Weeze im Ausnahmezustand. Ab heute haben die Musik-Fans die Gemeinde fest im Griff. Die ersten rund 18.000 Camper sind auf dem Weg zum Mega-Festival. Und der Andrang war so groß, dass die Tore zum Campingplatz schon um 9.45 öffneten.
Weeze/Kevelaer · Weeze im Ausnahmezustand. Ab heute haben die Musik-Fans die Gemeinde fest im Griff. Die ersten rund 18.000 Camper sind auf dem Weg zum Mega-Festival. Und der Andrang war so groß, dass die Tore zum Campingplatz schon um 9.45 öffneten.
Den wichtigsten Tipp hatte es von den Veranstaltern auch diesmal wieder im Vorfeld gegeben: Navi aus! Denn wer sich bei der Fahrt zum Mega-Festival nur von seinem Routenplaner führen lässt, landet vermutlich im Stau. Für Parookaville sind nämlich extra getrennte Strecken eingerichtet worden, damit sich „normale“ Autofahrer auf dem Weg zur Arbeit, Flughafengäste und Festivalfans möglichst nicht in die Quere kommen. Auf vielen Schildern ist daher gut sichtbar auch das Wort „Navigation“ durchgestrichen.
Camper sollten unbedingt an den Abfahrten Goch oder Uedem von der A57 abfahren und nicht in Sonsbeck. Sonst droht an der engen Rheinstraße in Kevelaer der Stau.
Doch so ganz lässt sich der Stau natürlich nicht vermeiden, wenn so viele Autofahrer auf den Straßen unterwegs sind, die für diese Massen eigentlich gar nicht gedacht sind. Daher kam es am Mittwoch vor allem an der Kreuzung B9 / Willy-Brandt-Ring zu Wartezeiten. Denn hier ist der Punkt, wo die verschiedenen Anreiserouten zusammentreffen und die Besucher Richtung Festivalgelände abbiegen.
„Alles ist entspannt, der Verkehr ist bislang unauffällig. Alles verläuft recht unproblematisch“, so ein Polizeisprecher gegen 6.45 Uhr. „Im Vergleich zu den früheren Jahren hat sich die Situation bei der Anreise entzerrt.“ Es sei nicht mehr wie früher, dass fast alle zur gleichen Zeit zum Festival fuhren.
Mancher konnte es gar nicht erwarten und hatte sich schon ganz früh auf den Weg nach Weeze gemacht. Eine Gruppe aus Vynen und Reken war sogar schon am Dienstag gekommen und hat auf Campingstühlen vor dem Eingang übernachtet, um heute möglichst als erste auf dem Campingplatz zu sein. Und das mit Erfolg: Sie waren tatsächlich als erste auf dem Gelände und konnten ihren Zeltplatz frei wählen.
Und auch am Mittwoch waren viele wieder ganz früh gekommen. Ab Mitternacht trafen die ersten Autos auf dem Parkplatz vor dem Festivalgelände ein. „Seitdem kamen immer wieder Fahrzeuge nach, die Fans sind auf dem Weg nach Parookaville“, so der Polizeisprecher.
Vom Einlass bis zu den Parkplätzen reichte die lange Schlange der Camper, die auf den Einlass warten. Die Stimmung ist prächtig. Die ersten Pavillons wurden bereits draußen aufgebaut. Erste Anlaufstelle für viele war nach der langen Fahrt erst einmal die Dixie-Toilette.
Es zeigte sich wieder, dass sich die Strategie aus den Vorjahren inzwischen bewährt hat. Die Camper reisen an zwei Tagen an. Wenn die Tagesbesucher ab Freitag kommen, sind fast alle Zeltplatz-Gäste schon da. Dadurch verteilen sich die Autoschlangen auf mehrere Tage.
Geöffnet hat der Campingplatz zum 9.45 – und damit wie immer einige Stunden vor der geplanten Öffnung um 12 Uhr. Zu groß war schon vorher der Andrang von Parookaville-Fans, die teilweise schon die ganze Nacht über vor dem Gelände warteten.
Ein zentraler Aspekt ist wieder die Einrichtung der Einbahnstraße auf dem Hülmer Deich, aufgrund der früheren Campsiteöffnung am Mittwoch und Donnerstag, um durch schnellere Parkplatz-Einweisung das gesamte Straßennetz in Weeze zu entlasten. Kommt zu viel Verkehr wird hier eine Einbahnstraße eingerichtet. Am ersten Tag konnte darauf verzichtet werden.
Am heutigen Mittwoch wurden etwa 5000 Autos mit Campern erwartet. Am Donnerstag sollen dann weitere 7000 Wagen mit Festival-Gästen kommen. An beiden Tagen sollen jeweils etwa 18.000 Camper kommen.
Um 12 Uhr ging schon mal die erste Party los. Am Penny-Tower heizten diverse DJs den Campern ein. Los geht es mit DJ David Dettmar. Abends steigt dann die Silent Disco. Der Gag: Auf dem Platz ist es ganz still, die Musik kommt nur über Kopfhörer.