Der Automobilclub testet Sommerreifen auf nasser und trockener Fahrbahn, in verschiedenen Reifengrößen. Lesen Sie hier die Zusammenfassung der Testergebnisse.
16 Sommerreifen des Jahres 2026 schickte der ADAC auf die Teststrecken. Der Automobil-Club wählte für diese Testrunde Reifen für Mittelklasseautos, mit der Größe 225/50 R17. Drei Modelle sind gut, aber teuer; zehn sind befriedigend. Die restlichen drei empfiehlt der ADAC nicht, sie lassen sowohl bei der Fahrsicherheit wie auch bei der Laufleistung zu wünschen übrig.
Der Continental als TestsiegerDie beste Kombination aus Fahrsicherheit und Umwelteigenschaften bot der Continental PremiumContact 7. Er bremst sehr gut auf nasser und trockener Fahrbahn. Auch sein Handling, etwa in Kurven ist top. Aquaplaning macht sich bei ihm erst später als bei den anderen bemerkbar.
Mit einer Laufleistung von 44 700 Kilometern liegt er im oberen Mittelfeld des Tests. Sein Rollwiderstand ist im Vergleich mit am geringsten – was Sprit spart. Allerdings ist er mit einem Stückpreis von 163 Euro auch einer der Teuersten im Testfeld.
Pirelli folgt auf Platz 2Der Pirelli Cinturato (C3) kostet 156 Euro und landet auf Platz 2. Er liefert auch kurze Bremswege, ist aber im Handling nicht so präzise wie der Continental. Seine Laufleistung liegt dafür mit 48 600 km unter den besten Vier. Er rollt aber recht laut.
Goodyear als drittplatzierter SommerreifenKnapp hinter dem Pirelli läuft der Goodyear EfficientGrip Performance 2 ins Ziel. Er schneidet auf nasser Bahn nur noch knapp gut ab, weil bei stehendem Wasser in Spur-Rillen sein Aquaplaningverhalten nur befriedigend beurteilt wird. Bei der Umweltbilanz ist er einer der Besten – vor allem, weil er mit der höchsten Laufleistung punktet, 57 800 Kilometer. Das alles kostet bei Goodyear 162 Euro pro Pneu.
Zehn Befriedigende im MittelfeldEs folgen zehn Sommerreifen mit der Gesamtnote Befriedigend. Als teuerster und umweltfreundlichster Reifen sticht der Michelin Primacy 5 heraus. Er kostet satte 165 Euro. Sein Handling ist gerade noch befriedigend. Aber er rollt spritsparend, bietet eine hohe Laufleistung von 56 000 km und den geringsten Partikelabrieb im Test.
Echte Preis-Leistungs-Sieger sind im Mittelfeld nicht auszumachen. Die Modelle unter 120 Euro zeigen fast alle Laufleistungen deutlich unter 40 000 Kilometer. Da wird also recht früh Ersatz fällig, was ja dann wieder Mehrkosten verursacht.
Drei Modelle ohne EmpfehlungHinten liegen drei günstige Modelle: Lassa Revola für 121 Euro; Leao Nova-Force Acro, mit 87 Euro der günstigste im Test; Linglong Sport Master für 96 Euro. Ihre Laufleistungen sind laut ADAC gering, ihr Handling ließe zu wünschen übrig, so die Tester. Auf trockener Straße bekommen sie nur die Note Ausreichend. Der Linglong verblüffte die Tester dabei mit der besten Note auf nasser Straße und der schlechtesten auf trockener. Außerdem ermittelte der ADAC beim Linglong eine geringe Laufleistung von 26 100 Kilometern. Dann sollte der Reifen ersetzt werden. Die Langlebigsten im Test halten mehr als doppelt so lang.
Die kompletten Resultate des Tests Sommerreifen 2026 finden sie hier beim ADAC.
Die Sommerreifen 2025: eher für sportliche WagenElf gute und drei schlechte Modelle: Die Bilanz im ADAC-Sommerreifen-Test 2025 ist überwiegend positiv. Geprüft hat der Automobilclub 18 Reifen zum Stückpreis von 76 bis 146 Euro. Die getestete Größe 225/40 R18 wird auf große Felgen gezogen, wie sie oft in sportlichen Wagen verbaut werden.
