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VfR Aalen: Sorgen um Kindsvater nach Unentschieden im Meister-Duell

Дата публикации: 22-07-2026 04:15:00

Zweimal kommt der VfR Aalen gegen die SG Sonnenhof Großaspach zurück. Beim 2:2 überzeugt der Oberliga-Meister, bangt aber um Benjamin Kindsvater.

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Stand: 22.07.2026, 06:15 Uhr

Von: Tim Abramowski

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VfR-Neuzugang Michael Kleinschrodt (Dritter von rechts) erzielte gegen seinen Ex-Club SG Sonnenhof Großaspach den Treffer zum 2:2.

VfR-Neuzugang Michael Kleinschrodt (Dritter von rechts) erzielte gegen seinen Ex-Club SG Sonnenhof Großaspach den Treffer zum 2:2. © Oliver Giers

Zweimal kommt der VfR Aalen gegen die SG Sonnenhof Großaspach zurück. Beim 2:2 überzeugt der Oberliga-Meister, bangt aber um Benjamin Kindsvater.

Aalen. Zweimal zurückgelegen, zweimal zurückgeschlagen: Der VfR Aalen hat sich beim SSV Aalen im Duell der Meister mit der SG Sonnenhof Großaspach 2:2 (1:1) getrennt. Gegen den Regionalliga-Meister zeigte der Oberliga-Champion vor allem offensiv gute Ansätze, musste aber auch einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Benjamin Kindsvater verletzte sich ohne Gegnereinwirkung und musste vorzeitig vom Feld.

„Es hat Spaß gemacht. Wir haben viele gute Sachen gesehen“, sagte Mittelfeldspieler Vico Meien nach dem Schlusspfiff. „Klar, die beiden Gegentore bekommen wir etwas zu leicht. Schade, dass wir nicht gewonnen haben. Aber für den jetzigen Zeitpunkt war das ein super Test.“

Der frühe Rückstand und die schnelle Antwort

Dabei begann die Partie alles andere als optimal für die Aalener. Bereits nach vier Minuten brachte Volkan Celiktas die Gäste in Führung. Der VfR reagierte jedoch eindrucksvoll. Nur sechs Minuten später kombinierte sich die Mannschaft sehenswert durch das Mittelfeld. Dean Melo vollendete schließlich zum 1:1-Ausgleich.

„Es war über mehrere Stationen hervorragend herausgespielt“, lobte Trainer Beniamino Molinari. „Wenn wir den Mut haben, Fußball zu spielen und jeder Verantwortung übernimmt, dann machen wir das richtig gut.“

Auch nach der Pause ließ sich der VfR von einem Rückschlag nicht aus der Bahn werfen. Lukas Stoppel traf in der 53. Minute zur erneuten Führung für Großaspach. Meien sprach später von einem „Zufallsprodukt“: „Ich hatte das Gefühl, der Ball kommt gar nicht richtig. Auf einmal flutscht er durch und dann steht er frei vor unserem Tor.“

Michael Kleinschrodt trifft zum 2:2

Doch wie schon im ersten Durchgang fand Aalen die richtige Antwort. Nachdem Schiedsrichter Pirmin Fronmüller auf Elfmeter entschieden hatte, übernahm Michael Kleinschrodt Verantwortung. Der Neuzugang verwandelte sicher zum 2:2-Endstand (59.). Für den Angreifer war die Partie ohnehin keine gewöhnliche. Schließlich traf er erstmals auf seinen ehemaligen Verein. „Am Anfang habe ich mir gar nicht so viele Gedanken gemacht“, erzählte Kleinschrodt. „Aber als wir zum Aufwärmen rausgegangen sind und die Jungs von Großaspach alle auf mich zugekommen sind, habe ich erst gemerkt, wie besonders das ist. Das war schon schön.“

Dass ausgerechnet er gegen seinen Ex-Klub traf, sorgte für eine weitere besondere Geschichte des Abends. „Sie wussten natürlich ungefähr, wo ich normalerweise hinschieße“, sagte Kleinschrodt. „Deshalb habe ich mich dann für die andere Ecke entschieden. Zum Glück hat es funktioniert.“

Kindsvater muss verletzt ausgewechselt werden

Während sportlich vieles stimmte, sorgte die Verletzung von Benjamin Kindsvater für Sorgenfalten. Der Offensivspieler knickte ohne Fremdeinwirkung um und musste das Spiel vorzeitig beenden. Er konnte das SSV-Stadion zwar humpelnd verlassen, eine genaue Diagnose stand aber noch aus.

„Er hat Schmerzen“, sagte Molinari. „Es wäre natürlich brutal bitter, wenn er ausfallen würde. Wir müssen jetzt die ersten Untersuchungen abwarten.“

Trotzdem überwogen beim VfR die positiven Erkenntnisse. Gerade in den Phasen, in denen die Aalener mutig nach vorne spielten, sah Molinari seine Mannschaft auf einem guten Weg.

„Wir spielen schon richtig guten Fußball“, meinte auch Kleinschrodt. „Wir dürfen noch etwas abgezockter und ekliger werden, aber wir haben eine richtig gute Mannschaft und entwickeln uns in die richtige Richtung.“

Dieses Gefühl teilte auch Meien. Das Remis gegen den klassenhöheren Gegner sei ein weiterer Beleg dafür gewesen, dass der VfR in der Vorbereitung Fortschritte macht. „Man hat gesehen, dass wir auch gegen solche Mannschaften Fußball spielen können“, sagte der Mittelfeldspieler.

Der letzte Härtetest

Bereits am Sonntag wartet auf den VfR der letzte Härtetest vor dem Pflichtspielauftakt. Um 13 Uhr empfängt die Mannschaft von Beniamino Molinari den Drittligisten 1. FC Saarbrücken in der heimischen Bediani-Arena.

Für VfR-Präsident Michael Schäfer ist die Partie gleich in mehrfacher Hinsicht wichtig. „Wir freuen uns natürlich, dass wir vor dem Saisonstart noch ein Testspiel im eigenen Stadion bekommen“, sagte Schäfer. Für die Neuzugänge und die Mannschaft sei es wichtig, „ein Gefühl für den Platz zu bekommen“.

Dass die Begegnung überhaupt in der Arena ausgetragen werden kann, war lange nicht selbstverständlich. Wegen der Regenerationsarbeiten am Rasen und der im Frühjahr entstandenen Schäden standen hinter einer Nutzung zunächst Fragezeichen. Umso größer ist nun die Freude beim VfR über die Freigabe. „Wir waren mit der Stadt die ganze Zeit eng im Austausch“, betonte Schäfer.

Damit feiert am Sonntag nicht nur die Mannschaft ihre Rückkehr ins Stadion. Gleichzeitig wird die Partie die erste Begegnung in der neu benannten Bediani-Arena sein. Gegen Saarbrücken soll dort die Generalprobe für den Saisonstart gelingen. Nach den Duellen mit Würzburg und Großaspach wartet damit der nächste Drittligist auf die Aalener.

Die Statisitk

VfR Aalen - SG Sonennhof Großaspach 2:2 (1:1)

VfR-Startaufstellung: Wick - Döringer, Odabas, Schaupp, Grötzinger - Meien, Gaudino, Onos, Melo, Maksimovic -  Kleinschrodt

Tore: 0:1 Celiktas (4.), 1:1 Melo (10.), 1:2 Stoppel (53), 2:2 Kleinschrodt (59./FE).

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