In Stampa wuchsen Alberto, Diego, Ottilia und Bruno Giacometti auf, wohlbehütet von der Mutter Annetta und gefördert vom Vater und Künstler Giovanni Giacometti. Im Nachbarsweiler Borgonovo fanden sie ihre letzte Ruhe. Doch wenig in dem kargen Bergtal verweist auf die berühmte Familie, wäre da nicht das Atelier, das erhalten blieb.
In Stampa wuchsen Alberto, Diego, Ottilia und Bruno Giacometti auf, wohlbehütet von der Mutter Annetta und gefördert vom Vater und Künstler Giovanni Giacometti. Im Nachbarsweiler Borgonovo fanden sie ihre letzte Ruhe. Doch wenig in dem kargen Bergtal verweist auf die berühmte Familie, wäre da nicht das Atelier, das erhalten blieb.

Illustration Anja Lemcke / NZZ
Stampa ist ein Durchgangsort. Ein kleines Dorf, mehr eine Ansammlung von Häusern an der Hauptstrasse, die vom Oberengadin nach Italien bis an den Comersee führt. Vom Malojapass her kommend, fährt man Richtung Süden das abfallende Tal des Bergells hinunter, wo nach nicht einmal 30 Kilometern auf der anderen Seite der Landesgrenze Chiavenna bereits das Flair von Italianità verströmt.
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Im unscheinbaren Stampa aber macht man kaum halt. Ausser man weiss vielleicht, wer hier einst gewohnt hat. Es war das Dorf der Giacomettis. Wenig deutet auf die Künstlerfamilie hin. Lange gab es nicht einmal im lokalen Tourismusbüro Informationen über die berühmten Künstler dieser Bergeller Familie.
Heute gibt es immerhin ein Centro Giacometti im Ort, das von Marco Giacometti, einem entfernten Verwandten der Familie, gegründet wurde. Unscheinbar befindet es sich in einem grossen Haus an der Strasse, gleich gegenüber dem Familienhaus der Giacomettis und dem Stall, wo sich das Atelier befand. Im Centro gibt es Bücher über die Giacomettis, Kunstkataloge, ein paar Fotografien. Originale Werke sucht man vergeblich.
Der Berühmteste der Familie, Alberto Giacometti, wurde 1901 allerdings im benachbarten Weiler Borgonovo geboren. Mit seinen hager aufragenden Frauenskulpturen gelangte er zu Weltruhm.
Aber auch seine beiden Brüder Diego (1902–1985) und Bruno (1907–2012) brachten es zu künstlerischer Bekanntheit. Diego mit seinen kunstvollen Möbeln aus Bronze, welchen jetzt das Bündner Kunstmuseum in Chur eine grosse Ausstellung widmet (bis 9. November). Bruno Giacometti als bekannter Schweizer Architekt, der auch im Bergell seine Spuren hinterliess. Nur Ottilia (geb. 1904) wurde unsterblich allein durch die Kunst des Vaters Giovanni und des Bruders Alberto, die sie immer wieder gemalt haben. Sie starb früh, 1937, wenige Stunden nach der Geburt ihres ersten Kindes. Alberto zeichnete sie noch auf dem Totenbett.
In Stampa erblickte der Vater, Giovanni Giacometti (1868–1933), berühmt für seine postimpressionistischen Berglandschaften, das Licht der Welt. Und auch Augusto Giacometti (1877–1947) wurde in Stampa geboren. Er war mit Albertos Familie verwandt, gilt heute als Schweizer Pionier der Abstraktion und zusammen mit Giovanni Giacometti, Ferdinand Hodler und Cuno Amiet als einer der anerkanntesten Maler der Schweizer Kunst.
