen: je 5 Prozent
Reba­lancing, Toleranz­grenzen

In unseren Simulationen berück­sichtigen wir das Ausbalancieren des Portfolios, sobald ein Element zu groß oder zu klein geworden ist. Die Pantoffel-Regeln sehen vor, dass ein Portfolio durch teil­weisen Verkauf der überge­wichteten Anla­gepro­dukte und Nach­kauf der unterge­wichteten Produkte ausbalanciert wird, sobald eines der Bestand­teile um mehr als 10 Prozent­punkte oder 50 Prozent von seiner Zielgewichtung abweicht, nach oben oder nach unten.

Beispiele:

  • Beim Ausgewogenen Portfolio ohne Beimischung wird umge­schichtet, sobald der Sicher­heits­baustein oder der Rendite­baustein auf einen Anteil von mehr als 60 Prozent steigt oder unter 40 Prozent fällt.
  • Beim ausgewogenen Portfolio mit einer Beimischung wird umge­schichtet, sobald die Beimischung (Zielgewichtung 10 Prozent) auf unter 5 Prozent fällt oder auf über 15 Prozent steigt, das Kern­investment vom Rendite­baustein auf über 50 Prozent steigt oder auf unter 30 Prozent fällt, oder der Sicher­heits­baustein auf über 60 Prozent steigt oder auf unter 40 Prozent fällt.
  • Beim ausgewogenen Portfolio mit zwei Beimischungen gelten für die Kern­investments im Sicher­heits- und im Rendite­baustein die gleichen Grenzen wie im Beispiel zuvor. Zusätzlich gelten für die Beimischungen, das keine der beiden Beimischungen auf über 7,5 steigen oder auf unter 2,5 Prozent fallen darf.

Das Timing der Anpassungen inner­halb eines Monats in unseren Simulationen ist wie folgt:

  • Zu Beginn eines Monats wird die Einmal­anlage (nach Handels­kosten) einge­zahlt beziehungs­weise das Vermögen vom Vormonat über­nommen.
  • Falls es einen Sparplan gibt, wird die Rate einge­zahlt (nach Sparplan­kosten)
  • Danach, ebenfalls zu Beginn eines Monats, wird geprüft, ob umge­schichtet werden muss und gegebenenfalls gehandelt.
  • Dann werden die entsprechenden Monats­renditen nach Kosten­abschlag auf die Portfolio­bausteine angewandt.

Beim Sparplan kann alternativ zum Umschichten auch die Sparplanrate umge­lenkt werden. In unseren aktuellen Simulationen verwenden wir jedoch die Methode des Umschichtens.

Indexrenditen und Kosten­abschläge

Um die Pantoffel-Verläufe simulieren zu können, brauchen wir Zeitreihen mit den monatlichen Renditen der Pantoffel-Bausteine.

Zur Simulation des welt­weit streuenden Aktien-ETF, Kern­investment im Rendite­baustein, legen wir die Monats­endstände des Index MSCI World Total Return in Euro zugrunde, abzüglich Kosten von 0,5 Prozent pro Jahr. Für die Beimischungen benutzen wir meist die entsprechenden MSCI-Indizes mit angepassten Rendite­abschlägen. Die Rendite­abschläge richten sich nach den lang­jährigen Trackingdifferenzen der entsprechenden ETF auf die jeweiligen Indizes. So beträgt beispiels­weise der Rendite­abschlag auf den Dax ebenfalls 0,5 Prozent, auf den MSCI Emerging Markets dagegen 1,1 Prozent.

Zur Simulation des Euro-Anleihen-ETF, Kern­investments im Sicher­heits­bausteins, verwenden wir den Bloom­berg Euro Aggregate Index, unter Berück­sichtigung eines Rendite­abschlags von 0,1 Prozent pro Jahr. Für Zeiträume vor Euro-Einführung benutzen wir den Rex-Index für deutsche Staats­anleihen mit gleichem Rendite­abschlag.

Sofern wir Portfolios mit Tages­geld als Sicher­heits­baustein angeben, verwenden wir dafür als Schätzer den Drei-Monats-Geldmarkt­zins Fibor/Euribor (mindestens 0 Prozent pro Monat) ohne Abschlag. Für Zeiträume vor Euro-Einführung benutzen wir den Fibor-Zins­satz.

Handels­kosten

Bei der Einmal­anlage rechnen wir mit 100 000 Euro und berück­sichtigen für alle börsen­gehandelten Produkte Handels­kosten von 4,90 Euro plus 0,25 Prozent des Handels­volumens (mindestens aber 10 Euro). Ein- und Auszahlungen ins Tages­geld sind dagegen kostenfrei.

Beim Sparplan rechnen wir mit einer Rate von 200 Euro monatlich und setzen bei den börsen­gehandelten Produkten Sparplan­kosten von 1,5 Prozent je Rate an.

Finanz­statistiken

Zum Vergleich der verschiedenen Pantoffel-Portfolio-Varianten berechnen wir verschiedene Statistiken.

  • Perioden­renditen: Das sind die annualisierten Renditen über jeweils definierten Zeitraum, nach Kosten, in Euro, inklusive Ausschüttungen wie Dividenden und Kupons, vor Steuern.
  • Maximaler Verlust: Gibt an, wie weit das Portfolio höchs­tens unter einen zuvor erreichten Höchst­stand gefallen ist.
  • Längste Verlust­phase: Zeigt an, wie lange das Portfolio bisher schlimms­tenfalls brauchte, um einen zuvor erreichten Stand wieder zu erreichen.
  • Schlimmste 1-Jahres­rendite: Gibt an, wie stark das Portfolio bisher schlimms­tenfalls inner­halb eines Jahres einge­brochen ist.
  • Schlimmste 10-Jahres­rendite: Gibt an, mit welcher Rendite über 10 Jahre Anleger bisher im schlimmsten Fall konfrontiert waren. Ist diese Rendite negativ, waren Anleger also im schlimmsten Fall auch nach 10 Jahren noch im Minus.
  • Chance-Risiko-Zahl: Analog zur Fonds­bewertung berechnen wir das normierte Chance-Risiko-Verhältnis der Pantoffel-Portfolio-Verläufe sowohl über 10 als auch über 5 Jahre. Die Zahl zeigt an, ob das Portfolio ein besseres oder schlechteres Chance-Risiko-Verhältnis als eine faire Benchmark hatte. Die Benchmark ist eine Mess­latte, anhand derer die Fonds bewertet werden. Für Aktienfonds Welt zum Beispiel ist die Benchmark der MSCI World. Liegt der Wert zwischen 95 und 105 ist das Chance-Risiko-Verhältnis ähnlich wie das der Benchmark. Zur Normierung nutzen wir die gleichen Indizes bzw. Indexkörbe wie für die passenden Fonds­gruppen.
    Risiko­profil Sicherheit: Hier nutzen wir die gleiche Benchmark wie in der Fonds­gruppe Euro-Staats- und Unter­nehmens­anleihen − 100 % Bloom­berg Euro Aggregate.
    Risiko­profil Rendite: Die Benchmark ist der MSCI World Index (wie in der Fonds­gruppe Aktien Welt).
    Risiko­profil Defensiv: Die Benchmark ist die gleiche wie bei defensiven Misch­fonds − 75 % Bloom­berg Euro Aggregate + 25 % MSCI World.
    Risiko­profil Ausgewogen (wie bei ausgewogenen Misch­fonds): 50 % Bloom­berg Euro Aggregate + 50 % MSCI World.
    Risiko­profil Offensiv (wie bei offensiven Misch­fonds): 25 % Bloom­berg Euro Aggregate + 75 % MSCI World
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