QR-Codes führen per Handy zu Webseiten. Kriminelle nutzen aus, dass Nutzer vor dem Öffnen oft nicht erkennen können, wohin der Link führt.
Betrug mit QR-Codes: Kriminelle tricksen Schutzmechanismen aus.
Foto: Weiquan Lin/Getty Images
QR-Codes führen per Handy zu Webseiten. Kriminelle nutzen aus, dass Nutzer vor dem Öffnen oft nicht erkennen können, wohin der Link führt.
Kriminelle verwenden QR-Codes, weil man ihnen nicht ansieht, wohin sie führen. Sie verteilen etwa
falsche Strafzettel, die zu Malware oder Betrugsseiten führen. Oder sie nutzen echte Werbung für Gewinnspiele und Angebote und überkleben die darin enthaltenen QR-Codes mit eigenen. Die Hacker gehen dabei sehr raffiniert vor, um ihre Opfer auszutricksen. COMPUTER BILD erklärt, wie Sie trotzdem sicher bleiben.
Ein sehr einfacher, aber effektiver Trick ist es, die QR-Codes zu zerteilen. Die Kriminellen zerschneiden das QR-Code-Bild in zwei Teile und speichern beide als einzelne Bilddatei. In E-Mails oder auf Internetseiten platzieren Sie die dann direkt nebeneinander. Damit ist der komplette QR-Code sichtbar und funktioniert auch. Schutzmechanismen scannen aber jede einzelne Datei. Die halben QR-Codes funktionieren nicht und werden daher als harmlos eingestuft. Ein weiterer Trick sind verschachtelte QR-Codes. Das sind zwei QR-Codes, die übereinanderliegen. Welcher der Codes erkannt wird, hängt auch davon ab, in welcher Entfernung der Code gescannt wird. Mit genügend Versuchen schaffen die Kriminellen es, dass die automatischen Schutzmechanismen einen harmlosen Code erkennen, der etwa auf eine Suchmaschine verlinkt, ein Scan per Smartphone am Bildschirm hingegen auf eine verseuchte Seite weiterleitet.
Damit Sie nicht auf falsche QR-Codes hereinfallen, sollten Sie QR-Codes nur dann öffnen, wenn es sinnvoll ist. Bekommen Sie zum Beispiel eine E-Mail mit einem QR-Code, ist das nicht sicher, denn der Link lässt sich direkt anklicken und öffnen. Um den QR-Code zu scannen, müsste erst das Handy geholt werden. Nutzen Sie zudem auf dem Smartphone eine Schutz-App. Die untersucht geöffnete Seiten auf Phishing, Betrug und Schadsoftware und blockiert sie gegebenenfalls. Seien Sie grundsätzlich skeptisch bei Links auf Internetseiten und prüfen Sie vor der Eingabe von Zugangsdaten, ob die URL stimmt.
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