Es gibt auch ein Ortsmuseum, in der Ciäsa Granda, dem grossen Haus. Hier stösst man sogar auf einige Originalkunstwerke der Giacomettis. Und auch ein Hotel hat es im Ortskern. Das einzige im Dorf, eine bescheidene Pension. Davor stehen ein paar Gartentische, direkt an der Hauptstrasse. Von hier geht der Blick über die Maira, einen eiskalten Gebirgsbach, der die Hauptstrasse säumt. An den steilen, grünen Hängen auf der anderen Seite unter zackigen Bergspitzen sind ein paar verstreute Steinhütten auszumachen – Schuppen für das Heu, das jetzt nach dem Sommer bereits eingeholt wurde.
Irgendwo in dieser rauen, kargen und steilen Wiesenlandschaft muss auch Alberto Giacomettis Felsbrocken sein. Jener Stein, der in seiner Kindheit eine so eminente Bedeutung erhalten hatte. Mindestens zwei Sommer lang hatte der kleine Alberto – er muss zwischen vier und sieben Jahre alt gewesen sein – nur Augen dafür. Der Felsbrocken befand sich ungefähr achthundert Meter vom Dorf entfernt. Es sei ein Monolith gewesen, erinnerte sich Alberto Giacometti später in seinen Aufzeichnungen.
Der Stein soll von goldener Farbe gewesen sein. Unten öffnete er sich zu einer Höhle. Der ganze untere Teil war hohl, vom Wasser ausgewaschen. Der Eingang war niedrig, kaum grösser als die Kinder des Dorfs, mit denen Alberto spielte. «Stellenweise weitete sich das Innere, bis es ganz hinten eine zweite kleine Höhle zu formen schien.» So hatte es Alberto Giacometti in Erinnerung.
Sein Vater soll ihm eines Tages diesen Stein gezeigt haben. «Was für eine riesige Entdeckung. Sofort betrachtete ich diesen Stein als einen Freund, ein Wesen mit dem grössten Wohlwollen für uns, das uns ruft, uns zulächelt wie jemand, den wir früher einmal gekannt und geliebt haben und den wir überrascht und unendlich erfreut wiederfanden.»
Für das Grab seines Vaters auf dem Friedhof San Giorgio zwischen Stampa und Borgonovo, wo fast alle Giacomettis ihre letzte Ruhe gefunden haben, hat Alberto Giacometti auch einen Stein ausgewählt, einen Block aus heimatlichem Granit. Und, inspiriert von der ägyptischen Grabeskunst, dafür ein Flachrelief entworfen, das einen Vogel, einen Kelch zum Trinken, die Sonne und einen Stern zeigt. Sein Bruder Diego hat den Entwurf ausgeführt.
Von Trauer überwältigt, vermochte Alberto nicht am Begräbnis seines Vaters, der 1933 mit 65 Jahren an einer Hirnblutung starb, teilzunehmen. «Ich verstehe weder das Leben noch den Tod», hat er einmal notiert. Den Grabstein schuf er erst im folgenden Jahr. Er erinnert auch heute an den Monolithen, Albertos frühen Kindheitsfreund.
Wiederholt beteuerte Alberto Giacometti, sein Heimatort habe ihm eine glückliche Kindheit beschert. Gut behütet von seiner Mutter und begleitet vom Wohlwollen seines Vaters, wuchs er hier zusammen mit seinen Geschwistern auf. Von diesem Glück zeugen Bilder, in welchen Giovanni Giacometti die drei Buben und die Tochter Ottilia beim Spielen und Baden im Sommer, aber vor allem immer wieder seinen ältesten Sohn mit zärtlichem Blick festhielt.
Es gibt zahlreiche solcher Porträts. Sie zeigen Alberto als Kleinkind mit Lausbuben-Lockenkopf, mit der Grippe im Bett in dicken Daunendecken, dann als Jüngling mit Krawatte, ein Accessoire, das Alberto Giacometti als Erwachsener zeitlebens trug. Liebevoll nahm der Künstler-Vater den zukünftigen Künstler-Sohn unter seine Fittiche: «Mein Vater war sehr, sehr, sehr lieb», sagte Alberto Giacometti einmal in einem Interview mit dem Kunsthistoriker Gotthard Jedlicka.