Entsprechend ist der ADAC erfreut, dass zwei Modelle sogar ein Sehr gut in der Fahrsicherheit erreichen. Aber auch in der Umweltbilanz, allem voran in der Laufleistung, waren Gute zu finden.
Die Reifen im Test passen auf eine Vielzahl von Modellen wie etwa VW Golf, Toyota Corolla, Opel Astra, Mercedes A-Klasse oder BMW 1er-Reihe.
Testsieger beim Fahren: Continental und BridgestoneInsgesamt vorn liegt der Continental SportContact 7 für 133 Euro. Ein Sehr Gut (1,5) in der Fahrsicherheit heben ihn hervor. Mit ihm lässt sich sehr gut bremsen. Auf der Umweltseite kostet ihn seine mittelmäßige Laufleistung von 43 400 Kilometern bis zur gesetzlichen Mindestprofiltiefe Punkte.
Der genauso sichere Bridgestone Potenza Sport (121 Euro) läuft zwar immerhin gute 50 500 Kilometer, wiegt aber fast 10 Kilogramm und verursacht einen etwas höheren Spritverbrauch als der Continental.
Top-Umweltwerte: Michelin und GoodyearDer Michelin Pilot Sport 5 ist mit seiner Laufleistung von 56 400 Kilometern ein Modell für Vielfahrer. Er liegt an dritter Stelle unter den 18 Testreifen, mit guter Fahrsicherheit und Top-Umweltwerten – für ihn werden aber stolze 146 Euro fällig.
Ähnlich der Goodyear Eagle F1 Asymetric 6 für 128 Euro. Der läuft mit 50 800 Kilometern etwas weniger als der Michelin, ist dafür aber in Sachen Fahrsicherheit eine Winzigkeit besser.
Ein Guter unter 100 Euro von NexenAls Preis-Leistungs-Sieger könnte der Nexen N Fera Sport gelten. Für 99 Euro rollt er mit der Note 2,4 in der Fahrsicherheit und einer 2,5 in Umweltdingen daher. Auf trockenem und nassem Asphalt braucht er beim Bremsen etwa 1,5 Meter länger als die Bremssieger von Continental und Bridgestone, auf nassem Beton dann schon vier Meter mehr. Und seine Laufleistung ist mit 43 700 km Mittelmaß.
Testverlierer von DoublecoinZwar liegt der Doublecoin DC-100 für nur 76 Euro im Umwelturteil ganz vorn – vor allem wegen seiner überragenden Laufleistung von 74 400 Kilometern. Trotzdem warnt der ADAC vor diesem Reifen. Denn seine Gummimischung ist offensichtlich zu hart: Seine Werte in der Fahrsicherheit, unter anderem auf nasser Straße, sind sehr schlecht.
So kommt ein Auto mit ihm auf nassem Asphalt aus 80 km/h erst nach 45,1 Metern zum Stehen. Mit dem Continental gelingt dies schon nach 28,4 Metern. Wo ein Fahrzeug mit einem guten Reifen schon längst steht, kracht eines mit Doublecoin-Pneus mit Karacho in das Hindernis.
Syron und Norauto taugen auch nicht vielZwei weitere billige Reifen sind der Syron Tires Premium Performance für 84 Euro sowie der Norauto Prevensys 4 für 94 Euro. Auch ihre Bremswege sind lang, vor allem auf trockener Straße. Und sie fahren bei weitem nicht sicher genug, als dass sie eine Kaufempfehlung wären.
Den richtigen Reifen wählen
Gummimischung und Profil der Sommerreifen sollen Verschiedenes leisten: Gutes Bremsverhalten zeigen, lange haltbar sein, das Fahrgeräusch soll leise, der Spritverbrauch niedrig sein. Das Problem: Selten lassen sich diese Ziele gleichzeitig erreichen. Ein weicher Reifen bremst gut, ein harter Reifen hält länger. Manche Profile sind leiser, andere führen zu einem geringeren Benzinverbrauch.
Wer viele Kilometer im Jahr fährt, wird eher auf die Laufleistung achten, wer in erster Linie die Umwelt schonen will, dazu noch auf den Reifenabrieb oder den Benzinverbrauch. Wichtigster Faktor bleibt freilich, dass Bremsweg und Fahrverhalten auf trockenen und nassen Straßen dem Sicherheitsstandard genügen.
