Bei der Neuwahl in Berlin liegen CDU, SPD, AfD, Linke und Grüne liegen so nah beieinander, dass alle am Ende vorn liegen könnten. Alle Grafiken zur Wahl. mehr...
Bei der Neuwahl in Berlin liegen CDU, SPD, AfD, Linke und Grüne liegen so nah beieinander, dass alle am Ende vorn liegen könnten. Alle Grafiken zur Wahl.
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Die Neuwahl des Berliner Abgeordnetenhauses findet am 20. September statt. Am selben Tag wird in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Zwei Wochen zuvor in Sachsen-Anhalt. Doch anders als in den beiden ostdeutschen Flächenländern, wo Umfragen die AfD mit großem Vorsprung vorne sehen, zeichnet sich in der Hauptstadt ein knappes Rennen ab. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wer stärkste Partei wird, sondern auch, wer in einer möglichen Dreierkoalition als stärkste Kraft die Regierende Bürgermeister:in stellen darf.
Wichtig ist: Umfragen sind immer nur Momentaufnahmen. Die Grafiken hier zeigen immer die Daten der zuletzt veröffentlichten Umfrage. Die vorherigen werden per Mausklick in den Grafiken sichtbar. Auch für Berlin hat das recht extreme Medienportal Nius Umfragen beim Institut Insa in Auftrag gegeben. Man darf davon ausgehen, dass diese interessengeleitet sein könnten. Um sich ein Gesamtbild machen zu können, empfiehlt sich wie immer der Vergleich der verschiedenen Institute.
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Es gibt kein Bundesland mit annähernd ähnlicher Ausgangslage. Laut Umfragen kommen nur fünf Parteien in das neue Abgeordnetenhaus. Und alle fünf liegen dicht beieinander. Nur noch knapp vorn lag lange die CDU, die ihren Regierenden Bürgermeister Kai Wegner im Amt halten möchte. Auch in Berlin kann die AfD – zumindest laut Insa – auf Platz zwei hoffen, wenn auch mit deutlich weniger Prozentpunkten als in anderen Bundesländern.
Infratest dimap sieht CDU, AfD, Grüne und Linke sogar nahezu gleich auf – zuletzt mit einem minmalen Vorsprung der Linken. Und die SPD ein Stück dahinter. Zwischen diesen fünf scheint bis zum Wahlsonntag noch alles möglich.
Durchaus noch im Rennen sind auch BSW und FDP. Beide liegen zwar seit Jahresbeginn konstant unter der Fünfprozenthürde. Aber wenn es ihnen gelingt, im Schlussspurt Wähler:innen zu begeistern, könnte es vielleicht reichen.
Der Verlauf der Umfragen zeigt, dass die CDU seit über drei Jahren vorne lag. Ihr Vorsprung ist aber in diesem Jahr deutlich geschmolzen.
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Die rechtsextreme AfD hat sich bei Insa auf Platz zwei vorgekämpft.
SPD, Linke und Grüne haben sich mehrfach abgewechselt. Mal lag die Linke vorn, bei Insa hingegen meist die SPD. Infratest dimap sieht hingegen Grüne und Linke vorn – und beide deutlich vor der SPD. Bis zur Wahl kann sich hier aber noch viel ändern, weil die Abstände minimal sind.
Wenn fünf Parteien prozentual nah beieinander liegen, hat das auch Auswirkungen auf die Sitzverteilung im Abgeordnetenhaus. Auch dort wird es voraussichtlich fünf einigermaßen gleich große Fraktionen geben.
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In dieser Grafik können Sie Ihre Lieblingskoalition angeben – und schauen, ob sie eine Mehrheit hätte. Vor allem aber sieht man schnell, dass es auf ein Dreierbündnis im kommenden Abgeordnetenhaus hinausläuft. Denn selbst die aktuell größtmögliche Zweierkoalition würde keine Mehrheit der Sitze haben. Da dafür auch noch CDU und AfD zusammengehen müssten, kann man das wohl komplett ausschließen.
Dreierkoalitionen sind viele denkbar. Rot-Rot-Grün. Rot-Grün-Rot. Oder Grün-Rot-Rot. Rechnerisch hätten auch Bündnisse mit der CDU eine Mehrheit. Dann müsste aber Kai Wegner nicht nur noch mal die SPD, sondern auch die Grünen oder gar die Linke für sich begeistern können.
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Ein Problem in der Berliner Landespolitik sind die Spitzenpolitiker:innen. Zumindest aus der Sicht der Wähler:innen. Denn richtig begeistern kann niemand. Zwar hat der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) noch die höchsten Beliebtheitswerte. Aber toll finden ihn dennoch nur 17 Prozent der Berliner Wähler:innen. Wegners größtes Problem ist: Man kennt ihn. Denn er hat die mit Abstand höchste Unbeliebtheitsrate. 67 Prozent der Befragten sind mit dem Tennisspieler unzufrieden.
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Da haben es die Konkurrent:innen Steffen Krach (SPD), Werner Graf (Grüne), Elif Eralp (Linke) und Kristin Brinker (AfD) deutlich einfacher. Zwar liegen die Zufriedenheitswerte bei keine:r höher als miserable 10 Prozent. Und die Unzufriedenheitsraten sind bei allen doppelt so hoch. Doch 70 bis 80 Prozent der Berliner:innen ist das Spitzenpersonal schlichtweg egal. Die größte Gefahr scheint hier, dass eine der vier bekannt wird – durch negative Schlagzeilen.
Die Unzufriedenheit kommt auch bei der Frage nach der Politik des aktuellen schwarz-roten Senats zum Tragen. Gemocht wird er von fast niemanden. Das 95 Prozent der AfD-Fans unzufrieden mit der Regierung sind, mag nicht überraschen. Aber auch nur 53 Prozent der CDU-Wählerinnen können sich für die von der CDU geführte Regierung erwärmen. Unter SPD-Wähler:innen sind sogar weniger als die Hälfte zufrieden.
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Die folgende Grafik wird nach dem Wahlabend die Wanderungen der Wähler:innen zwischen den Parteien zeigen.
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In dieser Grafik können ab dem späten Wahlabend die Ergebnisse der einzelnen Wahlkreise eingesehen werden.
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Auch diese Grafik wird erst am Wahlabend mit Daten gefüllt.
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