Imago

Imago
Unter dem Stein auf dem Grab seines Vaters in Borgonovo liegt seit 1964 auch seine Mutter Annetta. Sie hätte Alberto beinahe überlebt. Annetta hatte fast denselben Vornamen wie Alberto Giacomettis Ehefrau Annette. Seine Mutter war eine überaus wichtige Figur in seinem Leben, die Kraft, die alles zusammenhielt, die tragende Basis seiner Künstlervita, aber auch sein Über-Ich, das stets über ihm schwebte. Der Mutter konnte er seine Lebensgefährtin erst vorstellen, nachdem er sie geehelicht hatte. Bei den Anstandsregeln kannte Annetta keine Kompromisse.
Sie war gleichsam die Hüterin des häuslichen Herdfeuers, ein Urgestein von einer Frau, weisshaarig im hohen Alter, mit faltigem Gesicht, nicht unähnlich jenem ihres kettenrauchenden Sohns. Als geborene Stampa trug sie mit Würde den Namen des Dorfes der Familie Giacometti.
Annetta Giacometti musste so etwas wie der Inbegriff dessen gewesen sein, was für Alberto Heimat bedeutete. Sie war es, derentwegen er immer wieder aus Paris, seiner Wahlheimat, nach Stampa heimkam, als kehrte er in den Mutterschoss zurück. Das heimatliche Gefühl assoziierte er in seinen Kindheitserinnerungen mit geradezu pränataler Vollkommenheit. Zum Monolithen schrieb er: «Ich war auf dem Gipfel der Freude, wenn ich mich ganz hinten in die kleine Höhle kauern konnte; ich hatte kaum Platz darin, aber alle meine Wünsche waren erfüllt.»
Alberto Giacometti porträtierte seine Mutter jedes Mal, wenn er heimkehrte. Wie eine Sphinx sitzt sie auf diesen Gemälden und Zeichnungen da, rätselhaft entrückt im gut erkennbaren Atelier, das aus Fotografien bekannt ist. Grösser war diese Distanz, die Alberto bei den Sitzungen empfand, während er seine Mutter malend und zeichnend zu erfassen versuchte, wohl nicht einmal, wenn er in dem eine gute Tagesreise entfernten Paris weilte.
Diese Ölbilder sind in Grautönen gehalten, wie eigentlich alle Gemälde mit den Porträts seiner Ehefrau Annette, seiner Geliebten Caroline, seines Bruders Diego oder seiner Freunde, des französischen Schriftstellers Jean Genet, des japanischen Philosophen Isaku Yanaihara oder des Schweizer Fotografen Ernst Scheidegger. Dieses Grau ist das Licht des tief eingeschnittenen Bergtals, in dem Stampa liegt.
Hier lassen die fast senkrecht aufragenden Felswände viele Monate lang im Jahr kaum einen Sonnenstrahl herein – als eine Art Vorhölle pflegte der Bruder Diego Giacometti die Gegend zu bezeichnen. Das spärliche Licht taucht dann alles in einen monochrom grauen Schleier. Alberto Giacometti, der oft in den sonnenlosen Monaten im Herbst und Winter nach Stampa kam, hat diese Lichtverhältnisse geliebt. Er hat sie gleichsam verinnerlicht und zum tragenden Element seiner Malerei gemacht.

Kunsthaus Zürich
Warm und bunt hingegen leuchtete es in der Stube der Giacomettis: ein Licht von strahlenden Gelb- und Orangetönen. Alberto Giacomettis Vater hat es wiederholt festgehalten, wenn er die ganze Familie vereint am Familientisch malte. Giovanni Giacomettis Gemälde «Die Lampe» von 1912 im Kunsthaus Zürich zeigt dieses familiäre Idyll in einer Gegenlicht-Impression.
