Ekstase in der Lausitz: Mit einem 3:1-Sieg gegen Hannover 96 ist Energie Cottbus in die 2. Liga zurückgekehrt. Einem alten bekannten im Angriff und einem Neuzugang im Tor sei Dank.
3:1-Sieg Furioses Comeback: Energie Cottbus schlägt Hannover bei Zweitliga-Rückkehr
Der FC Energie Cottbus ist mit einem Sieg in die 2. Bundesliga zurückgekehrt. Im Leag Energie Stadion schlugen die Fußballer aus der Lausitz Hannover 96 mit 3:1 (1:1). Doppeltorschütze Tolcay Cigerci und der herausragende Keeper Marcel Lotka sorgten für den Sieg gegen einen über weite Strecken besseren Gegner.
Trotz des Erfolgs zeigte sich Trainer Claus-Dieter Wollitz mit der Leistung seiner Mannschaft äußerst unzufrieden. Ihm habe vor allem die Intensität gefehlt, sagte der Coach nach dem Spiel: "Ohne Basics und ohne Körperlichkeit haben wir keine Berechtigung, in der 2. Liga zu spielen." Auch Angreifer Cigerci fand nach den drei Punkten kritische Worte. "Wir haben viel zu analysieren und haben sehr viel falsch gemacht. Am Ende haben wir glücklich gewonnen", so der 31-Jährige.
Cigerci, Rücken, Tor
Der Auftakt in die 2. Liga begann mit einer Panne. Sehnsüchtig warteten die 18.361 Fans auf die beiden Mannschaften, doch aus dem Tunnel kam zunächst niemand. Wegen technischer Probleme beim Funk der Schiedsrichter verzögerte sich der Einlauf der Spieler. Mit einer beeindruckenden Cottbuser Choreografie und rund zehn Minuten Verspätung ging es dann aber doch endlich los.
Und das munter: Beide Mannschaften pressten hoch, suchten immer wieder den schnellen Weg nach vorne und erarbeiteten sich Chancen. In der 14. Minute kam der Moment, der die Lausitz explodieren ließ. Cigerci trat einen Freistoß aus gut 18 Metern in Richtung Mauer, wo der Ball den Rücken eines Gegenspielers traf und von dort unhaltbar zur Energie-Führung ins Tor flog.
Lotka verhindert Schlimmeres
Die Gäste bemühten sich im Anschluss um die schnelle Antwort und machten Druck. Cottbus rettete zunächst eine Klärungsaktion von Verteidiger Hassan Zaydan auf der Torlinie (16.), dann der rechte Außenpfosten (20.) und später lenkte Torhüter Lotka einen Abschluss noch gerade so mit den Fingerspitzen an die Latte.
Dann fiel der längst überfällige Ausgleich aber doch: Maurice Neubauer knallte den Ball von der Strafraumkante in die kurze Ecke (28.). Hannover behielt auch danach die Spielkontrolle und Cottbus hatte viel Glück, nicht mit einem Rückstand in die Kabine zu gehen. Der schwachen Chancenverwertung des Gegners und Schlussmann Lotka sei Dank, der den Kasten mit zahlreichen Paraden sauber hielt.
Ekstase in der Lausitz
Auch die zweite Hälfte begann mit einer Verzögerung - mehr als 20 Minuten dauerte es, bis der Ball wieder rollte. Dieses Mal war ein Stromausfall im Stadion Schuld. Zum Wiederanpfiff wechselte Energie-Trainer Wollitz dreimal und brachte Justin Butler, Moritz Hannemann und Neuzugang Fousseny Doumbia in die Partie.
Das Spiel verlief nun ausgeglichener und Cottbus gelang es, den Gegner wieder in Schach zu halten, ohne dabei jedoch selbst nach vorne gefährlich zu werden. 96 behielt jedoch die Spielkontrolle und kam nach und nach auch wieder zu Chancen.
Gejubelt wurde aber auf der anderen Seite: Nach einem Foul von Hannovers Torhüter Pascal Loretz an Hannemann im Strafraum bekam der FCE einen Elfmeter zugesprochen. Selbstverständlich schnappte sich Cigerci den Ball und verwandelte souverän zum 2:1 (71.). Angezündet von der Ekstase im Stadion setzten die Lausitzer wenig später den Deckel darauf. Leverkusen-Leihgabe Luca Erlein legte nach einer Ecke auf Justin Butler ab, der die Kugel ins lange Eck zimmerte (76.).
Nächster Gegner: Bielefeld
Und so endete der Cottbuser Fußball-Nachmittag mit einer großen Überraschung und der ersehnten Party. Auch wenn die Gäste die bessere Mannschaft waren, so erkämpfte sich Energie diesen Sieg zum Start in die Saison tapfer und mit eiskalter Chancenverwertung.
Für Pele Wollitz und sein Team gibt es aber weiterhin viel zu tun, um auch im ersten Auswärtsspiel in Bielefeld erfolgreich zu sein. Die Arminen hatten ihren Saisonstart verpatzt und unterlagen am Samstag beim Karlsruher SC verdient mit 1:2. Es könnte also auch gegen die Ostwestfalen was drin sein. Anpfiff auf der Alm ist wieder am Sonntag um 13:30 Uhr.
Der Liveticker zum Nachlesen
Sendung: rbb|24, 09.09.2026, 16:20 Uhr
Audio: rbb|24, 09.08.2026, Thomas Kroh im Gespräch mit Andreas Friebel
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