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Sony Cyber-shot RX10 V: Test der Bridge-Kamera

Дата публикации: 02-08-2026 10:09:00

Nach langer Pause meldet sich Sony bei den Bridge-Kameras zurück: Die Cyber-shot RX10 V überzeugt im Test mit KI-Autofokus, starker Bildqualität und toller Videoleistung.

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Mit mehr Prozessor-Power, mehr Tempo und besseren Bildern

Das Objektiv der Sony Cyber-shot RX10 V fährt beim Zoomen weit heraus.

Foto: Sven Schulz

Nach langer Pause meldet sich Sony bei den Bridge-Kameras zurück: Die Cyber-shot RX10 V überzeugt im Test mit KI-Autofokus, starker Bildqualität und toller Videoleistung.

Testfazit

Die Sony Cyber-shot RX10 V macht einen echten Sprung nach vorn. Die Bridge-Kamera ist topausgestattet, sehr schnell und liefert Fotos und Videos in hoher Qualität. Mit dieser Kombi kann sie eine ganze Kameraausrüstung ersetzen. Zu ihren besonderen Stärken zählen der große und sehr detailreiche Sucher, der sehr reaktionschnelle und treffsichere Autofokus und das extrem hohe Serienbildtempo. Und ganz nebenbei ersetzt sie auch locker einen Camcorder. Sie muss den Vergleich mit aktuellen Systemkameras nicht scheuen. Die sind vor allem bei Schummerlicht durch ihre größeren Sensoren noch eine Ecke besser.

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Pro

  • Lichtstarkes Zoom-Objektiv
  • Hohe Bildqualität bei Fotos und Videos
  • Sehr schneller und genauer Autofokus
  • Großer und detailreicher Sucher
  • Sehr hohes Tempo

Kontra

  • Groß und schwer
  • Hoher Preis

In den letzten Jahren haben die Kamerahersteller den Fokus bei neuen Kameramodellen auf Systemkameras gelegt. Neue Kompakt- und Bridge-Kameras kamen dagegen kaum noch auf den Markt. Bei der Sony Cyber-shot RX10 V war sogar schon das Vorgängermodell

Sony Cyber-shot RX10 IV

ausgelaufen, bevor das Nachfolgemodell vorgestellt wurde. Die RX10 V wurde dafür besonders gründlich überarbeitet, schlug sich im Test in vielen Punkten klar besser als ihre Vorgängerin – und holt sich locker die Top-Platzierung in der Bestenliste.

Gleiche Auflösung

Der Bildsensor der Cyber-shot RX10 V ist ein alter Bekannter. Er wurde in ähnlicher Art auch schon in die Vorgängerin und die Kompaktkamera

Sony Cyber-shot RX100 VII

eingebaut. Der Bildprozessor ist dagegen neu: Der BIONZ XR kommt mit einer speziellen KI-Einheit, die die Motiverkennung für den Autofokus übernimmt. Diese Kombi wurde zuerst bei der

Sony Alpha 7R V

eingebaut und kommt jetzt zum ersten Mal bei einer Kompakt- oder Bridge-Kamera zum Einsatz.

Ansicht der Sony Cyber-shot RX10 V von hinten. Auf dem Display sind die Touchbedienelemente zu sehen.

Viele Einstellungen der RX10 V lassen sich direkt auf dem Display per Fingertipp ändern, etwa, auf welche Motive der Autofokus achten soll.

Foto: Sven Schulz

Mehr Power für Autofokus und Serien

Die dedizierte KI-Einheit verbessert die Motiverkennung der Cyber-shot RX10 V. Schon im Automatikmodus erkennt die Bridge-Kamera das Hauptmotiv sehr schnell und sehr genau. Noch etwas besser gelingt das, wenn über die Kameraeinstellungen die Motivart vorgegeben ist. Diese Einstellung lässt sich sehr schnell über das Touch-Display ändern (siehe Bild oben). In Kombination mit dem deutlich schnelleren Bildprozessor führt die RX10 V die Schärfe sehr genau nach und erlaubt dabei ein extrem hohes Serienbildtempo. Mit dem elektronischen Verschluss waren im Test 31,4 Bilder pro Sekunde drin. Der Sensor wird auch sehr schnell ausgelesen, es gibt nur sehr selten einen Rolling-Shutter-Effekt (Verzerrungen bei schnellen Kameraschwenks durch das zeilenweise Auslesen des Sensors). Dadurch kann der leisere und schnellere elektronische Verschluss fast immer eingeschaltet bleiben. Nur beim Blitzen muss zwingend zum mechanischen Verschluss umgeschaltet werden.

Ein schwarzer Hund läuft auf einer Grasfläche von links oben schräg auf die Kamera zu.

Der Autofokus der RX10 V erkennt das Motiv mit sehr hoher Genauigkeit und führt die Schärfe präzise nach.

Foto: Sven Schulz

Bessere Bildqualität

Trotz identischer Auflösung übertrifft die Cyber-shot RX10 V ihre Vorgängerin bei der Bildqualität. Bei Fotos zeigt sich das vor allem in der präziseren Farbwiedergabe – etwa durch eine natürlichere Darstellung bei hohen ISO-Werten. Bis ISO 1600 können sich die Fotos der RX10 V sehen lassen – sie behaupten sich locker gegenüber Kompakt- und Systemkameras mit größeren Sensoren. Danach geht dem 1-Zoll-Sensor der RX10 V langsam die Luft aus. Bei ISO 6400 wird ein deutlicher Schärfeverlust sichtbar. Wer häufiger mit so hoher ISO-Einstellung fotografieren möchte, sollte die Fotos im RAW-Format schießen und dann mit einer auf RAW-Dateien spezialisierten Bildbearbeitung wie

DxO PhotoLab 9

oder

Adobe Photoshop CC

entwickeln. Kameras mit einem APS-C- oder Vollformat-Sensor liefern aber noch bessere Ergebnisse.