Die Esstischlampe befindet sich heute immer noch in Stampa. Sie hängt jetzt im Atelier der Giacomettis, dem an das rosafarbene Familienhaus gleich an der Hauptstrasse angebauten Stall aus dem 18. Jahrhundert, den Giovanni Giacometti 1906 zu seinem ersten Studio umbauen liess. Hier porträtierte er wiederholt seine Frau Annetta und die Kinder. Hier führte er auch Alberto in die Kunst ein. Und dieser nutzte das Studio seines Vaters ab 1950 selber jedes Mal, wenn er in Stampa weilte. Er arbeitete hier noch bis im August 1965, wenige Monate vor seinem Tod.
Auch der Esstisch aus der Stube drüben im Familienhaus steht heute im Atelier. Auf Dutzenden von Gemälden und Zeichnungen sowohl von Giovanni als auch von Alberto Giacometti ist er abgebildet. Darüber hängt jetzt wie früher die Tischlampe. Der Tisch selber stammt aus der Familie von Giovanni Segantini in Maloja. Die beiden Künstler waren Freunde, der ältere Segantini hatte den jungen Giovanni Giacometti in dessen früher künstlerischer Entwicklung ermutigt und unterstützt.
Nach Segantinis unerwartetem Tod hatte Giovanni Giacometti dessen letztes, unvollendetes Bild fertig gemalt. Auch das letzte Porträt des Künstlers auf dem Totenbett stammt von Giovanni Giacometti. Ihm hatte die Witwe nach Segantinis Tod den Esstisch geschenkt.
Selbst das Ehebett von Giovanni und Annetta Giacometti wird heute als ikonisches Familienmöbel im Atelier ausgestellt. In diesem schmalen, aber reich beschnitzten Bett von 1674 wurde Alberto Giacometti geboren. Annetta hatte es später ihrem Sohn für dessen Aufenthalte in Stampa zur Verfügung gestellt.
Eine ikonische Fotografie von Henri Cartier-Bresson, der Alberto Giacometti einmal in Stampa besuchte, zeigt den Künstler am Morgen darin liegend und rauchend. Darüber an der Wand ist Giovanni Giacomettis Gemälde mit Annetta und dem kleinen Alberto auf dem Arm zu sehen, dem die Mutter den Schoppen reicht. Das innige Mutter-Kind-Bild von 1903 befindet sich heute in der Sammlung des Kunsthauses Zürich.

Christian Beutler / Keystone

Gian Ehrenzeller / Keystone
Nach dem Tod von Alberto Giacometti im Januar 1966 ging das Atelier über ins Eigentum von Diego und Bruno Giacometti. Vieles ist so geblieben, wie Alberto es hinterlassen hatte. Seine Pinsel sind noch da, auch seine Palette mit eingetrockneten Schichten von grauer Ölfarbe. Bruno Giacometti vermachte das Ateliergebäude schliesslich als Schenkung der Società culturale di Bregaglia, mit der Auflage, dass es nicht zu einem Wallfahrtsort werde. So stand das Künstleratelier der Giacomettis während gut dreissig Jahren höchstens ein paar Kunsthistorikern offen. Erst seit 2016 ist es für Gruppen zugänglich.
Bruno Giacometti hatte allerdings verschiedene Gegenstände aus dem Atelier mitgenommen, die sich später in alle Winde zerstreuten. Darunter war auch ein einfacher Holzschemel: jener Hocker, auf dem sowohl Giovanni Giacometti als auch Alberto Giacometti tage-, wochen- und monatelang sassen und malten. Als Bruno Giacometti über hundertjährig gestorben war, wurde sein Privatnachlass 2013 in Zürich versteigert.
Der Schemel, für den sich die Società culturale di Bregaglia interessierte, wurde für 130 000 Franken an einen anonymen Bieter verkauft. Ein Glücksfall wollte es allerdings, dass der Hocker vor gut zwei Jahren in einem kleinen Berner Auktionshaus erneut angeboten wurde. Dank Spenden konnte er dort ersteigert werden, dies zu einem massiv geringeren Preis, nämlich für 20 000 Franken.
