Porsche-Chef Michael Leiters will bei der Sportwagenikone weiterhin auf Verbrenner- und Hybridtechnik setzen. E-Antriebe sind vor allem für Porsches SUV-Modelle wichtig.
Porsche-Chef Michael Leiters will bei der Sportwagenikone weiterhin auf Verbrenner- und Hybridtechnik setzen. E-Antriebe sind vor allem für Porsches SUV-Modelle wichtig.
Die Elektromobilität hat sich durchgesetzt, aktuell fahren schon 40 Prozent aller Neuwagen rein oder teilelektrisch. Doch im Sportwagen-Segment hat sich die Technik bislang nicht etabliert. Eine Befürchtung war da immer sehr laut: Könnte DIE deutsche Sportwagenikone schlechthin irgendwann auch der Elektrifizierung zum Opfer fallen? Schließlich war Porsche schnell mit dabei, wenn es um sportliche E-Modelle ging. Doch Nostalgiker und Enthusiasten können fürs Erste aufatmen. Ein vollelektrischer 911 ist nicht in Planung.
Laut einem Bericht dpa bestätigte der Porsche-CEO diese Entscheidung bei einer Veranstaltung der Kollegen von Auto, Motor und Sport. Michael Leiters sprach von einem ikonischen Produkt, das auch künftig mit Verbrennungs- und Hybridantrieb angeboten werde.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die Zuffenhausener jedwede Elektrifizierung aufgeben. Leiters ergänzte, dass Porsche weiterhin in Elektroautos investieren und elektrifizierte Produkte anbieten werde, die Käufer tatsächlich wollen. Immerhin sei das schwäbische Haus mit Taycan und Co ein „Pionier der Elektromobilität“. Ein elektrischer 911 gehöre jedoch nicht zu den Planungen.
Leiters gibt zu, bei der Umstellung etwas zu früh gewesen zu sein. Auch zur Elektrifizierung von Boxster und Cayman gab es viele kritische Stimmen – viele Puristen haderten. Inzwischen hat Porsche seinen Kurs angepasst. In Zukunft werden Hybridantriebsoptionen wieder stärker in den Fokus rücken, wie vermutlich auch beim 911 GT3 RS. Dennoch war 2025 jeder dritte verkaufte Porsche elektrisch unterwegs.
Dass die Sportwagen-Legende niemals als Stromer unterwegs sein wird, ist vermutlich ein vernünftiger Schritt. Ein Markt für einen potenziell vollelektrischen 911er ist sicher da, die Stammkundschaft wird da aber wohl nur in Teilen mitziehen. Der 911er ist dermaßen mit der Historie des Autobauers und dem Erleben von Boxermotoren verbunden, da wäre ein souveränes Auslaufen und ein Neuanfang mit einem gesonderten vollelektrischen Äquivalent sicher ratsam – ungeachtet etwaiger Emissionsauflagen.
Und wer weiß, vielleicht kann der Zuffenhausener mit synthetischen Kraftstoffen viel länger überleben, als wir heute noch vermuten. Denn eines dürfen Nostalgiker und Enthusiasten ja immer – Träumen.
Von Benja Hiller
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