KI bedroht längst nicht nur Hilfsjobs, sondern auch klassische Büroberufe. Auf der DLD-Konferenz erklären Gründer, welche Berufe besonders gefährdet sind.
Die Zukunft der Arbeit verändert sich: KI bedroht längst nicht nur Hilfsjobs, sondern auch klassische Büroberufe. Auf der DLD-Konferenz erklären Gründer, welche Berufe besonders gefährdet sind.
Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt rasant – nicht nur in Fabriken, sondern auch in Büros und bei Wissensarbeitern. Auf der Digital-Life-Design-Konferenz (DLD) in München hat FOCUS online Unternehmensgründer gefragt, welche Jobs in Zukunft betroffen sein werden.
"Ich glaube, wir sehen gerade, dass im Software Engineering Bereich schon viel passiert", sagt Philipp Moehring, Gründer von "Tiny Supercomputer Investment Company". Auch andere Formen von Wissensarbeit seien betroffen: "Hoffentlich nicht nur ersetzen, sondern hoffentlich auch augmentieren und besser machen."
Besonders Büro- und Verwaltungsaufgaben geraten unter Druck. "Viel in dem administrativen Bereich. Das wird auf jeden Fall viel durch AI ersetzt", berichtet Julia Zhou, Präsidentin der "Sigma Squared Society". Sie nennt vor allem Aufgaben in Koordination, Büroorganisation und Customer Success: "Da jetzt auch viele Firmen sozusagen mehr auf AI gehen und weniger direkt Leute einstellen."
Auch spezialisierte Berufsgruppen spüren die Veränderungen. Adrian Solgaard, CEO und Gründer der Marke "Solgaard" sagt: "Ich denke, dass Anwälte in Bezug auf KI in einer interessanten Position sind. Anstatt dass zwei Anwälte stundenlang über etwas diskutieren und dabei nur hohe Rechnungen verursachen, kann KI dieses Problem meiner Meinung nach wirklich lösen."
Routine- und Einstiegsaufgaben gelten ebenfalls als gefährdet: "Techniker auf Einstiegsniveau, Programmierer auf Einstiegsniveau. Nicht kreative und manuelle, alltägliche Tätigkeiten werden ersetzt werden", so Luca Maltagliati, leitender Redakteur bei "Springer Nature". Auch Berater könnten stark betroffen sein, wie Yervand Sarkisyan, Gründer von "DeepTechX" sagt: " Mit KI kann man die meisten Aufgaben erledigen, die Berater übernehmen."
Neben den beruflichen Veränderungen sehen einige Gründer auch Chancen: KI könne repetitive Aufgaben übernehmen und gleichzeitig Mitarbeiter entlasten, sodass sie sich auf kreativere oder strategische Tätigkeiten konzentrieren könnten.