Dass es auch der echte Schemel ist, lässt sich sogar überprüfen. Für Alberto Giacometti war die richtige Distanz zur Staffelei mit der Leinwand fundamental, sie durfte um keinen Zentimeter verrückt werden. Deswegen hatte er die Position des Hockers auf dem Holzboden markiert. Die Stellen sind heute noch zu sehen und passen genau zu den Hockerbeinen.
Unter der Sitzfläche verfügt der Hocker auch über ein Brandzeichen mit den Initialen von Giovanni Giacometti. Einen weiteren Beweis für das Original liefern die grauen Farbspuren unter dem Sitz, dort, wo Alberto Giacometti jeweils die mit Farbe verschmutzten Hände abgestrichen hatte. Rund um den Hocker sind überdies auch heute noch zahlreiche Brandspuren der Streichhölzer zu sehen, die Alberto Giacometti auf den Holzboden fallen liess, nachdem er sich eine neue Zigarette angezündet hatte.
Auch ein paar originale Kunstwerke von Alberto Giacometti sind im Atelier zu entdecken. Sie stammen allerdings aus seinen Kindertagen. Nach der Schule kam Alberto jeweils zum Vater ins Atelier, wo er mit ihm plauderte und sich vielleicht auch ein bisschen langweilte. Jedenfalls hat Alberto mit einem Nagel, den er in der Glut des Ofens erhitzt hatte, allerlei lustige Figuren in die Holztäferung geritzt.
Ein Originalwerk von Alberto Giacometti aus reiferen Jahren befindet sich hingegen in der Ciäsa Granda, dem ebenfalls von der Società culturale di Bregaglia betriebenen Ortsmuseum. Dieses Museum zeigt vor allem auch volkskundliche Objekte aus dem Bergell, darunter einen ausgestopften Bären. Und einige Gemälde des Zürcher Künstlers Varlin, der sich in Bondo im Bergell niederliess.
Hier wird nun die Bronzebüste des französischen Fotografen Eli Lotar aufbewahrt – das allerletzte Werk von Alberto Giacometti. Als er Ende 1965 aufgrund seiner Magenbeschwerden nach Chur ins Spital musste, hatte er in Paris an dieser Büste gearbeitet. Und nachdem er am 11. Januar 1966 in Chur verstorben und am 15. desselben Monats in Borgonovo beerdigt worden war, reiste sein Bruder Diego, der sich stets um Albertos Werke kümmerte, zurück nach Paris und liess die in feuchte Tücher gehüllte, beinahe vollendete Plastik in Bronze giessen.
Diese Bronzeplastik wurde auf dem Grab von Alberto Giacometti platziert. Bis Bruno Giacometti befand, die Figur sei vielleicht unter freiem Himmel nicht ganz so sicher. Er gab sie schliesslich ins Museum Ciäsa Granda. Dass sie über viele Jahre lang den rauen Wind- und Wetterverhältnissen des Bergells ausgesetzt war, kann man ihr heute ansehen. Sie verfügt über eine natürliche, besonders schöne, grün schimmernde Patina.

Keystone / ProLitteris, Zürich

Arno Balzarini / Keystone
rbl. · Die einen gehen an den Genfersee, andere zieht es ins Tessin oder Berner Oberland: Künstler suchen sich besondere Orte. Sei es, weil sie Anregungen erhalten durch die Landschaft oder weil sie ein Haus finden, das ihnen als Rückzugsort ungestörtes Schaffen verspricht. In einer Reihe von Artikeln stellen wir temporäre Refugien von bedeutenden Künstlern, Dichtern und Musikern in der Schweiz vor. Am 25. Oktober lesen Sie an dieser Stelle über die letzten Lebensjahre von Patricia Highsmith. Seit den sechziger Jahren lebte die amerikanische Autorin in Europa. 1988 zog sie nach Tegna im Onsernonetal. Dort schrieb sie unter anderem ihren letzten «Ripley»-Roman. Zurückgezogen, in einem Haus wie eine Festung, umgeben von Katzen, Schnecken und einer Sammlung von Waffen und Messern.