Rückansicht der Sony Cyber-shot RX10 V. Auf dem Display sind die Temperatureinstellungen für Videoaufnahmen zu sehen.

Mit der Temperatureinstellung "Hoch" nimmt die RX10 V länger auf, wenn die Kamera in wärmerer Umgebung steht.

Foto: Sven Schulz

Mehr Pixel für den Sucher

Beim eingebauten Sucher hat Sony bei der Cyber-shot RX10 V deutlich nachgelegt. Der neue ist noch größer (Suchervergrößerung 0,78-fach statt 0,70-fach) und noch detailreicher als der des Vorgängermodells: Die RX10 V zeigt das Sucherbild mit 1280x960 statt 1024x768 Pixeln (Herstellerangabe 3,69 Millionen Bildpunkte, da Sony wie alle Hersteller hier die Subpixel für Rot, Grün und Blau zählt). So gute Sucher baut der Hersteller sonst nur bei Vollformat-Systemkameras wie der

Sony Alpha 7 V

ein. Bei Kompakt- und Bridge-Kameras gibt es kaum Modelle mit einer vergleichbaren Qualität, höchstens bei der deutlich teureren Mittelformat-Kompaktkamera

Fujifilm GFX100RF

.

Die Sony Cbyer-shot RX10 V steht auf einem hellen Tisch. Auf der Kamera ist ein Blitzgerät montiert.

Die RX10 V hat keinen Blitz eingebaut. Wer Aufhelllicht braucht, muss ein separates Blitzgerät auf den Zubehörschuh stecken.

Foto: Sven Schulz

Hält länger durch

Im größeren Griff der Cyber-shot RX10 V steckt auch ein größerer Akku: Der NP-FZ100 hat eine mehr als doppelt so hohe Kapazität (16,4 Wattstunden) wie der bisher verwendete NP-FW50 (7,3 Wattstunden). Der stärkere Akku hielt im Test richtig lange durch: Beim Filmen in 4K (Auflösung: 3840x2160 Pixel) mit 30 Bildern pro Sekunde (4K30p) war erst nach über zwei Stunden Schluss. Das Nachladen geht mit einem extra Ladegerät (

BC-QZ1

) oder direkt in der Kamera per USB-C. Ein USB‑C‑Ladegerät liefert Sony nicht mit. Es können aber gängige Modelle mit USB-C Power Delivery verwendet werden, die versorgen die RX10 auch im Dauerbetrieb mit Strom.

Testergebnisse Sony Cyber-shot RX10 V

Deutlich besser bei Video

Beim Filmen legt die Cyber-shot RX10 V gegenüber der Vorgängerin nicht bloß ein paar Schippen, sondern einen Schwung Schaufeln nach. In 4K sind jetzt Videos mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde (4K120p) möglich, mit der vollen Sensorbreite mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde (4K60p). Dazu kommen sehr viele Zusatzfunktionen, etwa die Möglichkeit, im Log-Format aufzunehmen. Hier bietet die RX10 V mehrere Varianten des HLG-Formats (können aktuelle Fernseher direkt wiedergeben), dazu beispielsweise noch die Sony-Formate S-Cinetone und S-Log3. Die Videos sehen bereits mit den Standardeinstellungen richtig gut aus, auch der Ton klingt ziemlich gut, nur minimal hallern. Noch besseren Ton liefern externe Mikrofone. Die können über die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse oder den Zubehörschuh angeschlossen werden. Wer besonders lange filmen will, sollte aber im Kameramenü die Temperatureinstellungen "Hoch" wählen (siehe Bild oben). Ansonsten kann es in warmer Umgebung passieren, dass die Kamera wegen Erwärmung abschaltet. So eingestellt waren im Test bis zu 13 Stunden Aufnahme möglich, wenn die Kamera per USB-C mit Strom versorgt wurde.

Externe Verlinkung

Sony

Cyber-shot RX10 V

  • Lichtstarkes Zoom-Objektiv
  • Hohe Bildqualität bei Fotos und Videos
  • Sehr schneller und genauer Autofokus
  • Großer und detailreicher Sucher
  • Groß und schwer
  • Hoher Preis

2.499,00 EUR

Test-Fazit: Sony Cyber-shot RX10 V

Die Sony Cyber-shot RX10 V macht einen echten Sprung nach vorn. Die Bridge-Kamera ist top ausgestattet, sehr schnell und liefert Fotos und Videos in hoher Qualität. Mit dieser Kombi kann sie eine ganze Kameraausrüstung ersetzen. Zu ihren besonderen Stärken zählen der große und sehr detailreiche Sucher, der sehr reaktionsschnelle und treffsichere Autofokus und das extrem hohe Serienbildtempo. Und ganz nebenbei ersetzt sie auch locker einen Camcorder. Sie muss den Vergleich mit aktuellen Systemkameras nicht scheuen. Die sind vor allem bei Schummerlicht durch ihre größeren Sensoren jedoch noch eine Ecke besser.

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