KI-Systeme von OpenAI und Google DeepMind haben am schwersten Programmier-Wettbewerb teilgenommen. Sie schlugen die besten Uni-Teams bei den schwersten Aufgaben.
KI-Systeme von OpenAI und Google DeepMind haben am schwersten Programmier-Wettbewerb teilgenommen. Sie schlugen die besten Uni-Teams bei den schwersten Aufgaben.
Gemini 2.5 Deep Think von Google DeepMind hat beim International Collegiate Programming Contest (ICPC) 2025 eine bemerkenswerte Leistung gezeigt. In den Endrunden des Wettbewerbs in Baku konnte die fortschrittliche KI-Version zehn von zwölf gestellten Aufgaben lösen und damit ein Goldmedaillen-Niveau erreichen. OpenAI konnte mit ChatGPT sogar alle zwölf Aufgaben lösen, berichtet "36KR".
Dieser Erfolg folgt einem Triumph zwei Monate zuvor, als Gemini 2.5 auch bei der Internationalen Mathematikolympiade eine Goldmedaille gewann. Das Google-Deepmind-Team betont in einem Blogbeitrag: "Diese Durchbrüche in Wettbewerbsprogrammierung und mathematischer Argumentation demonstrieren einen bedeutenden Fortschritt auf dem Weg zu einer Allgemeinen Künstlichen Intelligenz."
Der ICPC-Wettbewerb gilt weltweit als die angesehenste Wettbewerb unter Programmierern auf College-Ebene. Jährlich messen sich rund 3000 Universitäten aus über 103 Ländern an komplexen softwaretechnischen Herausforderungen. Im Finale mussten die Teams innerhalb von fünf Stunden komplizierte algorithmische Probleme bewältigen.
Nur vier der 139 teilnehmenden Teams konnten in Baku Goldmedaillen erringen. Google und OpenAI nahmen außerhalb der Wertung teil. DeepMind berichtet, dass sein Modell unter Aufsicht der Organisatoren in einer eigens eingerichteten Online-Umgebung teilnahm. Die vier Goldmedaillen-Teams stammen von diesen Unis:
Das beste deutsche Team war die TU Karlsruhe auf Platz 13.
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Der Bericht von DeepMind betont, dass der Erfolg von Gemini 2.5 Deep Think das Ergebnis zahlreicher Fortschritte in den Bereichen Vortraining, neuartige Verstärkungslerntechniken und paralleles Denken ist. Allerdings berichtet "Golem", dass es sich bei dem teilnehmenden Modell um eine besondere Variante handelt. Die Rechenpower übersteigt demnach die Kraft der für normale Kunden verfügbaren Version deutlich.
OpenAI soll laut einem X-Post eines Entwicklers eine Kombination von ChatGPT 5 und einem experimentellen Modell verwendet haben.
Es gibt jedoch auch kritische Stimmen. Ein Bericht des britischen "Guardian" zitiert den Berkeley-Professor für Computer Science Stuart Russell, der bemerkt: "Die Behauptungen von epochaler Bedeutung scheinen übertrieben." Trotzdem lobt er die Fortschritte von Gemini 2.5, die er als wichtige Entwicklung bei der Genauigkeit von KI-Systemen beim Programmieren sieht.