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Parookaville Campside: „Für unser Zelt würden wir in Berlin 1400 Euro Kaltmiete zahlen"

Дата публикации: 15-07-2026 11:30:00




Einen ganzen Tag vorher anstellen, die Nacht schief auf Stühlen schlafen: Für den idealen Zeltplatz auf dem Parookaville-Festival tun Camper so einiges. Aber worauf kommt es wirklich an? Wir haben nachgefragt.



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Parookaville Campside „Für unser Zelt würden wir in Berlin 1400 Euro Kaltmiete zahlen"

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Darauf kommt es beim perfekten Camping-Platz an

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Foto: Amelie Bridonneau

Weeze · Einen ganzen Tag vorher anstellen, die Nacht schief auf Stühlen schlafen: Für den idealen Zeltplatz auf dem Parookaville-Festival tun Camper so einiges. Aber worauf kommt es wirklich an? Wir haben nachgefragt.

Die Suche nach dem perfekten Campingplatz ist auf dem Parookaville-Festival eine Wissenschaft für sich. Manche Gäste stellen sich bereits am Nachmittag des Vortages in die Schlange, um sich den besten Platz zu sichern. Worauf es den Campern ankommt.

Jessica, Henning, Benjamin und David haben sich für einen Platz nahe am Eingang und direkt am Hauptweg entschieden. Gefunden haben sie sich vor sechs Jahren über verschiedene WhatsApp- und Facebook-Gruppen des Festivals. Seitdem reisen sie jedes Jahr aus verschiedenen Städten, unter anderem Hamm und Osnabrück an, um gemeinsam zu feiern. „Die letzten Jahre waren so toll hier", erzählt David. Ihr Stammplatz ist also gesetzt. „Man hat hier niemanden hinter sich", erklärt Henning. Doch das wichtigste Argument ist ein hygienisches: Die Duschen nahe am Eingang, weiter weg von der Mitte des Campinggeländes, seien sauberer – so sein Fazit nach vielen Jahren auf dem Festival.

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So kreativ transportieren die Parookaville-Fans ihr Gepäck

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Foto: Eirik Sedlmair

Samantha, Robin und Severin haben es in diesem Jahr ebenfalls wieder auf ihren Stammplatz geschafft – allerdings zu einem Preis. Seit 19 Uhr am Vorabend standen sie in der Schlange. „Geschlafen haben wir irgendwie schief auf Stühlen", sagt Samantha. „Aber es hat sich gelohnt", findet Robin. Wer einen der besten Plätze wolle, müsse sich eben früh anstellen. Entscheidend für die drei ist die perfekte Mittellage: nah genug am Festivalgelände, aber mit einem Hauch Abstand vom Trubel. Hinzu kommt: Ihr Stück Wiese liegt leicht erhöht. „Wenn Regen kommt, sitzen wir hier nicht in einer Pfütze oder im Schlamm", sagt Robin – eine Erfahrung, die sie in der Vergangenheit bereits gemacht haben.

Jan und Micha bauen derweil ihr selbst ernanntes „Premium Glamping Zelt" auf. Das gute Stück ist so geräumig, dass man in Berlin dafür locker 1400 Euro Kaltmiete zahlen würde, scherzen sie. Ihr wichtigstes Argument für den gewählten Standort: die Nähe zu den Toiletten. Und dann gibt es noch einen angenehmen Nebeneffekt. Direkt neben ihrem Zelt ist in diesem Jahr eine Jägermeister-Bar aufgebaut. „Ich wusste nicht, dass sie hier ist, aber es ist toll – ich liebe Jägermeister", sagt Micha.

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Die Fans auf dem Weg nach Parookaville – so läuft die Anreise

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Foto: Latzel

Mercedes, Eva, Luisa und ihrer 18-köpfigen Gruppe ist der Zeltplatz besonders wichtig. Deshalb waren sie am Dienstagnachmittag auch die Allerersten, die sich in der Schlange angestellt haben – und entsprechend auch die Ersten, die auf das Gelände durften. „Das ist der beste Platz, den man haben kann", ist Mercedes überzeugt. Ihre Kriterien: nicht zu nah am DJ, aber auch nicht zu weit. Nicht zu weit von der Toilette, aber auch nicht so nah, „dass man den Gestank riecht". Ein weiterer praktischer Vorteil: Direkt vor ihnen verläuft ein befestigter Weg statt reiner Rasenfläche – was die Anreise mit Zelten und Bollerwagen erheblich erleichterte.

Leo ist mit seinen Freunden ebenfalls auf dem Stammplatz gelandet. Der ausschlaggebende Grund: „Man kann von hier die Mainstage sehen", sagt er. Wer eine kurze Pause braucht, muss also nichts verpassen – vom Campingstuhl aus ist die Bühne im Blick. Dazu schätzt die Gruppe die Lage direkt am Hauptweg, wo ständig Menschen vorbeikommen. „Letztes Jahr hatten wir einen Pool dabei, da kamen dann immer Leute vorbei und wir hatten eine gute Zeit" – beste Aussichten also, dass sich das in diesem Jahr wiederholt.

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