Nach rechten Protesten wurde eine Veranstaltung für Schwarze Kinder im „Volksbad“ abgesagt. Vier Berliner berichten von rassistischen Erfahrungen – im und außerhalb des Schwimmbeckens.
Sie fühle sich diskriminiert, sagte die Berliner CDU-Bezirksverordnete Aileen Weibeler Anfang der Woche in einem Instagram-Video – denn sie als weiße Person dürfe am Freitag nicht ins Schwimmbad vor der Volksbühne. Dort sollten Kinder und Jugendliche der Schwarzen Community für einige Stunden exklusiv baden dürfen, im Rahmen einer Veranstaltung des Vereins Each One Teach One (Eoto). Was folgte, war eine Hetzkampagne von rechten Influencer:innen und Medien, Drohungen an die Volksbühne und an Eoto. Das Theater sagte die Veranstaltung deshalb ab und ließ das Becken aus Solidarität mit der Schwarzen Community am Freitag komplett geschlossen.