Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

„Neue Geheimpolizei”: Viel Kritik an Nachrichtendienstreform

Дата публикации: 12-08-2026 08:54:00

Die deutschen Nachrichtendienste sollen deutlich erweiterte Befugnisse erhalten. Das sorgt für viel Kritik. Unter anderem gärt die Angst vor einer „neuen Geheimpolizei”.

Основное содержимое страницы с новостью.

Die deutschen Nachrichtendienste sollen deutlich erweiterte Befugnisse erhalten. Das sorgt für viel Kritik. Unter anderem gärt die Angst vor einer „neuen Geheimpolizei”.

Die deutschen Nachrichtendienste sollen mit der Reform deutlich erweiterte Befugnisse für die Aufklärung von Terrorismus, Extremismus und geheimdienstlichen Aktivitäten anderer Staaten erhalten.

Dazu gehört erstmals die Möglichkeit, in klar begrenzten Fällen aktiv einzugreifen – zum Beispiel, indem der Bundesnachrichtendienst (BND) die IT-Infrastruktur einer fremden Macht während einer laufenden Cyber- oder Desinformationsattacke auf Deutschland manipuliert. Zudem sieht er neben neuen Befugnissen auch mehr Kontrolle und in einigen Bereichen neue Leitplanken für die Dienste vor.

Kritik am Vorhaben der Bundesregierung

Der Entwurf war Anfang Juli veröffentlicht worden. Er umfasst rund 700 Seiten und sieht zahlreiche Änderungen vor. „Es ist höchste Zeit, dass wir uns wettbewerbsfähig und auf Augenhöhe mit unseren Partnerdiensten in der Welt aufstellen“, sagte Dobrindt der „Bild“-Zeitung. „Dazu braucht es operative Fähigkeiten und aktive Befugnisse, um gegen den modernen Staatsterrorismus und extremistische Gruppen effektiver vorzugehen.“

Doch an dem Vorhaben gibt es auch zahlreiche Kritikpunkte. So hält der Grünen-Innenexperte Konstantin von Notz die Reform für „dringend notwendig“ und unterstützt auch „robustere Befugnisse“ für den BND.

Aber die Pläne der Regierung „schießen dabei über das Ziel hinaus“, sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Von Notz kritisiert vor allem die geplanten Befugnisse des Bundesamts für Verfassungsschutz, die mit dem sogenannten Trennungsgebot von geheimdienstlichen und polizeilichen Befugnissen aus seiner Sicht „nur schwer zu vereinen„ seien.

Linke warnt vor einer neuen deutschen „Geheimpolizei“

Das Trennungsgebot gilt als Lehre aus dem Nationalsozialismus. Damals ging die Geheime Staatspolizei (Gestapo) mit umfassenden Machtbefugnissen brutal gegen politische Gegner der Nazis sowie Juden und andere Gruppen vor.

Dobrindt schaffe mit seiner Reform „das historische Trennungsgebot zwischen Polizei und Geheimdiensten ab“, erklärte die Linke-Innenpolitikerin Clara Bünger. „Wer Nachrichtendiensten operative Eingriffsrechte, Sabotagebefugnisse und staatliche Hackbacks an die Hand gibt, plant eine neue deutsche Geheimpolizei.“ Bünger nannte dies „geschichtsvergessen und verantwortungslos“. Für die Linken-Bundestagsabgeordnete überschreiten die neuen Überwachungsbefugnisse „jedes verfassungsrechtlich vertretbare Maß“.

Kritik auch aus der FDP: „Ein fatales Signal“

Kritik kommt auch aus der FDP. Sie verlangt einen sofortigen Stopp der Pläne. „Ein wichtiger Standortfaktor für Deutschland ist, dass wir eine liberale Demokratie mit einem funktionierenden Rechtsstaat sind. Gerade im Wettbewerb mit autoritären Regimen ist es wichtig, daran keine Zweifel zu schüren“, sagte Generalsekretär Martin Hagen. „Die Reformpläne der Bundesregierung zu den Geheimdiensten sind deshalb ein fatales Signal.“

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mahnt, die Trennung von Geheimdiensten und Polizei aufrechtzuerhalten. „Spionage, Cyberangriffe und Drohnen über kritischer Infrastruktur sind keine Zukunftsszenarien mehr, sondern Realität“, sagte der GdP-Vorsitzende Jochen Kopelke dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Bundeskabinett will die Reform am Mittwoch auf den Weg bringen

Einen „massiven Machtzuwachs der Nachrichtendienste“ durch die Reform befürchtete unterdessen die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF). „BND und Verfassungsschutz sollen mit ausgeweitetem Staatstrojanern-Einsatz, KI-Analysen praktisch ohne Schutzmaßnahmen, Zugriff auf private Videokameras und sogar Hackbacks tief in Grundrechte eingreifen können, obwohl die gesetzlichen Hürden vielfach vage und zu niedrig bleiben“, kritisiert Kai Dittmann von der Organisation. Er forderte eine grundlegenden Überarbeitung des „in weiten Teilen verfassungswidrigen“ Gesetzentwurfs.

Mit Agenturmaterial

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Mehr Befugnisse, weniger Kontrolle: Verbände kritisieren geplante Reform der Nachrichtendienste-2617-07-2026
2Regierung: Lizenz zum Eingreifen: „Wir entwickeln unsere Nachrichtendienste zu echten Geheimdiensten“09.3712-08-2026
3Informationsfreiheit in Deutschland vor radikalem Umbau: IFG-Reform sorgt für massive Kritik-2702-07-2026
4Behörden überwachen Handys – vieles bleibt geheim-2603-07-2026
5МВД ФРГ предложило расширить полномочия разведслужб0515-07-2026
6Der Staat muss genauer sagen, was seine Geheimdienste dürfen013.4313-08-2026
7Kabinett: Bundesregierung gibt Nachrichtendiensten Lizenz zum Stören013.0312-08-2026
8Der BND bekommt neue Macht – Leipzig wäre trotzdem passiert 010.3613-08-2026
9Info-Date am Abend: Kritik an Geheimdienst-Reform ++ Neue Höchstwerte bei "Speedweek" in Baden-Württemberg 018.1812-08-2026

Классификация: Международные. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 7.35. Источник: rss.focus.de.