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Vom Tattoo bis zur Pille: So irre sind manche Passwort-Alternativen

Дата публикации: 16-06-2026 07:10:00

Passwörter gelten als lästig und unsicher. Auf der Suche nach Ersatz entstehen kuriose Ideen. Der neueste Ansatz: Identifikation per Herzschlag am Kopf.

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Die verrücktesten Passwort-Alternativen

Diese Passwort-Alternativen sind komplett verrückt.

Foto: Boris Zhitkov/Getty Images

Passwörter gelten als lästig und unsicher. Auf der Suche nach Ersatz entstehen kuriose Ideen. Der neueste Ansatz: Identifikation per Herzschlag am Kopf.

Passwörter gelten vielen als lästig und unsicher – entsprechend groß ist die Suche nach Alternativen. Forschende der Rutgers University haben nun mit

VitalID

einen ungewöhnlichen Ansatz vorgestellt: Das System identifiziert den Nutzer anhand winziger Vibrationen im Schädel, die durch Atmung und Herzschlag entstehen. Die Methode reiht sich in eine lange Liste teils skurriler Versuche ein, das klassische Passwort zu ersetzen.

Warum Passwörter ein Problem sind

"Niemand mag Passwörter – und wir haben einfach zu viele davon", sagt Karolis Arbaciauskas, Head of Product and Business Development beim Cybersecurity-Unternehmen NordPass. Der Druck, Alternativen zu Passwörtern zu finden, ist hoch. Denn:

  • User haben im Schnitt rund 170 Accounts.
  • Viele verwenden dieselben Passwörter mehrfach. Genau das ist ein beliebtes Einfallstor für Hacker.
  • Viele Passwörter lassen sich in Minuten oder sogar Sekunden knacken.
  • Gestohlene Passwörter werden im Darknet verkauft und geteilt.

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Von Pillen bis Tattoos: Die verrücktesten Login-Ideen

Auf der Suche nach Passwort-Alternativen haben Forschende die ungewöhnlichsten Einfälle. Diese Methoden gibt es alle wirklich:

  • Schluckbare Passwort-Pille: Motorola präsentierte 2013 eine Pille mit Chip, die den Körper zum Authentifizierungs-Token macht. Das Problem: zu invasiv – und irgendwie unheimlich.
  • Elektronisches Tattoo: Ein aufklebbarer Schaltkreis sollte als Zugangsschlüssel dienen. Praktisch? Nein – das Tattoo musste regelmäßig ersetzt werden.
  • Schädel als Passwort: Ähnlich wie beim neuen VitalID-Ansatz wird hier die Schallübertragung im Kopf gemessen. Clever, aber bislang unpraktisch im Alltag.
  • Login per Herzschlag: Spezielle Armbänder erkennen individuelle EKG-Muster. Funktioniert – ist aber teuer und eher für High-Security-Unternehmen gedacht.
  • Venen-Scanner: Infrarotsensoren lesen Venenmuster in der Hand. Wird in Hochsicherheitsbereichen genutzt, ist aber nichts für den Massenmarkt.
  • Lippenlesen und mehr: Auch das Sprechen bestimmter Wörter oder sogar Körpermerkmale wie Gangart oder Geruch wurden getestet – bislang ohne Erfolg.

Warum sich die meisten Ideen nicht durchsetzen

Die Probleme der einzelnen Methoden ähneln sich:

  • Zu umständlich im Alltag
  • Zu teuer oder spezielle Hardware nötig
  • Zweifel beim Datenschutz
  • Geringe Akzeptanz bei Nutzerinnen und Nutzern

Kurz gesagt: Was technisch spannend ist, scheitert oft in der Praxis. Wirklich durchgesetzt haben sich als Passwort-Alternative nur der Fingerabdruck (Touch ID) und die Gesichtserkennung (Face ID). Der Grund für ihren Erfolg: Die Methoden zum Entsperren sind schnell, einfach und im Gerät integriert. Und Handy-Hersteller bieten sie auf den meisten ihrer Smartphones an. Andere Ansätze wie Stimmerkennung gelten inzwischen als unsicher, denn künstliche Intelligenz (KI) kann Stimmen heute leicht fälschen.

Die Zukunft: Passkeys statt Passwort

Die bisher erfolgversprechendste Alternative zu Passwörtern sind

Passkeys

. Sie funktionieren über einen privaten und einen öffentlichen Schlüssel. Der private ist auf dem Smartphone gespeichert. Zum Anmelden nutzen Sie Touch-ID oder Face ID auf dem Handy – alles Weitere passiert automatisch. Die Vorteile:

  • Kein Passwort zum Merken
  • Schutz vor Phishing und Datenklau
  • Keine Wiederverwendung möglich

Die meisten großen und wichtigen Internetseiten unterstützen Passkeys bereits, weitere sollen folgen.

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