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Pilotprojekt im Kreis Mettmann: Jeder kann sich registrieren – und im Ernstfall helfen

Дата публикации: 21-07-2026 13:01:00




Wer im Kreis Mettmann helfen will, aber keiner Hilfsorganisation angehört, hatte bisher kaum eine Möglichkeit, im Katastrophenfall gezielt eingesetzt zu werden. Das soll sich ändern. Der Kreis ist eine von zehn Pilotregionen für die App „Mobile Helfer“.



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Pilotprojekt im Kreis Mettmann Jeder kann sich registrieren – und im Ernstfall helfen

Mirko Braunheim, Heike Bellinghausen, Landrätin Bettina Warnecke und Christiane Massing (Projektmanagement Mobile Helfer, v. l.).

Mirko Braunheim, Heike Bellinghausen, Landrätin Bettina Warnecke und Christiane Massing (Projektmanagement Mobile Helfer, v. l.).

Foto: Kreis Mettmann

Kreis Mettmann · Wer im Kreis Mettmann helfen will, aber keiner Hilfsorganisation angehört, hatte bisher kaum eine Möglichkeit, im Katastrophenfall gezielt eingesetzt zu werden. Das soll sich ändern. Der Kreis ist eine von zehn Pilotregionen für die App „Mobile Helfer“.

Wenn Starkregen Straßen überflutet, schwere Stürme Bäume umstürzen lassen oder andere Großschadenslagen zahlreiche Einsatzkräfte binden, ist die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung oft groß. Doch damit freiwillige Unterstützung im Ernstfall tatsächlich hilft und nicht zusätzliche Probleme verursacht, beteiligt sich der Kreis Mettmann als eine von bundesweit zehn Pilotregionen am Projekt „Mobile Helfer“.

Von dem Vorhaben sollen auch Bürgerinnen und Bürger aus Langenfeld und Monheim profitieren. Sie sollen sich künftig über eine App registrieren können, um im Katastrophenfall gezielt informiert, vorbereitet und – wenn nötig – in Einsätze eingebunden zu werden. Das Projekt richtet sich ausdrücklich an Menschen, die keiner Hilfsorganisation angehören, sich im Ernstfall aber engagieren möchten.

Oft wollen viele helfen, doch die Koordination ist schwierig

Auslöser für die Initiative sind unter anderem die Erfahrungen aus der Flutkatastrophe im Sommer 2021. Damals mussten auch im Kreis Mettmann zahlreiche Einsätze bewältigt und zusätzliche Kräfte aus anderen Städten und Kreisen angefordert werden. Zugleich meldeten sich viele Bürger, die helfen wollten – häufig jedoch ohne klare Koordination. „Krisen zeigen uns immer wieder: Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist da. Entscheidend ist, dass diese Hilfe sicher, wirksam und gut koordiniert eingesetzt werden kann. Mit der Pilotierung von Mobile Helfer gehen wir im Kreis Mettmann einen wichtigen nächsten Schritt, um unseren Bevölkerungsschutz zukunftsfähig weiterzuentwickeln“, sagt Mirko Braunheim von der Stabsstelle Bevölkerungsschutz des Kreises Mettmann.

Mit einem Kick-off-Workshop ist jetzt die praktische Erprobung des Projekts gestartet. Bereits im Mai hatten der Kreis und die Projektverantwortlichen ihre Zusammenarbeit vereinbart. In den kommenden Monaten sollen Abläufe, Kommunikationswege und Schulungsangebote getestet und weiterentwickelt werden. Im Mittelpunkt steht eine App, über die sich interessierte Bürger registrieren können. Sie erhalten Informationen und Qualifizierungsangebote und können im Einsatzfall gezielt alarmiert werden. Die freiwilligen Helfer sollen dabei keine professionellen Einsatzkräfte ersetzen, sondern diese bei geeigneten Aufgaben unterstützen und entlasten.

Jeder kann sich registrieren und im Ernstfall helfen

„Das Projekt ‚Mobile Helfer‘ ist sehr niedrigschwellig: Jeder und jede kann sich künftig beteiligen, sich in der App registrieren und im Ernstfall wichtige Hilfe leisten. Das System steuert die Hilfeleistungen und unterstützt die Einsatzkräfte gezielt. Darüber hinaus wird der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft gestärkt“, sagt Landrätin Bettina Warnecke.

Gerade in Städten wie Langenfeld und Monheim mit einer aktiven Vereinslandschaft und vielen ehrenamtlich engagierten Menschen könnte das Projekt zusätzliche Helfer erreichen, die bislang keiner Hilfsorganisation angehören, sich aber im Krisenfall einbringen möchten. Voraussetzung ist allerdings eine gute Vorbereitung. Deshalb setzt das Pilotprojekt nicht nur auf eine digitale Registrierung, sondern auch auf Schulungen und klare Einsatzstrukturen.

Lücke zwischen spontanem Helfen und professioneller Gefahrenabwehr schließen

Die Verantwortlichen betonen, dass „Mobile Helfer“ bestehende Systeme der Feuerwehren, Hilfsorganisationen oder des Technischen Hilfswerks nicht ersetzen soll. Vielmehr gehe es darum, eine Lücke zwischen spontaner Hilfsbereitschaft und professioneller Gefahrenabwehr zu schließen. „Wir freuen uns sehr, mit dem Kreis Mettmann eine Pilotregion gewonnen zu haben, die die Bedeutung des Themas erkannt hat und die praktische Erprobung aktiv mitgestalten will. Genau solche kommunalen Erfahrungen brauchen wir, um Mobile Helfer realitätsnah weiterzuentwickeln“, sagt Heike Bellinghausen, Projektleiterin beim Verein Mobile Retter.

Das Projekt „Mobile Helfer“ wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe getragen und vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gefördert. Die Erfahrungen aus dem Kreis Mettmann sollen in die Weiterentwicklung des Systems einfließen und später auch anderen Kommunen zugutekommen.

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Классификация: Общество. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 2. Информативность: 6. Источник: rp-online.de.