Im Jahr 2023 hat der ADAC seine Bewertungskriterien teilweise geändert und neu gewichtet. Sie gelten im Wesentlichen unverändert auch für die Tests bis 2026. Mit 70 Prozent geht das Fahrverhalten ein.
Die restlichen 30 Prozent liefert die Umweltbilanz mit den Punkten Verschleiß, Kraftstoffverbrauch und Geräusch sowie den 2023 neu hinzugekommenen Kriterien Gewicht der Reifen und nachhaltige Produktion (bewertet werden zum Beispiel Lieferwege, Öko-Zertifikate, Rücknahmesysteme). Auch der Gummiabrieb wird gemessen. Denn hier wird Mikroplastik freigesetzt.
Bei der Fahrsicherheit auf trockener Bahn wird der Fahrkomfort, das Fahrverhalten bei schnellen Spurwechseln oder Kurvenfahrten sowie der Bremsweg geprüft. Auf nassen Straßen misst der ADAC den Bremsweg von 80 km/h auf null unter Verwendung des ABS-Antiblockiersystems und bewertet das Auftreten von Aquaplaning bei Längs- und Querrillen, das Handling bei höherer Geschwindigkeit und die Kreis-/Seitenführung.
Der Kraftstoffverbrauch wird bei Fahrten mit konstant 100 km/h ermittelt. Zum Test des Verschleißes werden zunächst 15 000 Kilometer gefahren. Daraus wird die verbleibende Laufleistung hochgerechnet bis zum Abrieb des Profils auf die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern.
Das Geräusch im Inneren des Wagens wird durch zwei Personen bei 130 und 30 Kilometern pro Stunde beurteilt, das Außengeräusch beim Vorbeirollen mit 80 km/h gemessen.
So gewichtet der ADAC die einzelnen Prüfpunkte der Fahrsicherheit:
Bei den 30 Prozent für die Umweltsicherheit zählen:
Der Sommerreifentest 2024 des ADAC behandelte die Größe 215/55 R17, häufig aufgezogen bei kleinen SUV und Automodellen der unteren Mittelklasse. Geprüft wurden Reifen der Geschwindigkeitsklassen W und Y, die bis 270 und 300 Kilometer pro Stunde nutzbar sind. Es finden sich drei herausragende von 16 Modellen im Test.
Continental und Michelin lagen 2024 vornVorn bei der Sicherheit lag der Continental PremiumContact 7 (174 Euro je Pneu). Sicher und topp in den Umwelteigenschaften war der Michelin Primacy 4+ für 182 Euro. Er zeigte wenig Abrieb, Gewicht und etwas weniger Kraftstoffverbrauch.
Preis-Leistungs-Sieger war der Kumho Ecsta HS52 für 123 Euro mit einer hohen Laufleistung von 69 300 Kilometern – 9 000 mehr als die anderen beiden Top-Modelle. Dabei fährt und bremst sich der Kumho sicher bei Regen und Sonnenschein.
Viel Mittelmaß und eine EnttäuschungRichtig günstige Reifen dieser Geschwindigkeitsklassen rollten nicht auf der Teststrecke. Knapp das Gut verpasste der Debica Presto UHP 2 für 120 Euro.
Der günstigste im Test, Linglong Sport Master 215/55 R17 Y für 95 Euro, schnitt recht schlecht ab auf trockener Strecke und hält auch nur 37 400 km durch.
Enttäuscht war der ADAC vom Vredestein Ultrac (139 Euro), weil der eigentlich mit einer guten Sicherheit punktet – aber nach nur 27 200 km zu ersetzen ist. Das bringt ihm eine Abwertung in Sachen Umwelt ein.
Welche Autotypen passen auf diese Reifen?Die Reifengröße hat nur zum Teil mit der Größe des Autos zu tun. Es kommt auch auf die Höchstgeschwindigkeit und damit die Motorisierung des Fahrzeugs an. Meist sind mehrere Reifengrößen für ein Modell zugelassen.
Die 215/55 R17 im Test passen zum Beispiel für den Audi Q2, den Fiat 500x und Tipo, den Renault Mégane oder Avensis und Mirai von Toyota. Bei Volkswagen reicht die mögliche Palette vom Beetle über den Passat zum Touran oder T-Roc.
Das Reifenpaket der Stiftung Warentest
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