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„Beste Methode gegen das Aufheizen": So funktioniert Hitzeschutz für Krebspatienten in Dormagen

Дата публикации: 29-07-2026 14:10:44




Für sie stellen die hohen Temperaturen eine besonders große Gefahr dar: Um die Krebspatienten besser zu schützen, hat das Rheinland-Klinikum beim Hitzeschutz nachgebessert – mit dünnen Folien an den Fenstern.



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„Beste Methode gegen das Aufheizen" So funktioniert Hitzeschutz für Krebspatienten in Dormagen

Sieben solcher Einzelzimmer hat die Palliativstation am Rheinland-Klinikum Dormagen. Jedes davon wurde mit Hitzeschutzfolien an den Fenstern ausgestattet.

Foto: Rheinland-Klinikum

Hackenbroich · Für sie stellen die hohen Temperaturen eine besonders große Gefahr dar: Um die Krebspatienten besser zu schützen, hat das Rheinland-Klinikum beim Hitzeschutz nachgebessert – mit dünnen Folien an den Fenstern.

Macht die aktuelle Hitze bereits gesunden Menschen zu schaffen, stellen die hohen Temperaturen für vulnerable Gruppen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar – das gilt insbesondere für die Patienten der Station 3C im Rheinland-Klinikum Dormagen. In sieben Einzelzimmern werden hier Krebspatienten palliativ behandelt.

„Es handelt sich meist um Menschen mit fortgeschrittenen Erkrankungen und für den palliativen Bereich mit begrenzter Lebenserwartung, bei denen nicht mehr die Heilung im Mittelpunkt steht, sondern die Linderung ihrer Beschwerden“, erklärt Klinikumssprecherin Susanne Niemöhlmann den Fokus der Palliativmedizin.

Meist sind die Palliativpatienten nicht mehr mobil, ihr Körper geschwächt – bei anhaltender Hitze droht deshalb beispielsweise ein Kreislaufkollaps, weil die hohen Temperaturen nicht mehr ausgeglichen werden können.

Um solche Risiken zu minimieren, hat das Klinikum jetzt nachgerüstet. Für 10.000 Euro, gespendet vom Förderverein des Klinikums, wurden alle Fenster der Palliativstation mit speziellen Hitzeschutzfolien ausgestattet. Die Nano-Keramik-Beschichtung weist effektiv Infrarot- und UV-Strahlen ab. Angebracht wurde die dünne Folie auf den Außenscheiben der Fenster. So verhindert die Barriere aus Nanopartikeln, dass die Hitze überhaupt in die Zimmer gelangt. „Sie sorgen während der heißen Sommertage dafür, dass die Temperatur im Innenraum um einige Grade gesenkt wird“, so Niemöhlmann. „Das ist die beste Methode gegen das Aufheizen.“

Der Handyempfang in den Zimmern wird durch die beschichteten Fenster allerdings nicht beeinträchtigt, auch soll es zu keinen Spiegelungen durch die Folie kommen. Die folierten Fenster sind laut Rheinland-Klinikum eine Ergänzung des bereits existierenden Hitzeschutzkonzeptes auf der Palliativstation. In den klinikübergreifenden Hitzeschutzplan seien bereits die „besonderen Bedürfnisse bestimmter Risikopatienten-Gruppen“ integriert. Das extra für die palliative Betreuung geschulte Pflegepersonal überwacht die Patienten medizinisch: So führt das Stationspersonal Checklisten beispielsweise über die richtige und pünktliche Einnahme der Medikamente.

Außerdem stellen sie sicher, dass die Patienten genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Oft verspüren die Patienten auf der Station aufgrund ihrer Krebserkrankung kein natürliches Durstgefühl mehr. Bei Krebspatienten, aber auch Menschen mit Demenz oder Senioren, überprüft das Fachpersonal regelmäßig den Elektrolythaushalt. Je nach Hitzestufe werden die Patienten mit feuchten Umschlägen gekühlt.

Nicht nur die Palliativstation, das gesamte Rheinland-Klinikum wappnet sich für die Hitzewelle: Drei Stufen umfasst laut Niemöhlmann das Hitzeschutzkonzept für Patienten, medizinisches Personal und Besucher. Die erste Stufe beinhaltet einfache Maßnahmen wie nächtliches oder frühmorgendliches Stoßlüften. Tagsüber werden zudem die Fenster per Rollo oder Vorhang verschattet, auch werden nicht akut benötigte Geräte ausgeschaltet.

Außerdem wird die Raumtemperatur regelmäßig gemessen sowie Ventilatoren und Klimageräte eingesetzt. Auch Kühlpacks werden vorsorglich gelagert. Darüber hinaus werden Trinkprotokolle geführt. Bei extremer Hitze werden die Patienten in kühlere Räume des Klinikums verlegt. Aufgrund des Klimawandels und heißer werdender Sommer zieht das Rheinland-Klinikum weitere hitzebezogene Maßnahmen in Betracht. Beispielsweise könne es gebäudetechnische Anpassungen geben, um noch besser gegen kommende Hitzewellen gerüstet zu sein, teilt die Unternehmensleitung mit.

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